Get Together 2.0: 100 Gäste feiern Engagement, Vielfalt und die verbindende Kraft des Sports in Kaiserslautern
18.08.2026 – LSB Pressestelle
Auftakt mit bewegten Bildern
Nach dem Auftakt mit bewegten Bildern aus dem Bundesprogramm „Integration durch Sport“ wurde deutlich, welchen Beitrag Sportvereine in Rheinland-Pfalz seit mehr als 35 Jahren für Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten. Gerade in einer Zeit, in der Fragen von Migration und gesellschaftlicher Teilhabe intensiv diskutiert werden, setzte die Veranstaltung ein klares Zeichen: Integration braucht Orte der Begegnung – und der Sport ist einer dieser Orte.
Wichtige Signale für Vielfalt im Sport
„Sport bringt Menschen zusammen, unabhängig von Herkunft, Alter oder persönlicher Geschichte. Genau diese Kraft des Sports müssen wir stärken und sichtbar machen.“ betonte Florian Birkmeyer, Amtschef der Staatskanzlei, im Rahmen der Veranstaltung. Dass dieses Engagement auch von politischer Seite hohe Wertschätzung erfährt, wurde durch die anwesenden Vertreter*innen aus Politik und Sport unterstrichen. Oberbürgermeisterin Beate Kimmel begrüßte die Gäste und machte deutlich, welchen Stellenwert Vielfalt und gesellschaftlicher Zusammenhalt für eine Stadtgesellschaft haben. Auch Miguel Vicente, Beauftragter der Landesregierung für Migration und Integration, unterstrich die gesellschaftliche Bedeutung des Sports. Vereine seien wichtige Orte, an denen Begegnung nicht nur organisiert, sondern tatsächlich gelebt werde. „Integration gelingt dort, wo Menschen zusammenkommen und gemeinsam etwas tun. Der Sport schafft dafür ganz besondere Möglichkeiten und kann Barrieren abbauen“, so Vicente. Beate Kimmel verwies insbesondere auf die Bedeutung des Vereinslebens für das Miteinander vor Ort. „Vielfalt gehört zu unserer Gesellschaft und damit auch zu unseren Sportvereinen. Wenn Menschen gemeinsam Sport treiben, entstehen Begegnungen, die weit über den Sportplatz hinauswirken“, sagte die Oberbürgermeisterin.
Vier neue Stützpunktvereine
Ein besonderer Moment des Vormittags war die Würdigung der neuen Stützpunktvereine im Bundesprogramm „Integration durch Sport“. Gemeinsam mit Tristan Werner, Präsident des Sportbundes Pfalz, und Florian Birkmeyer wurden die neuen Stützpunktplaketten an den Mädchensportverein Mainz, Rot-Weiß Koblenz, den Schachclub Ramstein-Miesenbach und die Skate-Rats Kaiserslautern übergeben. Die Auszeichnung steht für das kontinuierliche Engagement der Vereine, Integration und Teilhabe im Vereinsalltag zu verankern. Sie macht sichtbar, dass Integration durch Sport vor allem dort funktioniert, wo Menschen Verantwortung übernehmen, Angebote schaffen und Begegnungen ermöglichen. Auch herausragende Projekte zum Thema „Sport lebt Vielfalt – Barrieren abbauen. Sport für alle zugänglich machen“ wurden im Rahmen der Veranstaltung ausgezeichnet. Damit rückten diejenigen in den Mittelpunkt, die mit konkreten Ideen und großem persönlichem Einsatz zeigen, wie vielfältiger Sport praktisch funktionieren kann. Gleichzeitig wurde bereits der Blick auf das kommende Jahr gerichtet: Das Motto der nächsten Projektausschreibung 2027 lautet „Sport für Alle. Mit Allen“.
