Grafik mit Jugendlichen, die per digitalen Tools Begegnungen begehen
Foto: DFJW

Neue DFJW-Ausschreibung fördert deutsch-französische und trilaterale Begegnungen im digitalen Format

„Digital ganz nah“

16.06.2020 –  Landessportbund & DFJW

Die Corona-Krise und ihre erforderten Sicherheitsmaßnahmen und Abstandsregeln erschweren Begegnungen aller Art – ganz besonders aber die internationalen. Die zwischenzeitlichen Grenzschließungen verhinderten analogen Austausch mit unseren europäischen Nachbarn gänzlich. Das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) nutzte diese Phase, um neue digitale Ansätze für Programme zu entwickeln, die einen Austausch in Zeiten der Pandemie ermöglichen. Ein daraus resultierendes Ergebnis startet nun Ihre Pilotphase: Die Ausschreibung „Digital ganz nah“ soll deutsch-französische und trilaterale Begegnungen im digitalen oder Blended-Learning-Format (digitale Treffen sowie Treffen im Präsenzformat) fördern.

Der Projektaufruf „Digitalganz nah“ richtet sich an öffentliche oder gemeinnützige Träger im Bereich der formalen und non-formalen Bildung sowie an Akteure der Jugendarbeit in Deutschland und Frankreich. Er soll Anreize geben, mit digitalen Tools einen Online-Austausch zwischen jungen Menschen aus beiden Ländern und ggf. einem weiteren Land zu veranstalten. Ziel der Projekte ist dabei die Kontakte zwischen jungen Menschen und Partnern im Rahmen deutsch-französischer und trilateraler Projekte auch während der Corona-Krise aufrechterhalten.

Die digitale Kommunikation soll dabei als Chance verstanden werden, um innovative Formate und interkulturelle sowie sprachliche Lernsituationen im Online-Bereich zu entwickeln. Themen können dabei das interkulturelle lernen oder die Sensibilisierung für die Partnersprache und –kultur, aber auch das Leben in Zeiten der Corona-Pandemie sowie soziale Isolation und digitale Begegnung sein.

Diese Formate sind vorgesehen

Im Rahmen von „Digital ganz nah“ stellt sich das DFJW folgende Formate der Begegnungen vor:

  • Digitale Begegnungen: Die Teilnehmenden loggen sich mithilfe digitaler Tools von zu Hause aus ein, um mit der gesamten Gruppe oder in Arbeitsgruppen zu diskutieren, sich auszutauschen und um ihre jeweiligen Ergebnisse vorzustellen.
  • Mischformate aus digitalen und physischen Begegnungen: Parallel zu digitalen Begegnungen kann eine physische Begegnung mit Teilnehmenden, die im selben Land wohnen, organisiert werden. Physische Begegnungen von Teilnehmenden mit Wohnsitz im gleichen Land sind ausdrücklich nur dann möglich, wenn sie mit einer Begegnung oder einem gleichzeitigen Online-Austausch mit der bzw. den Partnergruppe(n) kombiniert werden.
  • Projekte in Blended Learning-Format: Die Teilnehmenden können gemeinsam oder einzeln online und aus der Entfernung die verschiedenen Phasen der Vorarbeit für eine physische Begegnung von 2 (oder 3) Gruppen leisten oder aber ihr Projekt nach der Begegnung online fortsetzen. Online-Begegnungen und physische Treffen finden in diesem Fall nacheinander statt. Diese Formate können für deutsch-französische und trilaterale Begegnungen genutzt werden.

Förderung von bis zu 15.000 Euro

Die Projekte müssen sich an Kinder, Schüler*innen, junge Menschen in der Berufsausbildung, Studierende, Arbeitssuchende, junge Berufstätige und Akteure der Jugendarbeit richten. Das DFJW fördert die Teilnahme junger Menschen mit besonderem Förderbedarf, damit sie gleichen Zugang zu den Vorteilen der Digitalisierung haben.

Die Projekte müssen bis zum 31. Dezember 2020 stattfinden. Im Rahmen eines schlüssigen Finanzierungsplans fördert das DFJW unter anderen Programmkosten wie die Miete von IT-Material, digitalen Tools oder Lizenzgebühren. Es handelt sich dabei um eine Pauschalförderung von maximal 15.000 Euro. Um Projektideen zu erleichtern, findet man auf der DFJW-Website eine Liste mit digitalen Tools, die zum Einsatz kommen könnten.

Das Antragsformular ist hier abrufbar.

Alle weiteren Informationen zur Förderung, Kriterien für Antragssteller*innen und Fördervoraussetzungen,  findet Ihr hier.

Portrait Daniel Mouret
Daniel Mouret

Referent für internationale Fragen