Ringen: Rheinhessen-Meisterschaften der Jugend feiern starkes Comeback
06.01.2026 – Schwerathletik Verband Rheinhessen
Aus sportlicher Sicht bot die Meisterschaft einen breiten Überblick über die Nachwuchsarbeit in Rheinhessen, sowohl im Freistil als auch im griechisch-römischen Stil. In den jüngsten Altersklassen U8 und U10 zeigten Talente wie Aurelio Antonio Caramanna und Elienai Gualdino-Manjiana vom ASV Mainz 18 eindrucksvoll, dass bereits die Jüngsten mit großer Konzentration und Kämpferherz zu Werke gehen. In der U10 standen zudem vor allem die Athlet*innen des SV Alemannia Nackenheim im Fokus, etwa Oskar Moeske und Mehmet Abbas, die sich in der 25-Kilo-Klasse im vereinsinternen Duell gegenüberstanden, sowie eine Reihe weiterer Nachwuchsringerinnen und -ringer in den stark besetzten Gewichtsklassen bis 31 und 38 Kilo. Hier traten unter anderem Colin Hinze, Liyah De Nuccio und Hamza Agea für Nackenheim sowie Samih Sudak Burak und Daniil Khrontser für den TuS Bingen-Büdesheim an und sorgten für spannende Kämpfe auf Augenhöhe.
Auch in den höheren Altersklassen U12 und U14 wurde deutlich, wie breit der Nachwuchs inzwischen wieder aufgestellt ist. In der U12 überzeugten etwa Kyrylo Anastasyev vom ASV Mainz 88 und Leonardo D’Avino vom SV Alemannia Nackenheim, während in der hart umkämpften 37-Kilo-Klasse unter anderem Quluzade Hazrat und Niklas Focken für Nackenheim sowie Eyüp Coban für die Mainzer Ringer Talente 2024 auf die Matte gingen. In der U14 zeigten sich mit Athleten wie Leo Bauer und Fatih Aktas (ASV Mainz 88) sowie Abdulfat Quliyev, Semih Arda Isenlink, Arzhin Pashazadeh und Cellino Winterstein (SV Alemannia Nackenheim) weitere Hoffnungsträger, die mit technisch sauberen Aktionen und großem Kampfgeist zu überzeugen wussten. Auch die schweren Gewichtsklassen, etwa mit Kaan Topsakal und Cellino Winterstein, verdeutlichten, dass Rheinhessen in allen Kategorien Talente hervorbringt.
Neben den Ergebnissen stand jedoch vor allem der Geist dieser Meisterschaft im Mittelpunkt: Mut, Erfolg und der feste Wille, den Ringsport in Rheinhessen dauerhaft zu verankern. Verbandspräsident Amin Kondakji betonte in seinem Grußwort, wie sehr ihn das Engagement der Trainer, Betreuer und Vereine beeindrucke, die in den vergangenen Monaten unermüdlich daran gearbeitet hätten, die Strukturen im Nachwuchsbereich zu stärken und jungen Menschen wieder Perspektiven im Ringsport zu eröffnen. Einen besonderen Dank richtete er an seinen Jugendreferenten Giovanni Salamone, der als Motor des Projektes maßgeblich dazu beigetragen hat, dass die Rheinhessenmeisterschaft in dieser Form stattfinden konnte. Salamone koordinierte nicht nur die sportlichen Abläufe, sondern band auch zahlreiche Eltern des gastgebenden SV Alemannia Nackenheim ein, die mit großem Einsatz im Hintergrund mitwirkten und damit eindrucksvoll zeigten, wie eng Vereinsleben, Familie und Sport miteinander verbunden sind.
Der SV Alemannia Nackenheim präsentierte sich als hervorragender Gastgeber und stellte mit vielen freiwilligen Helfer*innen sicher, dass der Turniertag reibungslos verlief. Ob beim Aufbau, in der Bewirtung oder bei der Betreuung der Kinder, überall war spürbar, dass hier Menschen mit Herzblut hinter „ihrem“ Sport stehen und stolz darauf sind, den aus ihrer Sicht besten Sport der Welt zu repräsentieren. Ein großes Lob ging auch an das Wettkampfbüro, das professionell und konzentriert arbeitete und damit den Grundstein für einen fairen und transparenten Wettbewerb legte. Hervorgehoben wurden zudem Bernd Schröder und Thorsten Libowsky, die extra aus der Landesorganisation Pfalz angereist waren, um mit ihrer Erfahrung in EDV und Turnierorganisation zu unterstützen und so entscheidend zum harmonischen Ablauf beizutragen.
Dieses Zusammenspiel aus ehrenamtlichem Engagement, professioneller Organisation und sportlichem Ehrgeiz sorgte dafür, dass die Rheinhessenmeisterschaft ohne Zwischenfälle und in einer durchweg positiven Atmosphäre über die Bühne ging. Die Kinder und Jugendlichen gaben auf der Matte alles, trugen ihre Kämpfe fair aus und wurden für ihren Einsatz mit viel Applaus von Trainerinnen, Trainern, Eltern und Zuschauerinnen sowie Zuschauern belohnt. Viele der jungen Athlet*innen durften am Ende nicht nur Medaillen und Urkunden mit nach Hause nehmen, sondern vor allem wertvolle Erfahrungen, neu gewonnenes Selbstvertrauen und die Motivation, im Training weiter hart zu arbeiten.
Kondakji blickt bereits zuversichtlich auf die kommenden Jahre und machte deutlich, dass diese Meisterschaft erst der Anfang einer nachhaltigen Entwicklung im rheinhessischen Ringsport sein soll. Jugendleiter Giovanni Salamone hat die nächste Auflage schon fest im Blick und will an das erfolgreiche Konzept anknüpfen, um noch mehr Kinder und Jugendliche für den Sport zu begeistern. Die Rheinhessenmeisterschaft 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, dass Ringen in der Region nicht nur Tradition hat, sondern auch eine lebendige Zukunft getragen von engagierten Vereinen, leidenschaftlichen Trainer*innen, unterstützenden Eltern und mutigen Kindern, die bereit sind, auf der Matte über sich hinauszuwachsen.