464 Sport-Entscheider*innen haben Offenen Brief unterzeichnet

Sofortprogramm für den Sport in Rheinland-Pfalz jetzt

06.05.2026 –  LSB-Pressestelle

Zum Abschluss der Koalitionsverhandlungen von CDU und SPD schlagen der Landessportbund Rheinland-Pfalz sowie die Sportbünde Rheinland, Pfalz und Rheinhessen ein gemeinsames „Sofortprogramm Sport“ vor. „Die sportpolitischen Zusagen aus dem Koalitionsvertrag müssen jetzt zügig in sichtbare Maßnahmen überführt werden“, erwartet der Präsident des LSB, Rudolf Storck. 

Gleichzeitig muss sichergestellt sein, dass der Sport nicht erneut ein Anhängsel in einem großen Ministerium wird
Rudolf Storck. LSB-Präsident

Der organisierte Sport steht vor großen Herausforderungen: marode Sportstätten, hohe bürokratische Hürden und unzureichende personelle Ressourcen. Gleichzeitig ist das Potenzial enorm – für Bewegung, Gesundheit, Ehrenamt und internationale sportliche Erfolge. Das vorgeschlagene Sofortprogramm setzt deshalb klare Prioritäten. 

„Rheinland-Pfalz im Sport wieder an die Spitze zu führen wird ein Marathon, aber die drängendsten Projekte müssen wir jetzt mit neuen Bestleistungen angehen“, so Rudolf Storck weiter. 

Im Mittelpunkt stehen erste, konkret benannte Infrastrukturprojekte wie die Radsporthalle in Kaiserslautern, ein wettkampftaugliches 50-Meter-Hallenbad, die Großsporthalle in Mainz, die Leichtathletik Stützpunktsanierung in Zweibrücken sowie der Ausbau des Sportstättenatlas als belastbare Planungsgrundlage. Mit der Aussage im Koalitionsvertrag, dass der Sport zukünftig in der Staatskanzlei in einem Ministerium für Bundes- Europangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien beheimatet sein wird, folgen CDU und SPD einem der wichtigsten Anliegen des organisierten Sports. “Gleichzeitig muss sichergestellt sein, dass die neue Konstellation personelle und finanzielle Grundlagen hat, damit der Sport nicht erneut ein Anhängsel in einem großen Ministerium wird”, mahnt Storck an. 

Weitere Wahlforderungen des Sports, die im veröffentlichten Koalitionsvertrag stehen, sind die konsequente Weiterentwicklung der Leistungssportstrategie und ein spürbarer Bürokratieabbau. Vom Amtsgericht über die Finanzbehörden bis zu lokalen Verwaltungen müssen verschiedene Player hier mit ins Boot. Des Weiteren benötigt der Sport eine dauerhafte, auskömmliche Finanzierung von Personalstellen, insbesondere bei den Trainer*innen im Leistungssport und beim Schutz vor Gewalt. 

Der organisierte Sport appelliert deshalb an die künftige Landesregierung, innerhalb der ersten 100 Tage einen Kabinettsbeschluss zu einem Sofortprogramm zu fassen. Damit kann der Auftakt für einen verbindlichen Sportpakt für Rheinland-Pfalz, wie im Vertrag zu lesen ist und wie ihn andere Bundesländer bereits haben, gelingen. 

Rückhalt aus dem organisierten Sport 

Zusätzlichen Nachdruck erhält das Sofortprogramm durch das Ergebnis des Offenen Briefes, der zum Start der Koalitionsverhandlungen von CDU und SPD veröffentlicht wurde. Stand heute haben 464 Personen die Forderungen unterzeichnet und damit ein starkes Signal der Geschlossenheit gesendet. 76 Prozent der Unterzeichnenden haben namentlich unterschrieben. Die Mehrheit davon Vorsitzende und Vorstände von Sportvereinen und Fachverbänden. Dieses klare Votum unterstreicht: Die vorgeschlagenen Maßnahmen sind breit legitimiert, praxisnah und entsprechen dem tatsächlichen Bedarf vor Ort.

Portrait von Thomas Kloth
Thomas Kloth

Hauptgeschäftsführer

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Konstantin Piotrowski

Referent Sportpolitik