Grafik Landessportlerwahl 2026 länglich
Grafik: Barbara Fuhrmann

Noch bis 30. November abstimmen: Wer sind die rheinland-pfälzischen Sportler des Jahres 2026?

30.10.2026 –  Michael Heinze

Wer sind die rheinland-pfälzischen Sportler*innen des Jahres 2025? Der Landessportbund Rheinland-Pfalz (LSB) ruft alle Sportfans zur Abstimmung auf. Im Internet können unter www.landessportlerwahl.de jeweils fünf Kandidat*innen in den Kategorien Sportlerinnen, Sportler und Teams mit einem bis maximal fünf Punkten bewertet werden. Bis zum 30. November 2026 kann gewählt werden. Die Jury, bestehend aus Sportjournalisten rheinland-pfälzischer Tageszeitungen, Fernseh- und Rundfunkanstalten, hat folgende Kandidat*innen vorgeschlagen:

SPORTLER

SAMUEL FITWI
(Leichtathletik/Silvesterlauf Trier)
Als 17-Jähriger floh Fitwi mit ein paar anderen Teenagern vor dem Militärregime aus seinem Heimatland Eritrea. Nach seiner Flucht wurde er von seiner neuen Ersatzfamilie in der Eifel herzlich aufgenommen, erlangte 2018 die deutsche Staatsbürgerschaft. Ein vorzüglicher Langstreckenläufer war er schon damals, aber in den vergangenen Jahren hat sich der 30-Jährige in die Weltspitze katapultiert. Im August 2026 brillierte Fitwi als Vize-Europameister mit der deutschen Marathon-Nationalmannschaft.

DOMINIK GÖTZ
(Deaf-Handball/GSC Frankenthal)
Silber bei den Deaflympics und das Silberne Lorbeerblatt: Eindrucksvoll hat Dominik Götz sein Können unter Beweis gestellt. Der 31 Jahre alte Gehörlosen-Handballer vom GSC Frankenthal führte die deutsche Nationalmannschaft als torgefährlicher Linksaußen und erfahrener Kapitän Ende November 2025 sensationell zu Deaflympics-Silber in Tokio. Für seine überragenden sportlichen Leistungen wurde er zudem im Februar 2026 in Berlin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit dem Silbernen Lorbeerblatt dekoriert.

NIKLAS KAUL
(Leichtathletik/USC Mainz)
Silber bei der EM und die Jagd nach dem Thron: Der Saulheimer Niklas Kaul hat auch in diesem Jahr hervorragend performt. Der Zehnkämpfer blickt als nervenstarker „König der Athleten“ auf ein 1a-Sportjahr zurück. Nach einem packenden Zweitages-Krimi im Stadion von Birmingham feierte der Ex-Weltmeister im August den Gewinn der EM-Silbermedaille. Mit einer grandiosen Aufholjagd am zweiten Wettkampftag samt Energieleistung im finalen 1.500-Meter-Lauf untermauerte der 28-Jährige seine Zugehörigkeit zur absoluten Weltspitze.

JULIAN WEBER
(Leichtathletik/USC Mainz)
Gold-Krimi bei der EM und das ganz große Drama im letzten Wurf: Was für ein Triumph von Speerwurf-Ass Julian Weber! Der Modellathlet vom USC Mainz belohnte sich nach einer von Verletzungssorgen geprägten Achterbahn-Saison für seinen unbändigen Kampfgeist. Im August verwandelte er das Stadion in Birmingham in ein Tollhaus: Mit 90,40 Metern packte der 32-Jährige im sechsten und letzten Versuch den Hammer aus, fing die Konkurrenz spektakulär ab und krönte sich in einem Herzschlagfinale zum König von Europa.

JONAS WIESEN
(Rudern/RG Treis-Karden)
Silber-Krimi auf dem Wasser: Der 30 Jahre alte Top-Steuermann der Rudergesellschaft Treis-Karden trieb den Deutschland-Achter zu Höchstleistungen. In einem packenden Finale auf dem Varese-See peitschte das Leichtgewicht aus Brieden an der Mosel seine Crew im August zu EM-Silber. Zum glanzvollen Saisonabschluss bewies der gebürtige Koblenzer auch beim prestigeträchtigen SH Netz Cup absolute Extraklasse. Beim härtesten Ruderrennen der Welt lenkte Jonas Wiesen das DRV-Flaggschiff über die Marathondistanz zum Sieg.

