Gebäudemodernisierung: Neue Herausforderungen für Sportvereine mit eigenen Sportstätten
24.08.2026 – LSB-Pressestelle
Praxisnahe Beratung
Gerade für Sportvereine mit vereinseigenen Anlagen wird das Thema in den kommenden Jahren zunehmend an Bedeutung gewinnen. Energetische Sanierungen, der Austausch und die Modernisierung von Heizungsanlagen sowie weitere Anforderungen an die Gebäudetechnik stellen insbesondere ehrenamtlich geführte Vereine vor neue fachliche und finanzielle Herausforderungen. Die Veranstaltung machte deutlich, dass neben der Kenntnis der gesetzlichen Vorgaben vor allem praxisnahe Beratung und konkrete Unterstützung benötigt werden.
Gesetzliche Rahmenbedingungen
Christiane Heimerdinger vom Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Energie und Klima Rheinland-Pfalz stellte die wesentlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen vor und ordnete ein, welche Anforderungen sich daraus für bestehende Gebäude und deren Modernisierung ergeben. Neben den rechtlichen Grundlagen standen dabei insbesondere praktische Hinweise und konkrete Fragestellungen im Mittelpunkt, die für Sportvereine mit eigenen Immobilien von Bedeutung sind. Die zahlreichen Rückfragen aus den Vereinen zeigten, dass das Thema vielerorts bereits angekommen ist – gleichzeitig aber noch erheblicher Informations- und Beratungsbedarf besteht.
Perspektive des organisierten Sports
Jens Scheib vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) ergänzte die Veranstaltung um die Perspektive des organisierten Sports. Er zeigte auf, wie sich der DOSB mit den Auswirkungen der gesetzlichen Vorgaben auf die Sportstätteninfrastruktur auseinandersetzt und welche Positionen und Forderungen gegenüber der Politik vertreten werden. Dabei wurde deutlich: Die energetische Transformation der Sportstätten ist grundsätzlich notwendig, muss für die Vereine aber finanziell und organisatorisch leistbar bleiben. Gerade Vereine, die ihre Anlagen überwiegend ehrenamtlich betreiben, benötigen geeignete Fördermöglichkeiten, verlässliche Rahmenbedingungen und fachliche Unterstützung bei der Umsetzung.
TVM als Best-Practice-Beispiel
Wie eine energetische Modernisierung auf Vereinsebene konkret angegangen werden kann, zeigte Dieter Hackebeil vom TV 1860 Mußbach. In seinem engagierten Praxisvortrag berichtete er von den Erfahrungen des Vereins und den bereits umgesetzten Maßnahmen an den eigenen Sportstätten. Damit lieferte der TV 1860 Mußbach ein anschauliches Best-Practice-Beispiel aus der Vereinspraxis. Der Vortrag machte zugleich deutlich, wie wichtig engagierte Verantwortliche, eine intensive Auseinandersetzung mit technischen Möglichkeiten sowie eine gute Planung für die erfolgreiche Umsetzung solcher Maßnahmen sind.
Gewinnbringende Kombination
Die Kombination aus gesetzlichen Rahmenbedingungen, sportpolitischer Perspektive und konkreter Vereinspraxis erwies sich als besonders gewinnbringend. Gleichzeitig zeigte der intensive Austausch mit den teilnehmenden Vereinen, dass noch viele praktische Fragen bestehen. Das Gebäudemodernisierungsgesetz und die energetische Weiterentwicklung von Sportstätten werden den organisierten Sport deshalb auch in den kommenden Jahren intensiv beschäftigen. Neben geeigneten Förderprogrammen wird es insbesondere darauf ankommen, Beratungs- und Unterstützungsstrukturen weiterzuentwickeln, damit auch ehrenamtlich geführte Sportvereine die notwendigen Modernisierungsprozesse bewältigen können.
Das könnte Dich auch interessieren
24.08.2026 – Vereinsservice Sportentwicklung
12.04.2026 – Vereinsservice Wettbewerbe Sportentwicklung
24.02.2026 – Vereinsservice Gewaltprävention im Sport
24.02.2026 – Landessportbund RLP Vereinsservice
18.02.2026 – Vereinsservice Gewaltprävention im Sport
06.02.2026 – Vereinsservice Sportentwicklung Gesundheit & Sport
16.12.2025 – Vereinsservice
10.10.2025 – Landessportbund RLP Vereinsservice
17.09.2025 – Vereinsservice Wettbewerbe
16.09.2025 – Vereinsservice Sportentwicklung Schule & Sport