Ideenwettbewerb Ehrenamt: Ministerpräsident Schweitzer prämiert SV Lemberg und TV Oppenheim
19.01.2026 – LSB-Pressestelle
Innovative Ideen
Der Ideenwettbewerb Ehrenamt 4.0 präsentiert und prämiert innovative und kreative Ideen aus ganz Rheinland-Pfalz. Die Landesregierung möchte so die Weiterentwicklung der Projekte unterstützen, die kreativen Köpfe dahinter fördern und sie als Vorbild für neue Projekte hervorheben. Bereits zum neunten Mal fand der Wettbewerb statt. Ausgezeichnet und prämiert werden dabei ehrenamtliche Projekte, die digital oder mit digitaler Unterstützung umgesetzt werden. In diesem Jahr gingen insgesamt 57 Bewerbungen ein. Eine sechsköpfige Jury wählte die vielversprechendsten zehn Projekte aus. Die Gewinnerinnen und Gewinner erhalten ein Preisgeld in Höhe von jeweils 1.000 Euro.
"Digital in die Zukunft"
Der Ideenwettbewerb Ehrenamt 4.0 ist Teil des Projekts „Digital in die Zukunft“. Dieses wurde durch die Landesregierung 2021 initiiert mit dem Ziel Vereine, Organisationen und Projekte auf ihrem Weg in die digitale Zukunft zu unterstützen. Das übergeordnete Ziel ist es dabei, die Arbeit im Ehrenamt zu erleichtern und zu modernisieren. Zum Projekt gehören außer dem Ideenwettbewerb Ehrenamt 4.0 auch die Bausteine: Online-Fortbildung zu aktuellen Vereinsthemen, ein digitaler Werkzeugkasten, der begleitet wird durch Online-Schulungen, der Austausch guter Beispiele aus der Praxis sowie die Vernetzung, ein regionales Fortbildungs- und Technik-Verleihsystem und nach Bedarf zusätzliche Angebote für Verbände und Kommunen.
Lob von MP Schweitzer
„Wie Digitalisierung im Ehrenamt gelingen kann, zeigen die Projekte unserer diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger: Ob bei einer Webpräsenz, um KI Potenziale für das Ehrenamt zu verstehen und zu nutzen, dem digitalen Belegungsplan eines jüdischen Friedhofs, der digitalen Verfügbarmachung alter Filme und Fotos, Seniorinnen und Senioren, die von Schülerinnen und Schülern digitale Anwendungen auf ihrem Smartphone erlernen, oder ein Sportverein, der mit seinem Digitalprojekt gezielt auf die Zukunft des Ehrenamts blickt: jung, digital, kreativ. Die Projekte zeigen, wie engagierte Menschen Gemeinsinn ganz konkret leben und dabei digitale Chancen kreativ nutzen", betonte Ministerpräsident Alexander Schweitzer.
"Neue Zugänge schaffen"
„Digitale Anwendungen helfen im Ehrenamt, sich orts- und zeitunabhängig miteinander zu vernetzen. Diese Flexibilität kann neue Zugänge zum freiwilligen Engagement schaffen – gerade für junge Menschen, wenn sie studien- oder berufsbedingt nicht am selben Ort sind. Das Ehrenamt lebt von der direkten Begegnung und dem Austausch zwischen den Menschen – das soll und wird auch in Zukunft so bleiben. Digitale Anwendungen können das Ehrenamt unterstützen, ergänzen und neue Kommunikationswege eröffnen. Allen engagierten Projekten und Organisationen, auch denjenigen, die heute nicht ausgezeichnet werden, danke ich ganz herzlich für ihre Bewerbung und besonders für ihre Arbeit vor Ort", so der Ministerpräsident.
"Jung, digital und kreativ"
Der SV 1919 Lemberg setzt mit seinem Digitalprojekt gezielt auf die Zukunft des Ehrenamts: jung, digital und kreativ. Im Fokus steht die aktive Beteiligung junger Menschen an der medialen Darstellung und Weiterentwicklung des Vereinslebens. Mit der Anschaffung einer Creator-Kamera (DJI Osmo Pocket 3) und dem Aufbau eines Jugendmedienteams wurden neue Beteiligungsformate eröffnet, in denen Jugendliche Inhalte selbst produzieren, gestalten und veröffentlichen. Durch Formate wie „Jugendliche zeigen ihren Verein“, Event-Recaps oder Behind-the-Scenes-Einblicke wird das Engagement im Verein sichtbar gemacht – aus der Perspektive der Jugendlichen selbst. Das Projekt ist Teil eines umfassenden Digitalisierungsprozesses im Verein. Er arbeitet inzwischen vollständig papierlos, verfügt über ein Online-Platzbelegungssystem, eine digitale Mitgliederverwaltung, eine smarte, App-gesteuerte Rasenbewässerung und einen modernen Social-Media-Auftritt. Ziel ist die Stärkung von jungem Engagement durch digitale Werkzeuge und attraktive Mitmachformate. So will der Verein nicht nur bestehende Mitglieder aktivieren, sondern auch neue gewinnen – besonders junge Menschen, die sich auf Augenhöhe in moderne Vereinsarbeit einbringen möchten“.
„Zukunft Verein(t)“
Der traditionsreiche Turnverein 1846 Oppenheim zählt über 1.500 Mitglieder, zehn Abteilungen und fast 80 Sportgruppen. Wie andere steht auch der Verein durch sich ändernde Gesellschaftsstrukturen, Einstellung zum Ehrenamt und gleichzeitig wachsende Anforderungen an den rein ehrenamtlich geführten Verein vor großen Herausforderungen. Mit dem Projekt „Zukunft Verein(t)“ setzt er auf einen Doppelansatz: Zum einen unterstützt ein Coaching durch Klubtalent dabei, bestehende Strukturen zu reflektieren, zu entlasten und weiterzuentwickeln. Zum anderen wird die Vereinsverwaltung konsequent digitalisiert. Dies geschieht durch die Einführung der Software campai mit Modulen für Mitgliederverwaltung, Finanzen, Kurs- und Hallenplanung, Veranstaltungsmanagement, Übungsleiter-Datenbank, Abrechnung, Auswertungen und Vereins-App. Ziel ist es, Ehrenamtliche spürbar zu entlasten, durch Effizienzsteigerung und Transparenz mehr Zeit für zukunftsorientierte und strategische Vereinsarbeit und sowie Ideen zu schaffen und zugleich den familiären Vereinscharakter trotz Größe des Vereins zu erhalten.
Weitere Infos
Weitere Infos zum Ehrenamt in Rheinland-Pfalz finden sich auf dem Ehrenamtsportal www.wir-tun-was.rlp.de
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