  • Grafik Landessportlerwahl 2026

    Der LSB ruft alle Sportfans zur Abstimmung auf. Im Internet können unter www.landessportlerwahl.de jeweils fünf Kandidat*innen in den Kategorien Sportlerinnen, Sportler und Teams mit einem bis maximal fünf Punkten bewertet werden. Bis zum 30. November 2026 kann gewählt werden.

    Grafik: Barbara Fuhrmann

SPORTLERINNEN

MESSANE BRÄUTIGAM
(Bahnrad/RSV Rheinzabern)
Bronze-Wahnsinn auf dem Holzoval und fünfmal nationales Gold: Die 20 Jahre alte Radrennsensation vom RSV Rheinzabern ist furios in die Weltelite gestürmt. Bei der WM im Oktober in Shanghai lieferte Messane Bräutigam mit dem deutschen Frauen-Vierer ein dramatisches Rennen ab und schnappte sich die bronzene WM-Medaille. Zuvor raste das Pfälzer Toptalent in Cottbus bereits zu U23-EM-Gold und krönte ihre Traumsaison bei den nationalen Titelkämpfen mit sagenhaften fünf Deutschen Meistertiteln in der Elite.

OLIVIA GÜRTH
(Leichtathletik/Silvesterlauf Trier)
Flugshow über die Hindernisse und eiskalter Medaillen-Coup: Die 24 Jahre alte Topathletin vom Verein Silvesterlauf Trier belohnte sich nach einem holprigen Saisonstart für ihre eisernen Nerven und ihre große Zähigkeit. Bei der EM im August in Birmingham behielt das Lauf-Ass in einem aufsehenerregenden Endspurt kühlen Kopf. In einer sagenhaften Saisonbestzeit von 9:15,33 Minuten stürmte die gebürtige Diezerin spektakulär zu EM-Bronze über 3.000 Meter Hindernis und manifestierte so endgültig ihren Platz in der europäischen Spitze.

PAULA HARTMANN
(Rudern/Mainzer Ruder-Verein)
Silber-Coup im Riemenboot und furioser Ritt ins Finale: Paula Hartmann hat in dieser Saison die Ruderwelt begeistert. Die 23 Jahre alte Athletin vom Mainzer Ruder-Verein blickt auf ein formidables Jahr zurück. Bei der EM im August in Varese wuchs das Kraftpaket über sich hinaus. In einem packenden Finale peitschte die Mainzerin den Frauen-Vierer ohne Steuerfrau zu EM-Silber. Wenige Wochen später zeigte sie beim Showdown in Amsterdam erneut ihre Extraklasse und ruderte im WM-Finale unter die Top 6 der absoluten Weltelite.

GESA KRAUSE
(Leichtathletik/Silvesterlauf Trier)
Gold-Gala über die Gräben und historischer Dreierpack: Gesa Krause hat die Laufbahn mal wieder erbeben lassen. Die 34 Jahre alte Hindernis-Königin vom Verein Silvesterlauf Trier krönte ihre furiose Saison mit einem wahren Meisterstück. Bei der EM in Birmingham behielt die Frau mit dem enormen taktischen Gespür und dem gefürchteten Finish im dramatischen Schlussspurt kühlen Kopf: In 9:12,69 Minuten stürmte sie zu ihrem dritten EM-Gold über 3.000 Meter Hindernis und vollendete ihr ganz persönliches Sommermärchen.

PAULINA PIRRO
(Kanu-Slalom/KSV Bad Kreuznach)
Machtdemonstration im Wildwasser und goldener Doppelpack: Paulina Pirro stürmte unaufhaltsam zum Erfolg. Die 21 Jahre alte Slalom-Kanutin vom KSV Bad Kreuznach düpierte im Juli in Krakau mit einer fehlerfreien Fabelzeit die versammelte Elite und krönte sich zur U23-Weltmeisterin im Kajak-Einer. Nur einen Monat später zauberte die Dame mit dem extremen Gespür fürs Wasser das nächste Meisterstück. In Épinal bezwang sie spektakulär die wilde Strömung auf dem Weg zu U23-EM-Gold im Kajak-Cross.

