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LSB

Wir feiern 30 Jahre Bundesprogramm "Integration durch Sport" in Rheinland-Pfalz!

30 Jahre und 30 Gesichter

Der Landessportbund feiert in diesem Jahr die 30-jährige Umsetzung des Bundesprogramms "Integration durch Sport" in Rheinland-Pfalz. Dieses Jubiläum kann nur gefeiert werden, weil es viele Ehrenamtler*innen, Sportler*innen, Eltern, Kinder, Hauptamtler*innen - ob mit oder ohne Migrationsbiografie - gab und gibt, die diese drei Jahrzehnte mitgeschrieben haben. Ohne die zwischenmenschlichen Begegnungen, Freundschaften, individuellen Erfahrungen und das unermüdliche Engagement, wäre "Integration durch Sport" in Rheinland-Pfalz heute nicht das, was es ist. Diese Begegnungen der vergangenen 30 Jahre möchten wir in den kommenden Wochen mit 30 Gesichtern und ihren Geschichten sichtbar machen.

Wie alles begann...

...und sich entwickelte

Ein genaues Gründungsdatum des heutigen Bundesprogramms „Integration durch Sport lässt sich nicht ausmachen. Am Anfang stand der Wunsch, über den Sport die Integration von Aussiedlern*innen zu ermöglichen, die Ende der 80er Jahre aus den vielen Staaten der sich auflösenden UdSSR nach Deutschland kamen. Allein 1988 waren es über 200.000 Menschen.

1989 - Startschuss: "Sport für Alle - Sport mit Aussiedlern"

  • Aus der Idee entstand im Zusammenspiel zwischen dem damaligen Präsidenten des Deutschen Sportbundes, Hans Hansen, und Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble das erste Konzept für das Projekt „Sport mit Aussiedlern“. Es wurde im Juni und Juli 1989 mit der Einstellung einer Bundeskoordinatorin beim DSB und acht Regionalkoordinator*innen bei den Landessportbünden in Berlin, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen ins Leben gerufen.
  • In Dr. Schäuble wurde ein starker Fürsprecher gefunden, der auf die Integrationskraft des Sports vertraute und sich politisch für die Finanzierung des Projektes stark machte. Es wurden Sportmobile angeschafft und schon bald wurden diese Fahrzeuge als niedrig-schwellige Kontaktpunkte eine bekannte Erscheinung in den damaligen Aussiedlerheimen.
  • Die Geschichte hat längst die einfachen Anfänge mit den Sportmobilen überholt. Schon zwei Jahre nach dem Start wurde das Programm auf die fünf neuen Bundesländer ausgedehnt. Längst bilden nicht mehr nur Aussiedler*innen den Schwerpunkt der Arbeit der Starthelfer*innen, sondern alle Menschen mit Migrationsbiografie.
  • Sportmobil von 1990 mit LSB-Mitarbeitenden

    Sport für Alle - Sport mit Aussiedlern: Das LSB-Sportmobil von 1990

    Foto: LSB-Archiv

2002 - Namenswechsel: "Integration durch Sport"

  • Mitte der 90er-Jahre waren in den Übergangswohnheimen auch
    Asylbewerber*innen untergebracht. Damit änderte und erweiterte sich die Zielgruppe des Projekts "Sport mit Aussiedlern". Gegen diese Abgrenzung und Unterscheidung stellten sich die Programmmitarbeiter*innen. Die Fördermöglichkeiten und die gleichberechtigte Teilhabe am Sport sollte für alle möglich sein.
  • 2002 wurde dann schließlich das Projekt von "Sport für alle - Sport mit Aussiedlern" in Bundesprogramm "Integration durch Sport" umbenannt und die Zielgruppe erweitert. Das war ein ganz wichtiger Schritt in die richtige Richtung.
  • Die Kooperation mit Netzwerkpartnern wie den Kirchen, der Polizei oder sozialen Einrichtungen wurde gezielt gesucht. Im gesamten Projektzeitraum war es dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat zu verdanken, dass die Arbeit im bewährten Umfang fortgeführt und die finanzielle Förderung konstant aufrecht erhalten werden konnte.
  • Integration durch Sport: Seit 2009 trägt das Bundesprogramm den neuen Namen.

