Wittlich bleibt für drei weitere Jahre Landesstützpunkt Handball und heimst viel Lob ein
30.06.2026 – LSB-Pressestelle
Effiziente Talentsichtung
Alles begann in Corona-Zeiten: Da suchte der Landessportbund Rheinland-Pfalz Orte und Vereine für Landesstützpunkte in verschiedenen Sportarten. Beim Handball waren die Kriterien für diese Auszeichnung neben der leistungssportlichen Ausrichtung speziell in der Nachwuchsförderung die Qualifikation der Trainer, die Anzahl der Kaderspieler*innen in Landes- und Verbandsauswahlen, die Infrastruktur der Sportstätten sowie die Kooperation mit anderen Vereinen und Schulen, um eine effiziente Talentsichtung und Talentförderung zu gewährleisten. Alle diese Punkte erfüllten die HSG Wittlich und die BBS-Halle Wittlich.
Klaus Kuhn überreicht Urkunde
Gesagt, getan – erst beworben, dann den Zuschlag erhalten. Erstmals wurde Wittlich Landesstützpunkt in den Jahren 2022/23, dann für zwei weitere Jahre (2024/25) – und nun wurde dieses Prädikat gleich für drei weitere Jahre – 2026 bis 2028 – verliehen. Die offizielle Plakette ist schon an der BBS-Halle angebracht, in einer Feierstunde mit Vertretern aus dem Handball und der Lokalpolitik überreichte LSB-Vizepräsident Klaus Kuhn nun auch die offizielle Urkunde an Axel Weinand, den Vorsitzenden der HSG. Wittlich ist einer von drei Handball-Stützpunkten im Land, der einzige in der Region.
„Seit 35 Jahren ein toller Verein“
„Auch wenn die BBS-Halle schon etwas älter ist, ist sie genau, das, was wir für unsere Mannschaften brauchen, zum Beispiel, was die Ausstattung betrifft, aber speziell, dass hier mit Harz trainiert werden darf – das gehört zum Handball einfach dazu. Die HSG hat diesen Stützpunkt absolut verdient, sie ist seit 35 Jahren ein toller Verein mit seinen über 400 Mitgliedern“, betonte Kuhn, der auch ehemaliger Präsident des Handballverbands Rheinhessen ist.
Dank an den Hausmeister
Axel Weinand lobte die Zusammenarbeit aller Beteiligten – Stadt Wittlich, Kreis Bernkastel-Wittlich, LSB – ohne die die erfolgreiche Stützpunktarbeit nicht möglich wäre. Sein besonderer Dank ging an Christoph Ehlen, den Hausmeister der BBS-Halle, für dessen unermüdliche Unterstützung der HSG. Die Arbeit des Stützpunktes wird auch durch Fördergelder des LSB sowie der Stiftung Stadt Wittlich finanziell unterstützt. Insgesamt acht ehemalige Spieler*innen der HSG Wittlich sind nun in Leistungszentren von Bundesligisten oder spielen sogar in der Ersten Liga. „Das wäre auch ohne die Auswahltrainings am Stützpunkt nicht möglich gewesen“, sagte Weinand.
„Ganz viel Leidenschaft“
Wie wichtig die HSG – nicht nur wegen des Stützpunkts - für den Handball zwischen Trier und Koblenz und darüber hinaus ist, betonte Kay Lister, Vizepräsident Jugend Handballverband Rheinland: „Wir wissen absolut zu schätzen, was bei der HSG Wittlich geleistet wird. Hier ist nicht nur die nötige Kompetenz an Trainern vorhanden, sondern alle sind mit ganz viel Leidenschaft und Engagement dabei. Daher ist die HSG eine riesige Stütze für den HVR, wir sind daher froh und dankbar, dass es den Verein gibt und der Stützpunkt verlängert wurde.“
Landesweites Pilotprojekt
Auf eine besondere Leistung des Stützpunkts Wittlich ging Rudi Engel, Vorstand und Trainer RLP-Handball, ein: „In der BBS-Halle entstand ein landesweites Pilotprojekt für das vom Deutschen Handballbund geforderte Athletiktraining unserer Auswahlmannschaften, das nun in allen anderen Stützpunkten so umgesetzt wird. Auch daher haben unserer Spielerinnen und Spieler bei den DHB-Sichtungen die besten Athletikwerte. Alle aus Rheinland-Pfalz stammenden Jugend-Nationalspieler*innen kennen die Halle in Wittlich, wo somit viele Karrieren begannen. Zudem gab es an keinem Stützpunkt in Rheinland-Pfalz mehr Auswahltrainingseinheiten, quasi jeden Montag trainieren die Mannschaften hier.“
„Auszeichnung für Wittlich“
Viel Lob für die Arbeit der HSG gab es auch von den politischen Vertretern bei der Feierstunde, wie von Dennis Junk, Erster Beigeordneter des Kreises Bernkastel-Wittlich als Vertreter des Landrats, der selbst schon häufig bei HSG-Spielen in der BBS-Halle war: „Sportarten, in denen Deutschland erfolgreich sind, kommen automatisch in den Fokus für den Nachwuchs, aber die Talente müssen in Vereinen und Stützpunkten vor Ort gefördert werden. Und ohne ehrenamtliches Engagement wie bei der HSG Wittlich können diese Talente nicht ihren Weg gehen. Dafür großen Dank. Zudem ist ein solcher Stützpunkt eine besondere Auszeichnung für Wittlich.“
„Tolle Lösungen gefunden“
Das sieht Elfriede Meurer, Erste Beigeordnete Stadt Wittlich, ähnlich, die beim früheren Stelioplast-Cup ihre ersten Begegnungen mit Handball hatte. Ihr Blick geht vor allem auf die Trägerschaft der Stadt für die BBS-Halle: „Unsere städtischen Mitarbeiter Michael und Silvia Schmitt haben tolle Lösungen für die Hallenbelegungen gefunden, damit die HSG und der Stützpunkt erfolgreich weiterarbeiten können.“
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