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"Eine Fülle toller und kreativer Veranstaltungen" / 250 Teilnehmer*innen / LSB-Abteilungsleiter Oliver Kalb im Interview

Aktionswoche "Sport lebt Vielfalt" ein voller Erfolg

17.11.2021 –  Michael Heinze

Die Anerkennung unterschiedlicher Interessen, körperlicher Voraussetzungen, kultureller Hintergründe und sexueller Orientierungen gilt als Schlüsselqualifikation für ein friedvolles Zusammenleben in unserer Gesellschaft. Für Vereine und Verbände ergibt sich daraus eine Fülle an Potenzialen, für die der Landessportbund Rheinland-Pfalz (LSB) gemeinsam mit den Partnern der Steuerungsgruppe Inklusion sowie dem Bundesprogramm „Integration durch Sport“ im Rahmen der Aktionswoche „Sport lebt Vielfalt“ sensibilisiert hat. Drei Fragen an Oliver Kalb, LSB-Abteilungsleiter für Gesellschaftspolitik.

Herr Kalb, wie fällt Ihr Fazit nach der Vielfaltswoche aus?
Auch wenn die Aktionswoche in diesem Jahr aufgrund der hochdynamischen Pandemie-Lage mit einem etwas kleineren Programm umgesetzt werden musste, werten wir sie doch als vollen Erfolg auf dem Weg hin zu mehr Inklusion, Integration und Antidiskriminierung im rheinland-pfälzischen Sport. Wir blicken zurück auf eine Fülle toller und kreativer Veranstaltungen, bei denen wir rund 250 interessierte Teilnehmer*innen aus ganz Rheinland-Pfalz zum Austausch, Vernetzen, Diskutieren und gegenseitigen Informieren begrüßen durften.

Wie viele Veranstaltungen gab es, wie viele Menschen haben Sie damit erreicht – und was waren die Highlights?
An sieben Tagen wurden zwölf Veranstaltungen zu den Themen Inklusion, Integration und Anti-Diskriminierung angeboten. Letztlich werten wir jede Veranstaltung für sich als ein Highlight. Denn alle Veranstaltungen haben gemeinsam eine starke Botschaft entsendet – Sport lebt VIELFALT in Rheinland-Pfalz. Angefangen bei einer Auftaktveranstaltung, die die Forschungsergebnisse zur Umsetzung des Sport-Inklusionslotsenprojektes vorgestellt hat, über zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten – unter anderem zu den Themen „Einblicke in die inklusive Sportpraxis“ oder „Homophobie im Sport“ – bis hin zu sportlichen Mitmachangeboten beim SV Spesbach oder FSV Mainz 05. Gefreut hat uns auch das Mitwirken von Special Olympics, dem Behinderten- und Rehabilitationssport-Verband, der Deutschen Turnerjugend und der Rhein-Mosel-Werkstatt, die mit ihren Programmpunkten einen tollen Beitrag zu mehr Inklusion geleistet haben.

Wird es im kommenden Jahr eine Neuauflage geben – und was werden Sie dann anders machen bzw. welche neuen Schwerpunkte werden Sie setzen?
Die Aktionswoche hat uns eindrücklich gezeigt, dass Rheinland-Pfalz über eine lebendige und vielfältige Vereinslandschaft verfügt, die tagtäglich durch tausende Sportler*innen – unabhängig von deren Geschlecht, Interessen, körperlichen Voraussetzungen oder kulturellen Hintergründen – geformt wird. Trotz vieler Erfolge und positiver Beispiele in ganz Rheinland-Pfalz ist aber auch bekannt, dass die Anerkennung und Wertschätzung von Verschiedenheit nicht flächendeckend gelebt werden. Deshalb wird es auch in den kommenden Jahren unser Ziel sein, dafür zu sensibilisieren, dass Vielfalt im Sport der Schlüssel für ein friedvolles Miteinander ist. Ob dafür auch 2022 eine Vielfaltswoche umgesetzt wird, kann ich heute noch nicht final mitteilen. Die Chancen dafür stehen aber gut.

Ansprechperson

Portrait Oliver Kalb
Oliver Kalb

Abteilungsleiter Gesellschaftspolitik - Ansprechperson Prävention sexualisierter Gewalt