Persönliche Einblicke: Eimen Baffoun über Sport, Verein und Integration
Einen besonderen persönlichen Einblick gab Eimen Baffoun im Rahmen eines Kurzinterviews. Im Mittelpunkt standen seine eigenen Erfahrungen beim SC Lerchenberg (Stützpunktverein "Integration durch Sport"), seine Erlebnisse im integrativen Vereinskontext und die Frage, welche Bedeutung Sportvereine für die Entwicklung junger Menschen haben. Dabei wurde deutlich, wie prägend die Erfahrungen im Verein und die Menschen, die ihm dort begegneten, für seinen eigenen Werdegang waren. Baffoun berichtete authentisch und persönlich darüber, was gute Integrationsarbeit im Sport ausmacht, welche Erfahrungen aus seiner Zeit im Stützpunktverein ihn bis heute begleiten und welche Rolle Vereine dabei spielen können, jungen Menschen Verantwortung, Gemeinschaft und Perspektiven zu geben. Seine Einblicke machten deutlich: Integration im Sport entsteht nicht allein durch Angebote, sondern vor allem durch Menschen, die Verantwortung übernehmen, Vertrauen schenken und jungen Menschen Räume für ihre persönliche Entwicklung eröffnen.
Praxismarktplatz mit Themeninseln
Nach dem offiziellen Teil verlagerte sich die Veranstaltung auf das Sportgelände der RPTU Kaiserslautern. Dort wartete kein klassisches Tagungsprogramm, sondern ein Praxismarktplatz, bei dem die Teilnehmer*innen selbst zu Expert*innen und Impulsgeber*innen wurden. An sechs Themeninseln ging es um Fragen, die Vereine aktuell bewegen: von Vereinsidentität und Mitgliederbindung über Öffentlichkeitsarbeit und Storytelling, Vereinsmanagement und Ehrenamt, innovative Vereinsangebote und Finanzierung bis hin zu Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz. Dabei stand der direkte Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt. Was funktioniert im eigenen Verein besonders gut? Welche Herausforderungen konnten gelöst werden? Welche Ideen lassen sich auf andere Vereine übertragen? Die Teilnehmer*innen nutzten die Gelegenheit intensiv, diskutierten, gaben Erfahrungen weiter und entwickelten gemeinsam neue Ideen. Auf Ideen- und Pinnwänden wurden konkrete Impulse festgehalten – ganz nach dem Leitgedanken des Tages: Niemand sollte ohne eine neue Idee nach Hause gehen.
Fest für Engagement und Vernetzung
Das „GetTogether 2.0“ verband damit zwei Dinge, die für die Arbeit des Landessportbundes Rheinland-Pfalz und des Bundesprogramms „Integration durch Sport“ zentral sind: Würdigung und Vernetzung. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, dass Integration und Vielfalt keine abstrakten Begriffe sind. Sie werden in den Sportvereinen vor Ort jeden Tag mit Leben gefüllt – durch Trainer*innen, Ehrenamtliche und Sportler*innen, die Menschen unabhängig von Herkunft, Alter, Geschlecht oder persönlichen Voraussetzungen zusammenbringen.
Bürkel zieht positives Fazit
Nach einem abwechslungsreichen Vormittag mit Gesprächen, Ehrungen, Praxisimpulsen und vielen persönlichen Begegnungen fiel das Fazit der Organisator*innen entsprechend positiv aus: „Für uns war das Schönste an diesem Tag nicht das Programm, sondern die vielen echten Begegnungen. Sie haben gezeigt, dass Vielfalt, Zusammenhalt und Integration dort wachsen, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen, voneinander lernen und gemeinsam Sport erleben“, resümierte Christian Bürkel, Programmleiter „Integration durch Sport“ Rheinland-Pfalz.
Ansprechperson
Programmleiter „Integration durch Sport“
- c.buerkel@lsb-rlp.de
- Telefon
- 06131 2814-118
- Standort
- Geschäftsstelle Mainz
Das könnte Dich auch interessieren
18.08.2026 – Integration durch Sport Gesellschaftspolitik
05.08.2026 – Integration durch Sport Gesellschaftspolitik
02.06.2026 – Integration durch Sport
29.05.2026 – Integration durch Sport Gesellschaftspolitik
13.05.2026 – Integration durch Sport Gesellschaftspolitik
29.04.2026 – Integration durch Sport Gesellschaftspolitik
22.04.2026 – Integration durch Sport Gesellschaftspolitik
03.02.2026 – Integration durch Sport Gesellschaftspolitik
29.01.2026 – Integration durch Sport Gesellschaftspolitik