Medizinisches Netzwerk des OSP RLP/Saarland wächst weiter: Mediplus MVZ GmbH neuer Kooperationspartner
28.05.2026 – Michael Heinze
„Leistungssportlich ausgerichtete Zahnmedizin“
„Wir sind sehr froh, mit der Mediplus jetzt auch eine Zahnärztliche Praxisklinik in unserem Verbundsystem zu wissen“, erklärt OSP-Leiter Michael Fuchs. „Hier gibt es neben der normalen Zahnmedizin auch auf Leistungssportler*innen ausgerichtete Zahnmedizin. Von daher glaube ich, dass wir für unsere Athleten ein tolles Angebot liefern können.“ Die Praxisklinik im Stadtteil Bretzenheim in unmittelbarer Nähe eines großen Einkaufszentrums sei ein absoluter Gewinn für das medizinische Netzwerk des OSP. Der Kontakt zum Zentrum kam über Anne Zabel, Geschäftsführerin der Stiftung Sporthilfe Rheinland-Pfalz, zustande. „Uns als Olympiastützpunkt ist es ein großes Anliegen, unser medizinisches Netzwerk für unsere Athlet*innen weiter auszubauen mit dem Ziel, diese Spitzensportler kurzfristig zu vermitteln und bestmöglich versorgen zu können“, so Fuchs.
Begleitung in Sachen Mundhygiene
Begeistert zeigt sich auch Dr. Andreas Sebus, einer von sieben Inhabern der knapp 2.000 Quadratmeter großen Praxisklinik, die sich in einem 2016 errichteten Neubau befindet und über zwei Ebenen erstreckt und in der insgesamt 120 Mitarbeiter*innen beschäftigt sind – davon allein 28 Ärzt*innen. „Wir freuen uns sehr über die neue Kooperation mit dem Olympiastützpunkt Rheinland-Pfalz/Saarland“, unterstreicht Sebus. „Insbesondere das Thema Sportzahnmedizin gibt es schon seit Jahren in Kooperation mit der Sporthilfe RLP.“ Dass man das Spektrum nun um neue Topsportler*innen erweitern könne, sei eine tolle Sache. „Das nehmen wir gerne als Aufgabe an“, sagt Sebus und erläutert: „Wir machen eigentlich so ziemlich alles in der Zahnmedizin, was es gibt – und auch das meiste von dem, was nicht gibt. Leistungssportler haben beim Thema Zahnmedizin ganz andere Bedürfnisse – etwa bei der Speichelversorgung, bei der Mundhygiene oder beim Herdgeschehen. Da gibt es ja nun genügend Beispiele von beherdeten Zähnen, die immer wieder an der gleichen berühmten Achillessehne Probleme machen.“
Verletzungsanfälligkeit reduzieren
Die Verletzungsanfälligkeit von Topsportler*innen lasse sich „signifikant reduzieren dadurch, dass im Mund tatsächlich alles gesund ist“, macht der erfahrene Fachmann für mikroskopische Endodontie deutlich. „Was für einen Nicht-Leistungssportler trivial ist, ist für den Sportler nicht trivial. Darum geht es mir, das ist der eigentliche Antrieb.“ Der Mediziner wörtlich: „Wenn man zum Beispiel eine Parodontitis hat, entspricht dies ungefähr eine Wundfläche von zwei verbrannten Händen. Das ist eine ganze Menge Zeug. Ein Nicht-Sportler wird davon in seiner subjektiven Leistungsfähigkeit nicht eingeschränkt. Ein Leistungssportler dagegen hat damit ein Problem, wenn er zu viele Entzündungen in seinem Körper hat.“ Darunter leidet nicht selten das Leistungsvermögen. Dr. Sebus und seine Kolleg*innen aber wollen mithelfen, dass die Athlet*innen des OSP Rheinland-Pfalz/Saarland in Topform sind und stets an ihre Leistungsgrenze gehen können – oder sogar ein Stück darüber hinaus.
Ansprechperson
Laufbahnberaterin Olympiastützpunkt Rheinland-Pfalz/Saarland
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