LSB-Ehrenmitglied Herbert W. Hofmann im Alter von 91 Jahren verstorben

Der Mann der leisen Töne war ein Segen für den Sport

06.05.2026 –  Hans-Peter Schössler

Er starb am 4. Mai 2026 im Alter von 91 Jahren. Herbert W. Hofmann, Ur-Wormser, einer von denen, die den Sport in Rheinland-Pfalz über Jahrzehnte prägten. Der kleine Mann mit dem großen Herzen für Turnen und Sport, für den neben seiner Familie und der Arbeit für die Volksbank das Ehrenamt in der Sportbewegung so elementar wichtig war, hinterlässt kraftvolle Spuren weit über seine Heimatstadt Worms hinaus.

  • Schwarz-weißes Bild eines Mannes

    Herbert W. Hofmann wurde im Rahmen der Mitgliederversammlung  am 28. Juni 2014 zum Ehrenmitglied des Landessportbundes Rheinland-Pfalz ernannt.

    Foto: LSB-Archiv

In der Turngemeinde Worms wuchs Herbert W. Hofmann auf, ein Verein, der einer der größten in Rheinhessen ist und der mit erstklassigen Turnern und auch mit national beachteten Boxern wie den Gertel-Brüdern aufwarten konnte, die Deutscher Meister wurden und an Olympia teilnahmen. Von 1962 bis 1980 war Hofmann Schatzmeister in der TG und dann von 1980 bis 1988 Vorsitzender. Zeitgleich war er stellvertretender Vorsitzender des Rheinhessischen Turnerbundes. 1971 kam er in den Vorstand des Sportbundes Rheinhessen, war von 1984 bis 1998 Vizepräsident und dann von 1998 bis 2006 Präsident. In diesen Jahren war er auch Vizepräsident des Landessportbundes Rheinland-Pfalz, wo er zuvor dem Ausschuss für Breiten-und Freizeitsport angehört hatte.

Er war ein Mann der Vereine, des Breitensportes, der Arbeit mit jungen Menschen, dem Wirken für Menschen mit Beeinträchtigung. Aber er liebte auch die Themen im Sport, die über das Alltägliche hinausgingen. Die Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Burgund war ihm ein wichtiges Anliegen. Weil er den zweiten Weltkrieg als Kind erleben musste, spürte er die Notwendigkeit der Versöhnung zwischen Deutschland und Frankreich. Über den Sport leistete Hofmann hier einen großen Beitrag. So wie auch nach der deutsch-deutschen Vereinigung, von der der Wormser meinte, sie sei in seinem Leben sein wichtigstes politisches Erlebnis. Er war Beauftragter des LSB für die Partnerschaft mit dem Landessportbund Thüringen. In Erfurt, Jena und Oberhof war er dabei, als hier eine Freundschaft zwischen zwei Landessportbünden entstand, die ein großer Nutzen für beide Länder war.

Mit den wichtigsten Auszeichnungen der Verbände, für die er wirkte, wurde Herbert W. Hofmann gewürdigt. Aber auch mit der Verdienstmedaille der Stadt Worms und dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse der Bundesrepublik Deutschland.