„Feuerwerk der Turnkunst | on stage“ feierte triumphale Premiere
19.03.2026 – Turnverband Mittelrhein
Bebende Ränge und ein Publikum, das es kaum auf den Sitzen hielt: Die Erfolgsshow „Feuerwerk der Turnkunst | on stage" feierte mit ihrer neuen Produktion „wyld" eine triumphale Premiere in Koblenz. Mit einer Mischung aus elektrisierenden Beats, spektakulärer Akrobatik und einer gehörigen Portion Humor bewies das Ensemble, warum sie die würdige Nachfolge der Erfolgsshow „GYMMOTION“ in Koblenz antritt.
Schon beim Betreten der Halle wurde klar: „wyld" ist anders. Das Bühnenbild bestach durch einen faszinierenden Mix aus Industrie-Charme und modernen Elementen – Gitter, Rohre und eine imposante LED-Wand, auf der vereinzelte Steampunk-Elemente zum Leben erwachten und eine atmosphärische Brücke zwischen nostalgischer Industrieästhetik und futuristischer Action schlugen.
Bereits in der Eröffnung betonte Michael Ebling, Minister des Inneren und für Sport in RLP den hohen Beitrag zum aktiven Miteinander in Rheinland-Pfalz durch den TVM. Als größter rheinland-pfälzischer Fachverband für Turnen, Gymnastik, Freizeit- und Gesundheitssport stehe der TVM als bedeutender Partner der Landespolitik für ein sportliches Rheinland-Pfalz.
TVM-Präsident Rudolf Rinnen schürte die Vorfreude auf eine innovative wie beeindruckende Show in Nachfolge des Erfolgsformats „GYMMOTION“ in Koblenz. Jörg Pfeffer, Leiter des Sport- und Bäderamtes der Stadt Koblenz, verweist auf die über 50-jährige Partnerschaft mit dem TVM im Rahmen der Turnshows in Koblenz und bekräftige die Zielstellung, die Stadt als „Turnstadt“ erlebbar zu machen.
Einen besonderen Beitrag hierzu leisteten ohne Zweifel auch die Turner der Kunstturnvereinigung Koblenz, die sich im vergangenen Jahr unter Cheftrainer Ralf Schall den Aufstieg in die 1. Bundesliga sicherten und im Rahmen der Show einen beeindruckenden wie mitreißenden Auszug aus Ihrem Können präsentierten. Das Team „Rhythmische Sportgymnastik im TVM“ unter Leitung von TVM-Fachwartin Gerhild Fische präsentierte Eleganz, Präzision und Ausdrucksstärke, vereint mit sportlicher Höchstleistung und künstlerischer Perfektion. Die Gymnastinnen der TVM-Leistungsgruppe begeisterten das Publikum mit anspruchsvollen Choreografien, in denen sie Geräte wie Band, Ball, Reifen, Keulen und Seil in fließende, dynamische Bewegungen einbanden.
Die Show bot eine enorme Bandbreite an „wylden" Charakteren, die unterschiedlicher nicht hätten sein können: Den Herzschlag der Show bildete DJ Jerry Tremblay. Fernab vom Klischee des coolen Draufgängers heizte er das Publikum ein – und dass auf eine herrlich verpeilte, nervöse und zutiefst menschliche Art. Emilia sorgte für staunende Gesichter, wenn sie sprichwörtlich den Boden unter den Füßen verlor und ihre Hairhanging-Darbietung in einer riesigen Diskokugel präsentierte. Das Aerial Chains Duo (Olga & Javier) bewies an eisernen Ketten, dass Akrobatik gleichzeitig waghalsig und hochemotional sein kann. Bonetics versetzte den Saal in Atemnot, wenn er seinen Körper in Positionen verbog, die die Gesetze der Anatomie scheinbar außer Kraft setzten. Das DDC Showteam sowie die Turner des Showprojects brachten geballte Action auf die Bühne und ließen die Grenze zwischen klassischem Turnen und urbanem Breakdance verschwimmen. Trotz aller Dynamik kamen die leisen Momente nicht zu kurz. Das Regie-Duo Felice und Alex Aguilar übernahmen eine Doppelrolle und standen selbst im Scheinwerferlicht. Besonders die poetischen Momente auf der Drehscheibe setzten einen verträumten Kontrapunkt zum energetischen Treiben.
„wyld" in Koblenz war bunt, divers und mutig. Ob das Weltklasse-Schleuderbrett, der Pal's Compagnie oder die komische Rhönrad-Interpretation von Konstantin Mouraviev – die Show blieb ihrem Motto treu: „Wer es nicht selbst gesehen hat, wird es nicht glauben!" Der tosende Applaus in Koblenz hat gezeigt, dass „Feuerwerk der Turnkunst" mutiger und moderner ist denn je. Und das auch im kommenden Jahr, wenn die EPG Arena am 3. März 2027 unter dem Motto „RAW“ sicher erneut beben wird.