Landessportbund und Sportbünde bieten verlässliche Partnerschaft an

Sondierungsgespräche: Sport formuliert klare Erwartungen an CDU und SPD

31.03.2026 –  LSB-Pressestelle

Mit dem Ausgang der Landtagswahlen verbindet der organisierte Sport in Rheinland-Pfalz klare Erwartungen an die beiden Parteien CDU und SPD, die aller Voraussicht nach in einer Großen Koalition die Mitglieder der nächsten Landesregierung stellen werden. Im Vorfeld der Wahl hat der Landessportbund gemeinsam mit den regionalen Sportbünden Rheinhessen, Pfalz und Rheinland zentrale Forderungen formuliert und diese im Rahmen von vier Wahlarenen mit der Politik diskutiert. Viele dieser Punkte finden sich auch im Programm der beiden Parteien wieder. Nun geht es darum, diese Ankündigungen verlässlich umzusetzen.

Sport in der Staatskanzlei: mit Personal und Budget

„Der Sport muss einen sichtbaren Platz in der Landespolitik bekommen, mindestens in einer eigenen Abteilung, besser noch in der Staatskanzlei, die mit eigenen personellen und finanziellen Ressourcen ausgestattet wird“, betont Rudolf Storck. „Wir brauchen eine starke Stimme auf höchster politischer Ebene, die die Anliegen des Sports bündelt und voranbringt.“

Sanierungsstau muss aufgelöst werden

Ein Schwerpunkt liegt auf der Infrastruktur. Der LSB und die Sportbünde verweisen seit Jahren auf den wachsenden Sanierungsbedarf. Sportbünde und LSB rücken die Zukunft der Sportstätten in den Fokus. „Ein landesweiter Sportstättensanierungsplan sollte nun kommen, es war auch ein sehr berechtigtes und zentrales Anliegen der CDU. Ein Sportstättenatlas muss die Grundlage dafür sein, den 1,5 Milliarden Euro großen Stau auflösen zu können. Vereine brauchen moderne und funktionale Anlagen“, erkläret Thorsten Richter, Vorstand des Sportbundes Rheinhessen. „Wir brauchen zudem ein verlässliches Schwimmbadinvestitionsprogramm, das den Kommunen Planungssicherheit gibt und den Sanierungsstau spürbar abbaut“, erklärt die Präsidentin des Sportbundes Rheinland, Monika Sauer.

Sportvereine sind keine Großkonzerne

Und auch beim Bürokratieabbau sieht der organisierte Sport Handlungsbedarf. „Ehrenamtliches Engagement darf nicht durch komplizierte Verfahren ausgebremst werden. Hier erwarten wir konkrete Vereinfachungen,“ erklärt Asmus Kaufmann, Geschäftsführer Sportbund Pfalz und vergleicht: „Ein Verein ist kein Großkonzern!“

Sport bietet klare Partnerschaft an

Die CDU hat in ihrem Programm umfassende Investitionen, Entlastungen für das Ehrenamt und bessere Rahmenbedingungen für den Sport in Aussicht gestellt. Die SPD hatte angekündigt, Rheinland-Pfalz weiter zum Bewegungsland Nr. 1 zu entwickeln, indem sie die Sportförderung für Bau und Sanierung von Sportstätten weiter ausbauen und Förderverfahren vereinfachen möchte. Der Landessportbund und die drei Sportbünde werden die Umsetzung konstruktiv begleiten. Gleichzeitig gilt: Ankündigungen müssen sich im Regierungshandeln wiederfinden. Der organisierte Sport in Rheinland-Pfalz wird genau hinschauen und bietet an ein verlässlicher, aber auch klarer Partner in den nächsten fünf Jahren zu sein.