Bis zum 28. Februar 2022 kann unter www.landessportlerwahl.de abgestimmt werden

Wer sind die rheinland-pfälzischen Sportler des Jahres 2021?

21.12.2021 –  Michael Heinze

Wer sind die rheinland-pfälzischen Sportler des Jahres 2021? Der Landessportbund Rheinland-Pfalz (LSB) ruft alle Sportfans zur Abstimmung auf. Im Internet können unter der Adresse www.landessportlerwahl.de jeweils fünf Kandidaten in den Kategorien Sportlerinnen, Sportler und Teams mit einem bis maximal fünf Punkten bewertet werden. Ab sofort und bis Mittwoch, 28. Februar 2022, kann gewählt werden, die Siegerehrung am Sonntag, 27. März 2022, wird live in der SWR-Fernsehsendung „SWR-Sport“ ab 21.45 Uhr übertragen.

Die Jury, bestehend Sportjournalist*innen der rheinland-pfälzischen Tageszeitungen, Fernseh- und Rundfunkanstalten sowie LSB-Vertretern, hat folgende Kandidaten vorgeschlagen:

SPORTLER

TIMO BICHLER
(Radsport/RV Dudenhofen)

Timo Bichler hatte von einer Olympia-Medaille geträumt. Doch die deutschen Teamsprinter verpassten die Medaillenläufe, landeten auf dem Holzoval in Izu auf Rang fünf. Doch wenn man weiß, dass Bichler gerade mal zehn Monaten vorher mit über 60 Stundenkilometern auf die Betonbahn geknallt war und sich ein Schädel-Hirn-Trauma und einen komplizierten Daumenbruch zugezogen hatte, dann ist Bichlers Leistung umso höher zu bewerten.

DENIS KUDLA
(Ringen/SV Alemannia Nackenheim)

Nächstes Olympia-Bronze für Denis Kudla: Wie 2016 in Rio hat der Schifferstädter auch in Tokio in der Klasse bis 87 Kilogramm Greco das kleine Finale gewonnen – diesmal per Schultersieg gegen Atabek Asisbekow aus Kirgisistan. Eine Wahnsinnsleistung des bodenständigen Wahl-Pfälzers, der im polnischen Ratibor geboren wurde, aber schon in jungen Jahren nach Deutschland kam – und seit langem schon als Muster an Konstanz gilt.

JASON OSBORNE
(Rudern/Mainzer Ruder-Verein)

Jason Osborne hat zum Ende seiner erfolgreichen Ruder-Karriere noch einmal so richtig einen rausgehauen. Zwar blieb dem 27-Jährigen mit Partner Jonathan Rommelmann bei den Olympischen Spielen in Tokio die Goldmedaille im Leichtgewichts-Doppelzweier versagt, doch Silber hinter den bärenstarken Iren ist ebenfalls ein Erfolg für die Geschichtsbücher. Ab sofort ist das vielseitige Kraftpaket und Konditionswunder als Radsport-Profi unterwegs.

RICHARD SCHMIDT
(Rudern/RV Treviris Trier)

Mit 34 Lenzen hat das Aushängeschild des RV Treviris Trier seine große Karriere im Deutschlandachter beendet. Im letzten Rennen feierte der DRV Ende August den 16. Sieg beim Ruder-Marathon auf dem Nord-Ostsee-Kanal. Der Modellathlet von der Mosel hat 2021 mit dem DRV-Paradeboot in Tokio Silber geholt – nach Silber 2016 in Rio und Gold 2012 in London. Hinzu kommen für ihn zahlreiche Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften.

JULIAN WEBER
(Speerwurf/USC Mainz)

14 Zentimeter fehlten Julian Weber bei den Spielen in Tokio zu seinem Medaillen-Glück im Speerwerfen. Hätte ihm vorher jemand gesagt, dass er in diesem Weltklassefeld als bester Deutscher den vierten Platz belegt – Weber hätte ihn für verrückt erklärt. Im Nachhinein war der 27-Jährige megahappy. Der größte Erfolg seiner Karriere ist umso höher zu bewerten, da Weber auf dem Weg nach Tokio immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte.

SPORTLERINNEN

RICARDA FUNK
(Kanuslalom/KSV Bad Kreuznach)

Mit ihrem Olympiasieg in Kajak-Einer hat sich Ricarda Funk in Tokio für einen Moment lang ins bundesweite Rampenlicht manövriert. „Von Gold habe ich immer geträumt, nun ist dieser Traum Realität geworden – einfach unglaublich“, sagte die Slalomkanutin aus Bad Breisig, die fünf Jahre zuvor die Qualifikation zu den Spielen in Rio verpasst hatte. In Fernost wurde die 29-Jährige nun doch noch belohnt für ihren Fleiß und ihren unbändigen Willen.

JASMIN GRABOWSKI
(Judo/1. JC Zweibrücken)

Alles ging blitzschnell, es machte einen Schlag – dann blieb Jasmin Grabowski auf der Matte liegen. Der Einschlag tat richtig weh. Auch in Tokio schied die Schwergewichtlerin in Runde eins bei Olympia aus. Doch die in Leverkusen lebende Grabowski brachte von den Spielen dennoch eine Bronze-Medaille mit nach Hause, weil sie in der Vorrunde und im Viertelfinale im erstmals ausgetragenen Mixed-Team-Wettbewerb zum Einsatz kam.