MANNSCHAFTEN

1. FSV Mainz 05 (FUßBALL/FRAUEN)
Grenzenloser Jubel und ein historischer Durchmarsch: Die Fußballerinnen vom 1. FSV Mainz 05 haben Vereinsgeschichte geschrieben. Was für eine sensationelle Traumreise direkt in die deutsche Elite-Klasse: Mit einem phänomenalen Endspurt von neun Siegen in Serie stürmten Chiara Bouziane und Co. im Eiltempo durch die Liga zwei. Mit einem locker-flockigen 5:0 beim VfR Warbeyen machte die Elf des japanischen Erfolgscoachs Takashi Yamashita am letzten Spieltag als Tabellenzweiter den erstmaligen Aufstieg in die Eliteliga perfekt.

1. FSV Mainz 05 (FUßBALL/MÄNNER)
Magische Europapokal-Nächte und ein historischer Sturmlauf: Die Nullfünfer haben die Massen elektrisiert. Was war das für eine furiose Reise durch Europa: In der UEFA Conference League wuchs das eingeschworene Team im Frühjahr über sich hinaus. Nach dem umjubelten Achtelfinal-Sieg gegen Sigma Olmütz stürmte der Fußballsportverein sensationell erstmals in seiner Vereinsgeschichte in ein europäisches Viertelfinale. Mit der roten Wand im Rücken machten die Amiris und Sanos die MEWA Arena zu einer uneinnehmbaren Festung.

AV 03 Speyer (GEWICHTHEBEN)
Der Titel-Hattrick ist perfekt: Die Gewichtheber des AV 03 Speyer haben erneut die Hantelplattform gerockt. Eine Demonstration von Muskelkraft. Bei der Bundesliga-Premiere im Rahmen von „Die Finals 2026“ in Hannover wuchs das Starensemble über sich hinaus. In einem Final-Krimi vor ausverkaufter Kulisse stemmte sich das Ausnahme-Team mit 845,7 Punkten zum dritten Titel in Serie. Angeführt vom Olympia-Vierten Marin Robu krönten sich die Vorderpfälzer bereits zum zehnten Mal zum Deutschen Mannschaftsmeister.

URS BREITENBERGER, LUCA STEEN und CEDRIC KAUFMANN (GSV NEUWIED/DEAF-TENNIS)
Goldener Coup in Grenoble: Das Tennis-Trio vom GSV Neuwied hat die Tenniswelt verzaubert – mit einer grandiosen Demonstration von Teamgeist und purer Spielfreude. Bei den Weltmeisterschaften im Juli in Frankreich stürmten Urs Breitenberger, Luca Steen und Cedric Kaufmann ungeschlagen zum ganz großen Wurf. Mit einer perfekten Serie von sechs Siegen aus sechs Partien marschierten die Gehörlosensportler durch das Turnier und setzten sich im Dresse Cup mit einem 2:1 im Finale über Gastgeber Frankreich die WM-Krone auf.

VET-CONCEPT GLADIATORS TRIER (BASKETBALL)
Europapokal-Abenteuer und historischer Ritt durch die Elite: Die Basketballer der VET-CONCEPT Gladiators Trier reißen alle mit. Was für ein Premierenjahr in der Ersten Liga! Als Aufsteiger stürmte das Team direkt unter die Top 8 Deutschlands. In den packenden Play-off-Schlachten boten die Gladiatoren im Viertelfinale selbst Branchenprimus Bayern München mutig die Stirn. Nach dem furiosen Einzug ins Pokal-Viertelfinale belohnten sich die Riesen von der Mosel für ihre Rekordsaison und machten die Quali für den FIBA Europe Cup perfekt.

Ansprechperson

Dominik Sonndag
Dominik Sonndag

Abteilungsleiter Kommunikation

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