Spannender Boxsport bei den Rheinlandmeisterschaften in Gerolstein
03.11.2026 – Boxverband Rheinland
Mehr als 40 Kämpfe standen insgesamt auf dem Programm. Schon am Freitag, an dem die Halbfinals und die ersten Finals ausgetragen wurden, verfolgten nach Angaben der Stadt Gerolstein mehr als 300 Zuschauer das Geschehen im Ring. Am Samstag fielen in den übrigen Finals die letzten Entscheidungen. Eröffnet wurden die Rheinlandmeisterschaften von Stadtbürgermeister Winfried Wülferath, der die Schirmherrschaft übernommen hatte. Er bezeichnete die Titelkämpfe als sportliches Highlight für die Stadt. Ringsprecher Peter Mertes begrüßte unter den Gästen unter anderem die mehrfache Deutsche Meisterin Natalie John und den ehemaligen Box-Profi Walter Knieps. „Zwei Tage Boxsport auf hohem Niveau: Die Rheinlandmeisterschaften haben gezeigt, wie viel Talent und Einsatz in unseren Vereinen steckt. Dass sich die Titel auf zehn Vereine verteilen, zeigt, wie breit der Verband aufgestellt ist. Unser Dank gilt allen Boxerinnen und Boxern, ihren Trainern und Betreuern und dem Ausrichter, die dieses Wochenende möglich gemacht haben“, sagt Bernd Klein, Präsident des Boxverbands Rheinland. Die Rheinlandmeisterschaften sind der sportliche Höhepunkt im Kalender des Boxverbands Rheinland und können zugleich zur Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften dienen.
Die 19 Rheinlandtitel verteilten sich auf zehn Vereine aus dem gesamten Verbandsgebiet, auch bei den Vizemeistern ist die Bandbreite groß. In einigen Klassen lagen mehr Meldungen vor, als im Hauptfeld der Rheinlandmeisterschaften platziert werden konnten. Damit auch hier alle Athleten die Möglichkeit zum Kämpfen hatten, wurde in einzelnen Kategorien eine zusätzliche Wertung (B-Klasse) durchgeführt. Sportlich boten die Finals Spannung bis zum Schluss. Mehrere Kämpfe wurden erst mit dem knappestmöglichen Punkturteil von 3:2 entschieden, andere endeten vorzeitig. Das zeigt, wie ausgeglichen das Leistungsniveau in den Klassen ist.
Bei den Kadetten setzte sich im Papiergewicht Eneas Keiser (PSV Trier) im Finale gegen Muhammet Kaya (Boxclub Bad Kreuznach) durch, im Bantamgewicht David Ayrapetyan (Boxclub Bad Kreuznach) gegen Vasile Baleca (RW Koblenz), im Federgewicht Ramal Bayramov (Box-Ring Westerwald) gegen Mihail Barcari (FK Idar-Oberstein), im Leichtgewicht Witali Amarov (Tiger Boxclub) gegen Artem Shkuropat (Boxclub Vulkaneifel) und im Halbweltergewicht Mustafa Armaan (Boxclub Bad Kreuznach) gegen Hazni Ossi (Retro Boxing). Bei der Jugend gewann im Leichtgewicht Hassan Sidon (Box Freunde Koblenz) das Finale gegen Vladyslav Frolov (Boxclub Vulkaneifel, im Weltergewicht Manuel von Strünk (RW Koblenz) gegen Miran Asmar (Boxclub Vulkaneifel), im Halbmittelgewicht Kyrylo Sulakov (Boxclub Emmelshausen) gegen Andrei-Vasile Tutunaru (Boxclub Montabaur) und im Mittelgewicht Besjan Zeneli (Box-Union Weißenthurm) gegen David-Edvin Veli (Box-Ring Westerwald). Bei den Junioren setzte sich im Federgewicht Elad Memaj (Box-Ring Westerwald im Finale gegen David Amarov (Tiger Boxclub) durch, im Weltergewicht Omar Rahmani (Tiger Boxclub) gegen Ahmad Abudarwish (Retro Boxing), im Halbmittelgewicht Dmytro Strelchenko (Box Freunde Koblenz) gegen Mark Motorin (Box-Ring Westerwald) und im Mittelgewicht Daniel Siebert (Tiger Boxclub) gegen Matvii Levkovskyi (Retro Boxing). Bei der Elite gewann im Leichtgewicht Robert Amarov (Tiger Boxclub) das Finale gegen Karam Al Abboodi (FK Idar-Oberstein), im Weltergewicht Tim Dshoraev (Boxclub Emmelshausen) gegen Dmytro Shkuropat (Boxclub Vulkaneifel), im Halbmittelgewicht Artur Thees (FK Idar-Oberstein) gegen Mohamad Harkous (Box Freunde Koblenz), im Mittelgewicht Roman Amarov(Tiger Boxclub) gegen Yehor Podust (Box-Ring Westerwald), im Halbschwergewicht Xhemajl Zeneli (Box-Union Weißenthurm) gegen Mykola Rozumovych (Box-Ring Westerwald) und im Superschwergewicht Moses Ugo (Boxclub Vulkaneifel) gegen Anes Tiro (Box-Union Weißenthurm).
Erfolgreichster Verein war der Tiger Boxclub mit fünf Titeln und einem Vizetitel vor dem Box-Ring Westerwald mit zwei Titeln und vier Vizetiteln. In einigen Klassen lagen mehr Meldungen vor, als im Hauptfeld platziert werden konnten. Damit alle Athleten kämpfen konnten, wurde in einzelnen Kategorien eine zusätzliche Wertung (B-Klasse) durchgeführt. In der Jugend (Mittelgewicht B) gewann Qudrullah Charir-Zudaden (Retro Boxing) den Finalkampf gegen Artem Komylov (Boxclub Vulkaneifel), bei der Elite (Weltergewicht B) Olumese Momodu (FK Idar-Oberstein) gegen Ermal Zhushi (Boxclub Montabaur), bei der Elite (Halbmittel B) Florent Qorraj (Box-Union Weißenthurm) gegen Alexander Beer (PSV Trier), bei der Elite (Mittelgewicht B) Ivan Boev (Boxclub Emmelshausen) gegen Henri Lanz (Boxclub Bad Kreuznach) und bei der Elite (Halbschwergewicht B) Ben Youssef Moemen (PSV Trier) gegen Jihad Abd Almahmoud (Tiger Boxclub).
Die Organisation vor Ort lag beim Boxclub Vulkaneifel. Bereits zum fünften Mal wurden die Rheinlandmeisterschaften in Gerolstein ausgetragen, zum vierten Mal in der Stadthalle Rondell. Im Rahmen des Wochenendes fand außerdem die Vulkaneifelmeisterschaft statt. Hadi Heidari, 1. Vorsitzender des Boxclub Vulkaneifel, zieht eine positive Bilanz: „Wir freuen uns, dass so viele Vereine, Boxerinnen und Boxer und Zuschauer bei uns in Gerolstein zu Gast waren. Das Publikum hat an beiden Tagen großartig mitgegangen.“