Zwei neue Gesichter im Team / Projekt wird auch in 2022 weitergeführt

Gute Nachrichten beim Reflexionstreffen der Sport-Inklusionslots*innen

10.07.2021 –  Michael Heinze

Zwei neue Sport-Inklusionslots*innen gaben am Samstag beim fünften Reflexionstreffen im LSB-Haus in Mainz ihren Einstand – Anna Knapp für die Region Südwestpfalz als Nachfolgerin von Sabrina Kever und Benjamin Schmidt für die Region Eifel-Trier als Nachfolger von Nathalie Ebertz. Offiziell nehmen die beiden am 15. Juli ihre Arbeit auf.

Anna Knapp ist 22, Studentin für Sonderpädagogik im siebten Semester an der Uni Koblenz/Landau. „Ich möchte ein Bewusstsein dafür schaffen, dass jeder Mensch, der inklusiv mitmachen will, genauso ein Mensch ist wie ich auch“, sagte die junge Dame aus dem 2000-Einwohner-Dörfchen Rieschweiler-Mühlbach. „Nur, weil er körperlich vielleicht andere Möglichkeiten hat, ist es für mich immer noch ein Mensch.“ Anna Knapp möchte sich unter anderem für inklusive Spielplätze in Pirmasens stark machen und insgesamt mehr inklusive Angebote schaffen.

Der in Cagliari auf Sardinien geborene Benjamin Schmidt ist 38, Sozialpädagoge und leitet hauptberuflich den Freizeitbereich im Kloster Ebernach. „Beruflich habe ich schon ewig mit dem Thema Inklusion zu tun“, verrät der Koblenzer, der in der Eifel aufgewachsen ist. „Schon vor zwei Jahren hatte ich über ein Engagement als Sport-Inklusionslotse nachgedacht, da dies meine tägliche Arbeit ist und ich dort oft sehe, wo die Barrieren sind – nämlich die Menschen, die bei uns wohnen, in den Verein reinzukriegen.“ Den Fokus will Schmidt insbesondere auch auf die Region Bitburg-Prüm legen.

„Im Rahmen des Reflexionstreffens haben wir auch unseren Werkzeugkoffer neu gepackt“, berichtete Silvia Wenzel von der Koordinierungsstelle Inklusion. „Wir haben noch einmal aufgezeigt, was wir für Tools haben, um Inklusion im Verein umzusetzen.“ Neben der INpulsprämie sind auch die Öffentlichkeitsarbeit, das Netzwerken, aber auch die eigene Persönlichkeit, Fortbildungen sowie inklusive Landkarte wichtige Bestandteile des Werkzeugkoffers eines jeden Lotsen. Unter der Rubrik „Updates“ ging es unter anderem auch darum, was bis Ende des Jahres noch ansteht. Zum Beispiel die Vielfaltswoche von 8. bis 14. November. „Hier wird es sieben Veranstaltungen rund ums Thema Inklusion in ganz RLP geben“, verriet Silvia Wenzel, die zudem verkündete, dass das Gesamtprojekt der Sport-Inklusionslots*innen auch in 2022 weitergeführt werden wird.

Laura Trautmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, führte im Rahmen des Reflexionstreffens zum Abschluss der wissenschaftlichen Begleitung ein Gruppeninterview durch, um das Projekt zu evaluieren. Die Ergebnisse sollen beim nächsten Netzwerktreffen am 8. November veröffentlicht werden. Zum Abschluss der inklusiven Zusammenkunft nahm Florian Schneider die Lots*innen mit Blindenbrillen mit auf den GeMAINZam Walk entlang des Rheins und stellte das Projekt T_OHR vor, das Blinden die Teilhabe an Kultur ermöglichen will.

Ansprechperson

Portrait Silvia Wenzel
Silvia Wenzel

Koordinierungsstelle Inklusion