Aktion "Für ein buntes Miteinander - Gegen Rassismus und Diskriminierung im Sport“

15 Vereine werben in Aktion für ein buntes Miteinander

20.05.2020 –  Landessportbund Rheinland-Pfalz

Im Januar hatte Innen- und Sportminister Roger Lewentz den Startschuss zur Aktion „Für ein buntes Miteinander - Gegen Rassismus und Diskriminierung im Sport“ gegeben. Ab Mai an werden nun 15 rheinland-pfälzische Sportvereine ein Jahr lang in ihren Bestrebungen diskriminierungsfrei aktiv zu sein begleitet und mit jeweils bis zu 4.000 Euro unterstützt.

Die Aktion trägt dazu bei, Ängste voreinander und Ressentiments gegeneinander abzubauen, um so die präventiven und integrativen Ressourcen des Sports voll auszuschöpfen. Eingebettet ist das Engagement in den landesweiten Themenschwerpunkt „Miteinander Gut Leben. Rheinland-Pfalz gegen Hass und Hetze“.

„Für ein buntes Miteinander fördert aktiv Respekt und Toleranz, richtet sich explizit gegen Rassismus und rechte Tendenzen im Sport und verurteilt darüber hinaus auch jegliche andere Form der Diskriminierung, beispielsweise in Form von Sexismus und Ho-mophobie“, betont Minister Lewentz.

  • Sportminister Roger Lewentz

    „Für ein buntes Miteinander fördert aktiv Respekt und Toleranz" sagt Innen- und Sportminister Roger Lewentz über die Aktion "Für ein buntes Miteinander - Gegen Rassismus und Diskriminierung im Sport“. 

    Foto: MdI Torsten Silz

Schulungen für die Vereine

Ganz im Sinne der Maßgabe „Prävention durch Informationen“ werden die Vereine innerhalb eines Jahreszeitraumes in ausgewählten Themen aus dem Phänomenbereich, beispielsweise dem Erkennen von Alltagsrassismen oder dem Bereich Rechtsrock, geschult. Darüber hinaus soll durch öffentlichkeitswirksame Maßnahmen für Diskriminierung sensibilisiert und Fehlentwicklungen vorgebeugt werden. Die vom Ministerium gemeinsam mit den Kooperationsvereinen geplanten und von den Vereinen vorgeschla-genen Maßnahmen reichen von Aktivitäten im Rahmen der Jugendarbeit bis hin zu Bildungs- und Fortbildungsangeboten.

Vom Sportbund Rheinland beteiligt sich unter anderem der SV Ein-tracht Trier 05 e.V., der die Kampagne in die Arbeit des bestehenden Fanprojektes ein-binden möchte. Mit dabei ist auch der FC Germania Metternich 1912 e.V.. Dort planen die Vereinsverantwortlichen die Umsetzung der Aktion als explizite Jugendaktion. Zudem sind der Leichtathletikverband Rheinland, der SV Schwarz-Weiß Salz e.V., der SC 1912 Kamp-Bornhofen e.V., der TSV Emmelshausen e.V. und der SV Handsangen e.V. dabei. Die weiteren Ideen reichen über einen Tag der Kulturen, die Schulung von Funktionären, Ordnungsdienst und Übungsleitern, Benefiz- und Gewinnspiele bis hin zu einem Angebot von Probetrainings für Migranten mit Dolmetschern.

Unter dem Dach des Sportbunds Rheinhessen möchte die Turngemeinde 1861 Mainz-Gonsenheim e.V. beispielsweise die Arbeit des vereinsinternen Integrationsbeauftragten unterstützen. Der TuS 1861 Bingen-Büdesheim e.V. will innerhalb des Jahres die Inhalte sowohl durch Informationsveranstaltungen für Vereinsmitglieder, als auch für die breite Öffentlichkeit transportieren. Dort sollen die Landesmittel auch dazu beitragen, Barrierefreiheit zu schaffen und damit auch Menschen mit Behinderung die Teilhabe am Breitensport zu ermöglichen. Auch die Binger Fußball-Vereinigung „Hassia“ e.V., die TSG Schwabenheim e.V. und der FC 1928 Brücken beteiligen sich mit Aktionen.

Beim RC Vorwärts Speyer e.V. aus dem Bereich des Sportbund Pfalz ist ein Lauf geplant, der die Inhalte vermitteln soll. Der TFC 1861 Ludwigshafen e.V. will die Aktion in das bestehende Jugendkonzept einbinden, um mit Prävention, Aufklärung und Aktionen Jugendliche gegen Rassismus und Diskriminierung stark zu machen. Auch der TV Edigheim 1895 e.V. ist mit dabei.

Der Landessportbund wird in den kommenden Wochen einzelne Vereine und deren Projekte genauer vorstellen.