Sportstätten

Die aktuelle Situation und die Perspektiven der Sportstätten und Sporträume sind eng verbunden mit der Sportentwicklung und dem Sportverhalten in Rheinland-Pfalz. Sie gehören zu den entscheidenden Zukunftsthemen für den organisierten Sport in unserem Land.

Alle Rheinland-Pfälzer sollen die Möglichkeiten zur Erschließung eines umfassenden, zielgruppenorientierten und die Nachfrage deckenden Sportangebotes haben. Um dieses Ziel zu erreichen benötigen wir entsprechende Sporträume und Sportstätten.

Dafür setzt sich der Landessportbund Rheinland-Pfalz in enger Kooperation mit dem Institut für Sportstättenentwicklung (ISE) und den kommunalen Spitzenverbänden Rheinland-Pfalz ein. Gemeinsam arbeiten sie daran im "Ausschuss Sport & Kommune".

 

Sportstättenforen

Die Forenreihe „Sportentwicklung und Sportstätten in Rheinland-Pfalz“ umfasst jedes Jahr mehrere Veranstaltungen. Vertreter von Vereinen, Verbänden und Kommunen diskutieren über verschiedene Aspekte und neue Herausforderungen in der Sportstättenentwicklung. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Sportstättenentwicklung kommen dabei auch externe Experten zu Wort.

Abgesagt
LSB-Forum „Sportentwicklung in der modernen Sportverwaltung“ in Trier

Europäische Akademie des rheinland-pfälzischen Sports

Trier

Sportstättenförderung

Um die Bereitstellung entsprechender Sporträume und Sportstätten zu fördern, bezuschusst der Landessportbund über verschiedene Sonderprogramme und Fördermaßnahmen unterschiedliche Baumaßnahmen an vereinseigenen Sportanlagen.

Sportstättenförderung

Förderungen und Zuschüsse für Sanierung, Neubau und Ausstattung

 

Aspekte der Sportstättenentwicklung

Bedeutung moderner Sporträume

Vor dem Hintergrund des problematischen Zustands vieler Sportstätten, des Sanierungsstaus und stagnierender Zuschüsse zum Sportstättenbau, stellen Länder, Bund und Sportorganisationen die Bedeutung moderner Sporträume nicht nur für den Sport, sondern auch für die Wirtschaft und für die regionale Strukturentwicklung dar. Die Sportvereine leisten für unsere Städte und Gemeinden einen wesentlichen Beitrag im gesellschaftlichen, sozialen und gesundheitlichen Bereich. Die weitere Sportstättenentwicklung hat sich darum grundsätzlich an den Bedürfnissen der Menschen zu orientieren. Es müssen hierzu geeignete Diskussions- und Beteiligungsprozesse innerhalb des Sports und auch gemeinsam mit kommunalen Vertretern und anderen gesellschaftlichen Gruppen organisiert werden. Demografische Entwicklungen (Schrumpfung, Alterung, Internationalisierung) erfordern eine teilräumliche Differenzierung des Sportstättenangebots.

Sporträume, Demografie und Trends

Ältere Menschen beispielsweise benötigen für ihre Gesundheitssportformen eher kleinere Räume in möglichst hochwertiger Ausstattung. Für Sportformen in den Themenfeldern Fitness, Wellness und Expressivität gelten teilweise die gleichen Raumanforderungen (kleine Hallen, Studios). Kinder und Jugendliche bevorzugen Sportformen aus den Themenfeldern Team-Sport, Erlebnis- und Natursport und Expressivität. Für diese Sportformen sollten neben den traditionellen Sporthallen vor allem ganzjährig zu nutzende Flächen vorgehalten werden. Dazu gehören unter anderem auch Kunstrasenplätze und Freilufthallen und Asphalt-Flächen. Für Sportformen in den Themenfeldern Ausdauer und Erlebnissport müssen Sportgelegenheiten wie Wander- und Laufstrecken, Wegenetze für Mountainbike- und Fahrradfahrer und, auch nur temporär, zum Beispiel für Lauf- oder Inlineskating-Veranstaltungen, vorgehalten werden.

Nachhaltiges, ökologisches Bauen und Sanieren

Sanierung und Umbau von Sportanlagen müssen unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit vonstattengehen. Explodierende Betriebskosten erfordern strenge Ausrichtung hin zu ökonomischer Tragfähigkeit im Einklang mit ökologischen Anforderungen. Es wird weiterhin über sportliche Infrastruktureinrichtungen und deren Ausnutzung diskutiert werden müssen. Es ist denkbar, bestimmte Sportanlagen, die aufgrund von Mitgliederschwund nicht mehr mit einem vernünftigen Kostenrahmen zu unterhalten sind auf ausgewählte Standorte zu konzentrieren und für mehrere Vereine vorzuhalten. Die Attraktivität der Anlagen – in Verbindung mit einer funktionsgerechten Ausstattung – wird in Zukunft eine noch größere Rolle spielen.

Ansprechperson

Portrait Harald Petry
Harald Petry

Stellv. Abteilungsleiter Sportentwicklung & Referent Sporträume und Umwelt