Integrative Ferienwoche von Fontana Finthen auch dank LSB-Förderung ein Erfolg

04.09.2023 –  Michael Heinze

Dass die integrative Ferienwoche des VfL Fontana Finthen ein voller Erfolg ist, davon hat sich jetzt auch Innenminister Michael Ebling höchstselbst überzeugt. Unter dem Motto „Wir kicken, haben Spaß und treiben ganz viel Sport in verschiedenen Sportarten“ fühlten sich 72 Jungs und Mädels im Alter zwischen 5 und 13 Jahren unter den Fittichen von Winfried Schmitt, Sozial- und Integrationsbeauftragter des Fußball-Bezirksligisten, sowie Jugendleiter Tim Klotz fünf Tage lang bestens aufgehoben. Gefördert wurden die fünf Tage auf der Sportanlage an der Römerquelle im westlichen Mainzer Stadtteil vom Landessportbund und dem Bundesprogramm „Integration durch Sport“.

Unter den Teilnehmenden sind etliche Kinder mit Migrationshintergrund aus sozial schwachen Verhältnissen. Der LSB unterstützt die Ferienwoche mit einer sogenannten Mikroprojektförderung. Bezuschusst werden unter anderem die Kosten für die Betreuer*innen, Materialkosten sowie Kosten für Ausflüge während der fünf Tage. „Mit dem Besuch des Ministers wollten wir an erster Stelle dem VfL Fontana Finthen eine Wertschätzung für seine hervorragende Arbeit im Bereich Integration aussprechen“, erläutert Christian Bürkel, Programmleiter „Integration durch Sport“ beim LSB. Zugleich dokumentiere Eblings Interesse am Thema aber auch, wie sehr er die (integrative) Arbeit des Sports in RLP schätze. „Dafür“, so Bürkel, „sind wir sehr dankbar.“

Minister Ebling zeigte sich beindruckt von der integrativen Kraft des Sports und lobte das Projekt in hohen Tönen. Der VfL Fontana Finthen mit seinen 450 Mitgliedern – darunter 250 Kinder und Jugendliche – und 14 Jugendmannschaften ist einer von insgesamt 36 Stützpunktvereinen „Integration durch Sport“ in RLP. „Die Zusammenarbeit verläuft äußerst positiv und reibungslos“, freut sich Lara Strelau, Referentin für Integration beim LSB. „Der Verein passt zum Profil des Bundesprogramms, da er sich nachdrücklich für die relevanten Themenbereiche einsetzt.“ Sowohl die Integrationsarbeit als auch das ehrenamtliche Engagement des Vereins fügten sich bestens in die Zielsetzungen des Bundesprogramms ein. Die Fontana habe über eine längere Zeitspanne hinweg immer wieder vorbildhafte Integrationsmaßnahmen initiiert – und werde dabei auch schon viele Jahre durch die Förderung im Rahmen des Bundesprogramms unterstützt. „Wir bekommen sehr, sehr hohe Zuschüsse“, schwärmt Winfried Schmitt. „So können wir unter anderem den Trainer*innen der Ferienwoche ein bisschen mehr Geld zahlen – 200 statt bisher 100 Euro für ihre 40-Stunden-Woche.“

  • Ferienwoche Finthen

    Hoher Besuch an der Finther Römerquelle: Minister Michael Ebling (hintere Reihe, 2.v.r.) zeigt sich ebenso wie IdS-Programmleiter Christian Bürkel (l.) und LSB-Abteilungsleiter Gesellschaftspolitik Oliver Kalb (2.v.l.) begeistert von der tollen Arbeit, die die Fontana-Verantwortlichen um Tim Klotz (r.) und Winfried Schmitt (letzte Reihe mit Zeigefinger) seit vielen Jahren leisten.

    Foto: M. Heinze

Das Bundesprogramm „Integration durch Sport“ wird in Deutschland seit 34 Jahren umgesetzt. Es partizipieren alle 16 Bundesländer sowie der DOSB an der Umsetzung. Finanziert wird das Bundesprogramm vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Zusätzlich zu den bereitgestellten Bundesmitteln beteiligt sich der LSB mit 20 Prozent Eigenmitteln an der Programmarbeit in RLP, die in die Abteilung Gesellschaftspolitik integriert ist. Größte Fördersäule ist dabei die Förderung sogenannter Stützpunktvereine. Das sind Vereine, die sich in besonders hohem Maß für die Integrationsarbeit engagieren. „Wir sind angewiesen auf die Arbeit solcher Stützpunktvereine und versuchen punktuell, mit Projektförderungen an den Strukturen zu arbeiten und die Vereine dabei zu unterstützen, solche Aktionen durchzuführen“, macht Lara Strelau deutlich.

Der VfL Fontana Finthen möchte mit seiner Ferienwoche gerade Kindern, die aus finanziellen Gründen nicht mit ihren Eltern in den Urlaub fahren können, eine erlebnisreiche Woche mit viel Sport und Ausflügen bieten. „Noch größer sind die sozialen Ziele“, verrät Winfried Schmitt. „Zugewanderte Kinder und Einheimische lernen sich viel besser kennen, wenn sie von morgens bis abends zusammen sind und sich die Gruppe währenddessen durchmischt. Die Kinder essen auch zusammen und müssen lernen, sich an Regeln zu halten – was einigen schwerfällt.“ Eine spezielle Stärke der Fontana liege denn auch in der Vielfalt der Mitglieder im Verein – insbesondere im Jugendbereich. Diese Diversität spiegele die weltoffene Ausrichtung des Vereins wider und sei Beleg für seine Fähigkeit, eine integrative und bunte Gesellschaft zu schaffen. „Fontana Finthen – Integrationsverein“, resümiert Jugendleiter Klotz. „Das ist unsere Marke, mit der gehen wir auch hausieren.“

Ansprechperson

Christian Bürkel

Programmleiter „Integration durch Sport“

Lara Strelau

Programmreferentin „Integration durch Sport“ Rheinhessen und Referentin Inklusion