DJK Utscheid gewinnt „Großen Stern in Silber“ und fährt zum Bundesfinale nach Berlin am 18. Januar
29.10.2026 – Michael Heinze
DJK-Boss: „Es ist einfach Wahnsinn“
Als Moderatorin Anika Keil um 18.23 Uhr bei dezenter Untermalung die Katze aus dem Sack ließ und den Siegerverein verkündete, konnten die Utscheider ihr ihr Glück kaum fassen. Zu den Klängen von Right Said Freds hochenergetischer Pop-Rock-Hymne „Stand up (For the Champions)“ enterten die findigen Eifelaner mitten durch zwei sprühende Funkenfontänen in ihren blau-weißen Leibchen die Bühne. Dort hielten sie mit ihrer Freude nicht hinter den Berg. „Es ist einfach Wahnsinn, was wir da hingekriegt haben“, betonte Vorsitzender Oliver Fuchs. Auf die Frage der Moderatorin, ob man damit gerechnet habe, antwortete der freudetrunkene DJK-Boss: „Wir hatten darauf gehofft…“
Prämien in Höhe von 6.500 Euro
Während die Sportsfreunde aus dem 430-Einwohner-Dörfchen zwischen Bitburg und der deutsch-luxemburgischen Grenze für ihr Vorzeige-Projekt „Gemeinsam sind wir stark! Utscheid denkt jetzt ans Klima“ mit dem „Großen Stern in Silber“ und 2.500 Euro dekoriert wurden, freute sich der FC Ente Bagdad/SV Vitesse Mayence als Zweitplatzierter über den „Kleinen Stern in Silber“ und 1.500 Euro für sein Projekt „Raus aus dem Abseits – Fußball mit wohnungslosen Menschen“. Dritter wurde der TuS Reil 1912, der für sein Projekt „VEREIN(T)E BEWEGUNG: Gemeinsam statt allein – ein neues Modell für den Vereinssport im ländlichen Raum“ neben dem „Kleinen Stern in Silber“ noch 1.000 Euro erhielt. Die jeweils mit 500 Euro dotierten Förderpreise bekamen die SG Gösenroth/Laufersweiler mit HSG Hunsrück für das Projekt „Pfeif doch mal Selbst! Fairness lernen. Verantwortung übernehmen. Zukunft gestalten.“, der TC Rot-Weiß Worms für das Projekt „Keine Brache für unsere Kinder: Der TC Rot-Weiß Worms baut die Zukunft“ sowie der TV Bitburg für das Projekt „Kooperation der Abteilung Herzsport des TV Bitburg mit der AG Schulsanitäter der Sankt-Matthias-Schule Bitburg“.
Mehr als 120 Mitbewerber*innen
Die von einer neunköpfigen Fachjury aus Sportler*innen, Journalist*innen und Vertreter*innen des Landessportbundes sowie des Landesministeriums gekürten Siegervereine hatten sich gegen gut 120 Mitbewerber*innen landesweit durchgesetzt. Und ließen sich nun bei der Preisverleihung zurecht feiern für ihren Ideenreichtum. Veranstalter des Wettbewerbs sind die Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB). Auf Landesebene richtet der Genoverband e.V. gemeinsam mit den jeweiligen Landesportverbänden die Preisverleihung aus. Die Auszeichnungen vergaben der rheinland-pfälzische Sportminister Marcus Klein sowie Rudolf Storck, Präsident des Ladesssportbundes Rheinland-Pfalz und Sascha Monschauer, Vorstand der VR Bank RheinAhrEifel eG als Vertreter der genossenschaftlichen Bankengruppe. Außerdem gratulierte auf der Bühne die sportive Sternepatin Emma Kaul vom USC Mainz, amtierende Deutsche Meisterin im Siebenkampf. Zum Schluss wurde auch noch das (dienst)älteste Jurymitglied Walter Desch auf die Bühne gerufen, der nach 22 Jahren und Sichtung von mehreren hundert Bewerbungen aus dem Gremium ausscheidet. „Es geht darum, dass wir junge Menschen dazu bringen, sich zu engagieren – und nicht zu demonstrieren. Dass sie ihre Zeit opfern, damit unsere Gesellschaft zusammenbleibt.“
„Jedes Jahr ein Highlight“
„Die Sterne des Sports sind jedes Jahr ein Highlight“, schwärmte LSB-Präsident Storck. „Die Vereine zeigen, dass sie mehr machen und auch können als nur Sport organisieren. Vereine setzen sich für Nachhaltigkeit und Klimaschutz ein. Sie engagieren sich bei Inklusion und Integration. Sie sind Bildungs- und Gesundheitsförderer. Sport im Verein hat für unsere Gesellschaft einen unschätzbaren Wert.“ Deutschlands bedeutendster Vereinswettbewerb im Breitensport sei eine prima „Möglichkeit, wie wir die Arbeit der Vereine unterstützen und würdigen können“, resümierte Storck, der selbst Vorsitzender eines Landauer Ski-Clubs ist. Sein Wunsch: „Dass die Vereine weiter so engagiert bleiben und genügend engagierten Nachwuchs finden – das tut den Vereinen gut dann kommen auch die Leute und wollen dazugehören.“ Für Minister Klein, der in jüngeren Jahren selbst Tennis und Fußball spielte, ist es „spannend zu sehen, mit welchem Herzblut, mit welcher Leidenschaft und mit welchen guten Ideen die rheinland-pfälzischen Sportvereine dabei sind“. Der „unermüdliche Einsatz der vielen Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer in unseren Vereinen“ sei ein wahrer Segen für Gemeinwohl, Gemeinschaftssinn und Zusammenhalt im Land.
Dorfverein fährt jetzt nach Berlin
Als erster Sieger und Preisträger „Großer Stern des Sports in Silber“ nimmt die DJK Utscheid automatisch am Wettbewerb auf der Bundesebene teil und hat die Chance, für Rheinland-Pfalz Gold zu gewinnen – entweder den „Großen Stern des Sports in Gold“ oder einen der weiteren Sterne in Gold. Diese werden dann als Bundespreise am Montag, den 18. Januar 2027, in Berlin vergeben.
„Sterne des Sports“
Der Wettbewerb „Sterne des Sports“ ist seit nunmehr 22 Jahren die wichtigste Auszeichnung für deutsche Sportvereine bundesweit. Mit diesen „Sternen des Sports“ werden alljährlich Sportvereine auf Orts-, Landes- und Bundesebene ausgezeichnet, die sich über ihr Sportangebot hinaus besonders gesellschaftlich engagieren, zum Beispiel für Gleichstellung und Diversität, Integration und Inklusion, Förderung von Demokratie, Jugend und Ehrenamt oder Klimaschutz.
Ansprechperson
Abteilungsleiter Kommunikation
- d.sonndag@lsb-rlp.de
- Telefon
- 06131 2814-115
- Standort
- Geschäftsstelle Mainz
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