LSB bringt seine Expertise in neuen Leitfaden für Ingelheimer Sportvereine ein

06.02.2024 –  LSB-Pressestelle

Der Attilas Fight Club in Ingelheim (AFC) hat einen Leitfaden für Ingelheimer Sportvereine mit dem Titel „Wie Integration durch Sport gelingen kann“. erstellt. Die 16-seitige Broschüre widmet sich dem Umgang mit Menschen unterschiedlicher kultureller Hintergründe, die neu im Verein sind. Dabei hat der AFC, bei dem die Kampfkunst Muay Thai im Fokus steht, neben dem Beirat für Migration und Integration der Stadt Ingelheim, dem Stadtsportverband Ingelheim, der Stabsstelle für Vielfalt und Chancengleichheit Ingelheim sowie der Koordinierungs- und Fachstelle Partnerschaft für Demokratie unter dem Dach des Weiterbildungszentrums Ingelheim auch mit dem Landessportbund kooperiert.

Sport im Verein kann einen enorm wichtigen Beitrag zur Integration zugewanderter Menschen leisten. Dies zu dokumentieren, ist das Anliegen des Leitfadens. LSB-Referentin Lara Strelau stand bei der Planung und Durchführung der beiden Workshops, die dem Leitfaden zugrunde liegen, sowie der Erstellung des Leitfadens mit ihrer Expertise zur Seite. „Das Besondere an dem Leitfaden liegt in seiner Entstehungsgeschichte“, sagt Strelau. „Die zwei Workshops haben einen umfassenden Austausch zwischen Sportvereinen und Bürger*innen mit und ohne Migrationsgeschichte ermöglicht – und ebendiese Perspektiven einbezogen.“

Inhaltlich konzentriert sich der Leitfaden darauf, wie Integration durch Sport konkret funktionieren kann. Er beleuchtet dabei die Vorteile für das gesellschaftliche Zusammenleben, das Vereinswesen sowie die Bürger*innen vor Ort. Darüber hinaus gibt er wertvolle Tipps für die Integration von Menschen mit Migrationsgeschichte in die Sportvereinslandschaft. „Der Leitfaden ist sicher auch für andere Vereine außerhalb von Ingelheim interessant“, sagt Strelau. „Die Vorteile der Integration von Menschen verschiedener Hintergründe gelten überall und sind nicht auf die Stadt Ingelheim beschränkt. Der Leitfaden gibt den Vereinen daher eine praktische Hilfestellung für eine erfolgreiche Integrationsarbeit im Sport und Anregungen, selbst aktiv zu werden. Es sind jedoch auch Ingelheim-spezifische Tipps mit enthalten, da er sich vor allem an die Ingelheimer Sportvereine richtet und für diese verfasst wurde.“

  • Flüchtlinge in Sporthalle mit Fußball

    Der neue Leitfaden gibt er wertvolle Tipps für die Integration von Menschen mit Migrationsgeschichte in die Sportvereinslandschaft.

    Foto: LSB-Archiv/M. Heinze

Laut Ina Meillan, Designerin des Leitfadens, stellt die sportliche Betätigung geflüchteter Menschen im Verein für sie selbst und für die Vereine eine Win-Win-Situation dar. „Für die Neuankommenden kann die Mitgliedschaft im Sportverein neben der gesundheitlichen Förderung durch Bewegung die Möglichkeit eröffnen, Kontakte zu knüpfen, den Anschluss an die Gesellschaft zu finden und ihre Sprachkenntnisse und Kommunikationsfähigkeit zu stärken“, betont Meillan. „Vorteilhaft für alle ist der Austausch kultureller Erfahrungen und Traditionen, was zu einem besseren gegenseitigen Verständnis führt.“ Für die Vereine vor Ort besteht der Benefit in der wachsenden Mitgliederzahl und frischem Potenzial für ehrenamtliches Engagement. Zudem gibt es die Möglichkeit einer finanziellen Förderung integrativer Projekte sowie themenbezogener Aus- und Fortbildungen.

„Wie Integration durch Sport gelingen kann“ - Leitfaden für Ingelheimer Sportvereine

Ansprechperson

Lara Strelau

Programmreferentin „Integration durch Sport“ Rheinhessen und Referentin Inklusion