Gebäudemodernisierung: Neue Herausforderungen für Sportvereine mit eigenen Sportstätten

24.08.2026 –  LSB-Pressestelle

Welche Auswirkungen hat das Gebäudemodernisierungsgesetz auf Sportvereine, die eigene Sportstätten und Vereinsgebäude betreiben? Mit dieser Frage beschäftigte sich eine Fachveranstaltung des Instituts für Sportstättenentwicklung (ISE) gemeinsam mit dem Sportbund Pfalz und dem Landessportbund beim TV 1860 Mußbach. Im Mittelpunkt standen die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die Perspektive des organisierten Sports sowie ganz konkrete Erfahrungen aus der Vereinspraxis.

Praxisnahe Beratung

Gerade für Sportvereine mit vereinseigenen Anlagen wird das Thema in den kommenden Jahren zunehmend an Bedeutung gewinnen. Energetische Sanierungen, der Austausch und die Modernisierung von Heizungsanlagen sowie weitere Anforderungen an die Gebäudetechnik stellen insbesondere ehrenamtlich geführte Vereine vor neue fachliche und finanzielle Herausforderungen. Die Veranstaltung machte deutlich, dass neben der Kenntnis der gesetzlichen Vorgaben vor allem praxisnahe Beratung und konkrete Unterstützung benötigt werden.

  • ISE

    Welche Auswirkungen hat das Gebäudemodernisierungsgesetz auf Sportvereine, die eigene Sportstätten und Vereinsgebäude betreiben? Mit dieser Frage beschäftigte sich eine Fachveranstaltung des Instituts für Sportstättenentwicklung gemeinsam mit dem Sportbund Pfalz und dem Landessportbund beim TV 1860 Mußbach.

    Foto: ISE

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Christiane Heimerdinger vom Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Energie und Klima Rheinland-Pfalz stellte die wesentlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen vor und ordnete ein, welche Anforderungen sich daraus für bestehende Gebäude und deren Modernisierung ergeben. Neben den rechtlichen Grundlagen standen dabei insbesondere praktische Hinweise und konkrete Fragestellungen im Mittelpunkt, die für Sportvereine mit eigenen Immobilien von Bedeutung sind. Die zahlreichen Rückfragen aus den Vereinen zeigten, dass das Thema vielerorts bereits angekommen ist – gleichzeitig aber noch erheblicher Informations- und Beratungsbedarf besteht.

Perspektive des organisierten Sports

Jens Scheib vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) ergänzte die Veranstaltung um die Perspektive des organisierten Sports. Er zeigte auf, wie sich der DOSB mit den Auswirkungen der gesetzlichen Vorgaben auf die Sportstätteninfrastruktur auseinandersetzt und welche Positionen und Forderungen gegenüber der Politik vertreten werden. Dabei wurde deutlich: Die energetische Transformation der Sportstätten ist grundsätzlich notwendig, muss für die Vereine aber finanziell und organisatorisch leistbar bleiben. Gerade Vereine, die ihre Anlagen überwiegend ehrenamtlich betreiben, benötigen geeignete Fördermöglichkeiten, verlässliche Rahmenbedingungen und fachliche Unterstützung bei der Umsetzung.

TVM als Best-Practice-Beispiel

Wie eine energetische Modernisierung auf Vereinsebene konkret angegangen werden kann, zeigte Dieter Hackebeil vom TV 1860 Mußbach. In seinem engagierten Praxisvortrag berichtete er von den Erfahrungen des Vereins und den bereits umgesetzten Maßnahmen an den eigenen Sportstätten. Damit lieferte der TV 1860 Mußbach ein anschauliches Best-Practice-Beispiel aus der Vereinspraxis. Der Vortrag machte zugleich deutlich, wie wichtig engagierte Verantwortliche, eine intensive Auseinandersetzung mit technischen Möglichkeiten sowie eine gute Planung für die erfolgreiche Umsetzung solcher Maßnahmen sind.

Gewinnbringende Kombination

Die Kombination aus gesetzlichen Rahmenbedingungen, sportpolitischer Perspektive und konkreter Vereinspraxis erwies sich als besonders gewinnbringend. Gleichzeitig zeigte der intensive Austausch mit den teilnehmenden Vereinen, dass noch viele praktische Fragen bestehen. Das Gebäudemodernisierungsgesetz und die energetische Weiterentwicklung von Sportstätten werden den organisierten Sport deshalb auch in den kommenden Jahren intensiv beschäftigen. Neben geeigneten Förderprogrammen wird es insbesondere darauf ankommen, Beratungs- und Unterstützungsstrukturen weiterzuentwickeln, damit auch ehrenamtlich geführte Sportvereine die notwendigen Modernisierungsprozesse bewältigen können.

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