Fußball verbindet: Pädagogisches Training gegen Antisemitismus beim FC Ente Bagdad
29.09.2026 – LSB-Pressestelle
Richtigen Zeitpunkt abgewartet
Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtiger denn je, Vorurteile aufzubrechen, jüdisches Leben kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Den „Enten“ war dabei wichtig, dass ihre Jugendlichen sprachlich und inhaltlich soweit sind, die Themen des Trainings wirklich zu verstehen und sich aktiv daran beteiligen zu können. Deshalb haben sie bewusst den richtigen Zeitpunkt abgewartet – und nun war es endlich soweit.
Fußball und Bildung
Der Zuspruch war großartig: Rund 25 Enten-Jugendspieler nahmen an dem 90-minütigen Training teil und wurden vom professionellen Trainerteam rund um Julian mit viel Empathie und großem Engagement angeleitet. Das Besondere an dem Konzept von Zusammen1: Bildung findet nicht neben dem Fußball statt, sondern wird direkt mit dem Training verbunden. Sportliche Übungen und Fußballspiele wechselten sich mit Bildungs- und Gesprächseinheiten ab. An verschiedenen Stationen wurde unter anderem mit Memory-Karten gearbeitet, diskutiert und gemeinsam nach Antworten gesucht.
Offener Austausch
Dabei ging es um Fragen wie: Welche Weltreligionen gibt es? Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es zwischen Judentum und Islam? Was ist Antisemitismus und in welchen Formen kann er auftreten? Wie lange gibt es jüdisches Leben in Deutschland? Was ist MAKKABI und welche Rolle spielt der jüdische Sportverein? Und auch die persönlichen Fragen und Gedanken der Jugendlichen hatten ihren Platz. So entstand eine Mischung aus Fußball, Wissensvermittlung und offenem Austausch, bei der die Jugendlichen nicht nur zuhören, sondern sich aktiv einbringen konnten. Den Abschluss bildete ein gemeinsamer Kick auf dem Platz.
Begegnung statt Vorurteile
„Für uns bei FC Ente Bagdad war dieses Training deshalb weit mehr als eine besondere Trainingseinheit“, so Enten-Mitbegründer Ronald Uhlich. „Wir möchten unseren Jugendlichen die Möglichkeit geben, Menschen und Lebenswelten kennenzulernen, mit denen sie sonst vielleicht wenig Berührungspunkte haben. Begegnung schafft Verständnis – und Verständnis ist eine wichtige Grundlage dafür, Vorurteile und Ausgrenzung abzubauen. Ein herzliches Dankeschön geht deshalb an Julian, Marie und Mascha vom Zusammen1-Team für ihren Besuch in der Enten-Arena und für die professionelle, souveräne und gleichzeitig sehr empathische Arbeit mit unseren 25 Jugendlichen. Man hat gemerkt, dass hier echte Profis am Werk sind.“
Freundschaftsspiel geplant
Zur Abrundung des Antisemitismus-Trainings soll nun noch ein Freundschaftsspiel zwischen dem Jugendteam von FC Ente Bagdad und Makkabi Frankfurt organisiert werden.
Ansprechperson
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