DOSB beschließt auf seiner 22. Mitgliederversammlung den weiteren Weg zur Olympiabewerbung
08.12.2025 – DOSB
"In der Mitte der Gesellschaft"
Michael Mronz (58), IOC-Mitglied und DOSB-Präsidiumsmitglied, betonte: „Wir sind mit dem Sport wieder in die Mitte der Gesellschaft gerückt. Wir haben die Chance, durch Olympia das Stimmungsbild in unserem Land zu verbessern. Der Sport ist eine der wichtigsten Achsen der Gesellschaft. Diese Geschlossenheit von Sport, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, die wir in den vergangenen Monaten erreicht haben, ist die Basis des Erfolgs, national wie international.“
Zustimmung bei 74 Prozent
Mehrere Meilensteine in diesem Jahr unterstreichen den Fortschritt des Prozesses. Die Zustimmung zu einer nationalen Bewerbung liegt bundesweit aktuell bei 74 Prozent. 70 Prozent glauben, dass sie die allgemeine Grundstimmung im Land eher verbessern würde, 63 Prozent sind überzeugt, dass eine Bewerbung die Menschen im Land fitter machen würde (Quelle: Dimap im Auftrag des DOSB, 12/2025). Nach dem am 26. Oktober gewonnenen Bürgerreferendum in München mit einer Zustimmung von 66,4 Prozent war der DOSB am 28. November in den Continuous Dialogue mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) eingetreten, wodurch er international offiziell als Interessent für die Ausrichtung der Spiele gilt. Bereits Mitte Oktober hatte sich eine Wirtschaftsinitiative mit mehr als 30 Unternehmen gegründet, die die Bewerbung auch finanziell unterstützen. Am 4. Dezember folgte im Kanzleramt eine gemeinsame politische Vereinbarung, unterzeichnet von Bundeskanzler Friedrich Merz (70/CDU), den beteiligten Städten und Ländern sowie DOSB-Präsident Thomas Weikert (64).
Ein ambitionierte Matchplan
„Wir wollen gemeinsam mit dem DOSB und den Bewerberregionen die beste Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland einreichen. Wir als Bundesregierung und ich als Staatsministerin für Sport und Ehrenamt haben uns dafür einen ambitionierten Matchplan für diese Legislaturperiode erstellt“, sagte Dr. Christiane Schenderlein (44/CDU) im Rahmen der Mitgliederversammlung.
Matrix schafft Grundlage
Otto Fricke (60), DOSB-Vorstandsvorsitzender, sagte: „Ich freue mich, dass unsere Mitgliedsorganisationen heute den weiteren Prozess bis zur Auswahl des finalen Konzeptes im September 2026 fast einstimmig bestätigt haben. Die verabschiedete Matrix schafft die Grundlage für eine transparente, demokratische und nachvollziehbare Entscheidung über das endgültige Konzept, das am besten zu Deutschland passt und international die größten Erfolgschancen hat.“
Wichtige Leitfragen
Bis zum 4. Juni 2026 müssen die vier Bewerber Berlin, Hamburg, München und Köln-Rhein-Ruhr ihre finalen Konzepte beim DOSB einreichen. Anschließend werden diese in fünf Kategorien bewertet und geprüft. Die Kriterien „internationale Wettbewerbsfähigkeit und nationale Akzeptanz“ und „sportfachliche und operative Eignung“ werden durch den DOSB und die olympischen Spitzenverbände bewertet. In der Kategorie „Vision und Legacy“ prüft eine Arbeitsgruppe (AG) die Antworten der Bewerber auf wichtige Leitfragen, zum Beispiel in den Bereichen der Nachhaltigkeit, auf ihre Plausibilität und Einklang mit langfristigen gesellschaftlichen und sportlichen Entwicklungszielen. Eine weitere AG überprüft im Bereich „Kosten und Finanzierung“ die Budgets. Die gemeinsame Leitung dieser AG liegt beim für Sport zuständigen Bundeskanzleramt und dem DOSB. Darüber hinaus sind die zuständigen Bundesministerien Teil dieser AG, die zudem etwaige „Infrastrukturelle Sonderprojekte“ betrachtet. Diese haben keinen direkten Einfluss auf die Umsetzung der Bewerbungskonzepte und sind deshalb nicht prüfungsrelevant.
Evaluierungskommission
Außerdem mit 98,13 Prozent beschlossen wurde die Einsetzung einer Evaluierungskommission. Diese überprüft und bestätigt die Ergebnisse des Bewertungsverfahrens auf die Einhaltung der vereinbarten Kriterien und ihre Nachvollziehbarkeit und kann für die abschließende Beschlussfassung auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 26. September 2026 eine Empfehlung abgeben. Alle Mitglieder der Evaluierungskommission sollen dem DOSB bis 31. Januar 2026 namentlich benannt werden.
Vision zur Bewerbung
Ein weiterer Schwerpunkt war die Vorstellung der nationalen Vision zur Bewerbung mit dem Titel „Unser Land. Fit für die Zukunft.“, die in den vergangenen Monaten gemeinsam von Bundesregierung und DOSB erarbeitet wurde. Sie zeigt auf, warum eine Olympiabewerbung das zentrale sportpolitische Ziel der Bundesrepublik Deutschland ist. Sie soll das Land wieder von seiner eigenen Kraft überzeugen und neue Kräfte freisetzen. Die Bewerbung ist ein nationales Gemeinschaftsprojekt, dessen Wirkung weit über Sport und die Landesgrenzen hinausreicht.
"Sportdeutschland hat Auftrag"
Hannes Ocik (34), zweimaliger Silbermedaillengewinner im Ruder-Achter 2016 und 2021, betonte in seiner Keynote aus Sicht eines ehemaligen Spitzensportlers die Bedeutung der deutschen Olympiabewerbung: „Sportdeutschland hat einen Auftrag: Olympische und Paralympische Spiele nach Deutschland holen. Dieses Ziel können wir nur erreichen, wenn wir geschlossen und konsequent daran arbeiten – Tag für Tag, Schlag für Schlag, ganz so wie im Rudern.“
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