Gemeinsam für einen starken Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport – Austausch mit der Landesbeauftragten Anette Diehl
08.10.2026 – Anne-Sophie Joos-Arp
Seit 2010 engagieren sich der Landessportbund sowie die Sportbünde Rheinhessen, Rheinland und Pfalz intensiv für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierten Gewaltübergriffen im Sport. In den vergangenen Jahren wurde dazu ein vielfältiges Angebot entwickelt und umgesetzt – von Qualifizierungs- und Beratungsangeboten, der Einrichtung einer Meldestelle für Betroffene, über Projekte zur Unterstützung von Vereinen und Verbänden beim Aufbau von Schutzkonzepten bis hin zu öffentlichkeitswirksamen Sensibilisierungskampagnen.
Über diese Arbeit und die damit verbundenen Erfahrungen und Entwicklungen informierte der Landessportbund jetzt die neue unabhängige Landesbeauftrage gegen sexualisierte Gewalt, Anette Diehl, bei einem Austausch im Haus des Sports. Die vorgestellten Maßnahmen stießen dabei auf große Anerkennung.
Geleichzeitig wurde deutlich gemacht, vor welchen Herausforderungen der Sport weiterhin steht. Insbesondere die flächendeckende Erreichung der rund 5.700 Sportvereine in Rheinland-Pfalz und die nachhaltige Verankerung von Schutzmaßnahmen vor Ort erfordern entsprechende personelle und finanzielle Ressourcen. „Ziel des Sports muss es sein, dass jeder Sportverein für das Thema sensibilisiert ist, Schutzmaßnahmen verankert und eine Kultur der Aufmerksamkeit lebt. Dafür braucht es allerdings auch die notwendigen Rssourcen“ wurde im Gespräch betont.
Anette Diehl zeigte Verständnis für die geschilderten Herausforderungen und signalisierte, prüfen zu wollen, welche Möglichkeiten sich aus ihrer Position heraus ergeben, um die Situation weiter zu verbessern.
Alle Beteiligten bekräftigten abschließend den gemeinsamen Wunsch nach einer engen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit. Der Austausch zwischen der Landesbeauftragten, dem Landessportbund und den regionalen Sportbünden sowie dem Land Rheinland-Pfalz soll daher auch künftig regelmäßig fortgeführt werden.