Großflächenbanner und offener Brief: LSB und Sportbünde erinnern CDU und SPD an ihre Zusagen

15.04.2026 –  LSB-Pressestelle

Der Landessportbund und die regionalen Sportbünde Rheinland, Pfalz und Rheinhessen haben am Mittwochnachmittag am Haus des Sports in Mainz ein 25 Quadratmeter großes Banner zur Begleitung der Koalitionsverhandlungen für eine neue Landesregierung zwischen CDU und SPD entrollt. Außerdem haben sich LSB und regionale Sportbünde in einem Offenen Brief an die Fraktions- und Parteivorsitzenden sowie die neu gewählten Abgeordneten von CDU und SPD im Landtag gewandt, die nun die sportlichen Weichen für die Zukunft von Rheinland-Pfalz stellen werden.

Mehr politische Sichtbarkeit

Kernanliegen des Sports sind unter anderem mehr politische Sichtbarkeit durch mindestens eine eigene Abteilung für Sport in der Staatskanzlei, ein „Sanierungsplan 2030“ zur Bewältigung des Sanierungsstaus von 1,5 Milliarden Euro bei Sportstätten, ein gezieltes Schwimmbadinvestitionsprogramm, das sichere Schwimmfähigkeit für alle Kinder ermöglicht und ein wettkampftaugliches 50-Meter-Hallenbad in Rheinland-Pfalz schafft sowie eine faire Entlohnung von Trainer*innen im Leistungssport nach tarifähnlichen Bedingungen. Nicht zuletzt ist ein Bürokratieabbau für Vereine und Ehrenamt dringend notwendig – damit Verantwortliche sich auf die Sportarbeit konzentrieren können.

Stärke die Stimme des Sports - Unterschreibe den Offenen Brief

Offener Brief in der Langversion

  • LSB-Präsidium vor Großflächenbanner

    Den offenen Brief unterzeichnet haben (v.l.) Karin Beckhaus (LSB-Vizepräsidentin), Asmus Kaufmann (Geschäftsführer Sportbund Pfalz), Monika Sauer (Präsidentin Sportbund Rheinland), Klaus Kuhn (Präsident Sportbund Rheinhessen), Thorsten Richter (Vorstand Sportbund Rheinhessen), Rudolf Stork (LSB-Präsident und Präsident Sportbund Pfalz), Walter Desch (LSB-Vizepräsident), Claudia Altwasser (LSB-Vizepräsidentin).

    Foto: Michael Heinze

Aufforderung an Sportvereine

Rudolf Storck, Präsident von LSB und Sportbund Pfalz, sowie Monika Sauer, Präsidentin des Sportbundes Rheinland, und Thorsten Richter, Vorstand des Sportbundes Rheinhessen, und weitere Mitglieder des LSB-Präsidiums haben den Offenen Brief direkt vor Ort unterzeichnet. Um den Wahlforderungen des organisierten Sports in Richtung CDU und SPD weiter Nachdruck zu verleihen, sind alle rheinland-pfälzischen Sportvereine und -verbände aufgefordert, es ihnen gleichzutun.

"Signal an die Politik"

„CDU und SPD haben unsere Wahlforderungen unterschiedlich ausführlich aufgenommen“, kommentiert LSB-Präsident Storck. „Die Unterschriften verleihen dem Sport in den Koalitionsverhandlungen mehr Gewicht. Der Politik wird signalisiert: Der Sport ist eine nicht zu unterschätzende gesellschaftliche Kraft!“

"Riesige Chancen"

Monika Sauer, Präsidentin des Sportbundes Rheinland: „In den Wahlarenen haben wir einen engagierten Austausch mit den Vertreterinnen und Vertretern der eingeladenen Parteien erlebt. Nun folgen die nächsten Schritte: Koalitionsverhandlungen, der Abschluss eines Koalitionsvertrags und die darauf basierende Regierungsbildung. Für Sport und die Politik eröffnet sich dabei eine riesige Chance, im Themenfeld Sport wichtige Weiterentwicklungen zu erzielen, die für unsere Vereine, ihre Mitglieder und die Gesellschaft insgesamt spürbar werden. Der Sportbund Rheinland steht als kompetenter Partner sowohl während der Verhandlungen als auch bei der Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen bereit.“

"Weiterhin laut bleiben" 

Asmus Kaufmann, Geschäftsführer des Sportbundes Pfalz: „Nachdem der organisierte Sport in Rheinland-Pfalz im Vorfeld der Landtagswahlen wichtige sportpolitische Inhalte sowie Forderungen in die Wahlprogramme der Parteien einfließen lassen konnte, gilt es nun weiterhin laut zu bleiben, damit sich diese auch in den Koalitionsverhandlungen der neuen Regierung wiederfinden. Das Banner sowie ein offener Brief, gemeinsam mit möglichst vielen Unterstützer*innen aus dem rheinland-pfälzischen Sport, machen hierfür den Auftakt.“

"RLP hat einiges aufzuholen"

Thorsten Richter, Vorstand des Sportbund Rheinhessen: „Die Koalition hat den Sport in den Wahlprogrammen, teilweise konkret, teilweise abstrakt, genannt. Jetzt fordern wir als Sport die Umsetzung unserer Forderungen und dringend notwendigen Anpassungen. Die Zeit des ´Geradeausfahrens´ muss endlich vorbei sein, Rheinland-Pfalz hat einiges aufzuholen im Sport. Die Politik hat es selbst in der Hand, sich Vertrauen zurückzuerobern, wenn nun spürbare Verbesserungen erarbeitet werden. Der organisierte Sport schaut genau hin, ob die Wahlversprechen auch eingehalten werden.“

Ansprechperson

Portrait von Thomas Kloth
Thomas Kloth

Hauptgeschäftsführer

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