CHRISTIN HUSSONG
(Speerwurf/LAZ Zweibrücken)

Als Zweite der Welt war Christin Hussong nach Tokio gereist – und als Neunte flog sie nach Hause. Ausgerechnet im Olympia-Finale legte sie den schlechtesten Wettkampf der Saison hin. „Körperlich habe ich mich top gefühlt, aber das gute Einwerfen konnte ich im Stadion nicht umsetzen“, sagte die 1,86 Meter große Studentin aus der Westpfalz später. Immerhin machte Hussong gegenüber ihrem Olympia-Debüt vor fünf Jahren drei Plätze gut.

GESA KRAUSE
(Leichtathletik/Silvesterlauf Trier)

Gesa Krause hat sich klar gesteigert: Nach Platz acht im olympischen Finale 2016 in Rio kämpfte sich die 3.000-Meter-Hindernisläuferin in Tokio auf den fünften Platz vor. Ihre eigenen hohen Erwartungen – vor allem ihr Traum von einer olympischen Medaille – erfüllte sie einen Tag nach ihrem 29. Geburtstag für die gebürtige Hessin allerdings nicht ganz, obwohl sie wie so oft an ihrem „Spezialgerät“ Wassergraben ein paar Plätze gut machte.

HANNAH LUDWIG
(Straßenradsport/RSC Stahlross Wittlich)

Hannah Ludwig hat schon als Teenagerin bei den Deutschen Meisterschaften im Einzelzeitfahren auf sich aufmerksam gemacht. Dass sie mal bei den Olympischen Spielen starten würde, hätte die gebürtige Heidelbergerin jedoch niemals für möglich gehalten. Doch der Traum wurde wahr. Im Juni 2021 wurde die 21-Jährige aus Traben-Trarbach nominiert, wenige Wochen später war sie in Tokio dabei – und landete im Straßenrennen auf Platz 41.

TEAMS

AV 03 SPEYER
(Gewichtheben)

Der AV 03 Speyer hat zum sechsten Mal die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Gewichtheben gewonnen. In einem Endkampf mit mehr als 30 durch die enorme Hitze bedingten Fehlversuchen hielt der Champion von 2011, 2015, 2016, 2017 und 2018 den TB 03 Roding mit 834,8:626,8 sehr sicher auf Distanz. Den neuen Triumph der Speyerer konnten wegen der Pandemie-Anordnungen nur 100 Zuschauer in der Halle verfolgen.

BSG STADTVERWALTUNG LUDWIGSHAFEN
(Kegeln)

Die Männermannschaft der BSG Stadtverwaltung Ludwigshafen hat das Kunststück aus 2019 in 2021 wiederholt und konnte damit den Titel „Deutscher Meister Breitensport“ verteidigen. Rüdiger Stange, Günther Hammann, Jannis Christmann und Camelo Falzone waren 2021 im badischen Weinheim die Herren der Kugeln und Kegeln. Zusätzlich konnten sich Christmann und Falzone im Tandem die Silbermedaille sichern.

SCHÜTZENVEREIN DIEZ-FREIENDIEZ
(Sportschießen)

Der Medaillenhunger der Schützen aus Diez-Freiendiez kannte keine Grenzen. Bei den Deutschen Meisterschaften in München schnappte sich das Team um Patrick Meyer, Pierre Michel und Torben Engel nicht weniger als zweimal Gold, fünfmal Silber und zweimal Bronze. Damit bestätigten die Asse ihre prima Darbietungen aus den vergangenen Jahren eindrucksvoll. Gold gab es unter anderem für die Mannschaft in der Disziplin 25m Standardpistole.

VC NEUWIED
(Volleyball)

Sie führten die Tabelle der 2. Bundesliga Süd fast ungeschlagen an, hatten unter Erfolgscoach Dirk groß nur ein einziges Spiel und die wenigsten Sätze überhaupt verloren. Die Volleyballerinnen aus Neuwied beendeten die Serie 20/21 souverän als Meister und beantragten somit die Lizenz fürs Oberhaus. Inzwischen nennen sie sich „Deichstadtvolleys“ –  und haben so medienwirksam das Markenzeichen ihrer Stadt in den Vereinsnamen integriert.

VFH WORMS
(Kunstradfahren)

Mit dem Gewinn des WM-Titels bei den Hallenradsport-Weltmeisterschaften in Stuttgart hat der Frauenvierer des VfH Worms seine erfolgreiche Saison gekrönt und gleichzeitig den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte erzielt. Nach dem Gewinn des Deutschen Meistertitels und der Weltcupserie war der Wormser Vierer als Favorit in die Titelkämpfe gegangen – und zeigte in seiner fünfminütigen Kür Vierer-Kunstradsport „vom Feinsten“.

Weitere Infos und Wahl (bis 28. Februar 2022):
www.landessportlerwahl.de

Ansprechperson

Dominik Sonndag
Dominik Sonndag

Abteilungsleiter Kommunikation