Doppelerfolg für HVRP bei Walter-Laubersheimer-Gedächtnisturnier
20.10.2026 – Handballverband Rheinhessen-Pfalz
Strahlende Gesichter gab es bei den HVRP-Vertretern aber nicht nur in organisatorischer Hinsicht, sondern auch mit Blick auf den sportlichen Verlauf. Nach der Zusammenlegung der beiden Verbände Rheinhessen und Pfalz trat der HVRP zum zweiten Mal mit jeweils zwei Teams zu dem Ländervergleich mit den Verbänden aus dem Rheinland und dem Saarland an. Bei den Mädchen des Jahrgangs 2013 stand am Ende sogar ein Doppelsieg der beiden bunt gemischten HVRP-Teams zu Buche. Team eins hatte gegen das Rheinland mit 26:20 und gegen das Saarland mit 22:14 gewonnen, ehe es sich mit dem 25:16-Erfolg im internen Vergleich den Turniersieg sicherte. So einseitig war das direkte Duell der beiden HVRP-Mannschaften gar nicht zu erwarten gewesen, denn immerhin hatte auch Team zwei zuvor zweimal hoch gewonnen – mit 30:13 gegen die Saar und mit 26:18 gegen das Rheinland. Platz drei ging an das Saarland, das sich im abschließenden Duell mit dem Rheinland knapp mit 16:15 durchsetzte.
„Es war ein gelungenes Vergleichsturnier, das die gute Jugendarbeit der Verbände aufzeigte und den Landes- und Verbandstrainern wertvolle Einblicke im Hinblick auf die Zusammenstellung der künftigen Rheinland-Pfalz-Auswahl brachte“, kommentierte HVRP-Trainer André Sikora-Schermuly, der sich aus gesundheitlichen Gründen mit der Zuschauerrolle begnügte und dabei eine deutliche Temposteigerung gegenüber früheren Turnieren wahrnahm. „Die schnellere Spielfeldüberbrückung und eine ausgeprägte Dynamik in den individuellen Aktionen ist eine aktuelle Entwicklung im Handball, die sich auch hier beobachten lässt.“ Schade fand er hingegen, dass die Mädchen in der Schulsporthalle ohne Haftmittel spielen mussten, wohingegen die Jungen in der Waldsporthalle „harzen“ konnten. Dies ist allerdings nicht auf mangelnde Gleichberechtigung zurückzuführen, sondern auf das große Problem der Handballer, überhaupt Hallen mit Haftmittel-Erlaubnis zu finden – zwei nahe beieinander scheint ein Ding der Unmöglichkeit.
Auch bei den Jungen des Jahrgangs 2012 hatten die HVRP-Trainer ihre beiden Mannschaften ohne Wertung zusammengestellt. So kam es zu der Kuriosität, dass Team zwei zwar den verbandsinternen Vergleich mit 25:31 verlor, nach zwei vorangegangenen knappen Erfolgen gegen das Rheinland (23:22) und das Saarland (33:32) sich am Ende aber als Turniersieger feiern durfte. Punktgleich Zweiter wurde wegen des verlorenen direkten Vergleichs das Saarland, dank eines 30:27-Erfolgs über das Rheinland. HVRP-Team eins hatte gegen beide deutlich verloren, 20:32 gegen die Saar-Auswahl und 22:34 gegen das Rheinland.
Wie Sikora-Schermuly betonte handelt es sich beim Walter-Laubersheimer-Turnier immer um eine jahrgangsbezogene Momentaufnahme, die Raum für weitere Entwicklungen aufzeigt. Dies gilt insbesondere durch die Vorgabe der offensiven 3:2:1-Abwehr, die durch gezielte Auslösehandlungen und Einzelaktionen ausgehebelt werden kann. Im nächsten Schritt gilt es für die Auswahlspieler*innen, sich mit der 6:0-Abwehr anzufreunden, die jeder verinnerlicht haben muss, der sich in der RLP-Auswahl durchsetzen und dann in anderthalb Jahren beim DHB vorstellen möchte.