2009 - Jubiläum: Integration durch Sport wird 20 Jahre alt

In über 20 Jahren Arbeit in der Thematik „Integration durch Sport“
ist hier eine besondere Integrationskultur entstanden – ein Werte und
Handlungssystem hat sich entwickelt und stellt sich einer
permanenten Veränderung.

2015 - Herausforderung: "Flüchtlingswelle"

  • Mit der sogenannten "Flüchtlingswelle" 2015/ 2016 reisten 1,5 Millionen Flüchtende in die Europäische Union ein.
  • Auf die gesamtgesellschaftliche Auswirkung dieser Fluchtbewegung und die steigende Anzahl der Asylbewerber*innen reagierte die Bundesregierung, und damit auch das BMI und das BAMF, mit der Verdopplung der finanziellen Förderung des Programms "Integration durch Sport". Es konnte mehr Personal eingestellt, mehr integrative Vereinsprojekte gefördert, mehr Beratungsarbeit geleistet und mehr Qualfizierungsangebote geschaffen werden.
  • Bundeskanzlerin Angela Merkels "Wir schaffen das!" ist für diese Zeit eine markante und bezeichnende Aussage, die ein gesamtgesellschaftliches Miteinander, Vertrauen aber auch Misstrauen auslöste.

 

  • Ein  Geflüchteter bildet ein Herz mit seinen Händen.
    Foto: iStock/RadekProcyk

2020 - 30 Jahre und Gesichter: Wir leben Vielfalt

Der Landessportbund feiert in diesem Jahr die 30-jährige Umsetzung des Bundesprogramms "Integration durch Sport" in Rheinland-Pfalz.  

Ohne die zwischenmenschlichen Begegnungen, Freundschaften, individuellen Erfahrungen und das unermüdliche Engagement, wäre "Integration durch Sport" in Rheinland-Pfalz heute nicht das, was es ist. Diese Begegnungen der vergangenen 30 Jahre möchten wir in den kommenden Wochen mit 30 Gesichtern und ihren Geschichten sichtbar machen.

Ob erfolgreich im Leistungssport, in der Betreuung beim Freizeit- und Breitensport oder in verantwortlicher Position in Politik und Wirtschaft: "Integration durch Sport" schreibt seine Erfolgsgeschichte in vielen Bereichen unserer Gesellschaft. Sinnbildlich dafür stehen die einzelnen Gesichter der unterschiedlichen Protagonist*innen. Hinter jedem verbirgt sich ein ganz besonderer Teil der vergangenen 30 Jahre "Integration durch Sport".

Ihre Geschichten sind Ausdruck für die unterschiedlichen Facetten des gesellschaftlichen Engagements und der Vielfalt im organisierten Sport. Nur wer ihre Gesichter kennt und ihre Geschichten hört, versteht was durch den Sport in den letzten Jahrzehnten erreicht wurde.

Den Startpunkt unserer Kampagne setzen fünf aktuelle und ehemalige LSB-Mitarbeiter*innen, die 1990 das erste Mal gemeinsam mit dem Sportmobil und für das Projekt "Sport für Alle - Sport mit Aussiedlern" unterwegs waren. Jede Woche veröffentlichen wir hier ein neues Gesicht. Klickt einfach darauf und erfahrt die Geschichte dahinter!

Werde auch Du Teil dieser Erfolgsgeschichte!

Du kannst auch von einer beispielhaften Geschichte aus 30 Jahren "Integration durch Sport" in Rheinland-Pfalz berichten? Dann zeig auch Du Dein Gesicht und teile die besonderen Erfahrungen mit Anderen. Melde Dich bei unseren Ansprechpersonen zum Programm "Integration durch Sport" und werde Teil dieser einzigartigen Erfolgsgeschichte.

Mit seinen Förderungen unterstützt der Landessportbund rheinland-pfälzische Sportvereine in ihrem Engagement Angebote zu schaffen, die es Menschen mit Migrationshintergrund und sozial Benachteiligte ermöglicht am organisierten Vereinssport zu partizipieren.

Informiert Euch jetzt und schreibt mit Eurem Verein an einer eigenen Erfolgsgeschichte mit "Integration durch Sport". Unsere Ansprechpersonen beraten Sie gerne bei der Umsetzung erster integrativer Ideen und Angeboten in ihrem Sportverein.   

Ansprechperson

Portrait Nedia Zouari-Ströher
Nedia Zouari-Ströher

Programmreferentin Rheinhessen