Neue Anreize schaffen: Jugendfußball im FVR wird neu strukturiert

02.06.2021 –  Fußballverband Rheinland

Neue Gegner, neue Ligen, neue Struktur: Der Jugendfußball im Fußballverband Rheinland (FVR) stellt sich zur Saison 2021/22 völlig neu auf. Im Rahmen dessen werden die Rheinlandliga und die Bezirksligen aufgestockt und unter Berücksichtigung geografischer Gesichtspunkte anders zugeschnitten als bisher.

Darüber hinaus wird in der Rheinlandliga nach der Hinrunde im Play-off-Modus weitergespielt. „Die aktuelle Struktur der Ligen gibt es bereits seit mehr als 30 Jahren, man trifft oft auf dieselben Gegner. Doch gerade auch der Jugendfußball muss interessant sein und Abwechslung bieten“, sagt Peter Lipkowski, Vorsitzender des Verbandsjugendausschusses. „Durch die Umgestaltung des Spielbetriebs möchten wir neue Anreize schaffen und so versuchen, dem Rückgang der Mannschaftszahlen entgegenzuwirken. Darüber hinaus wird die sportliche Qualität innerhalb der Ligen gesteigert.“

Die Rheinlandliga wird auf maximal 22 Mannschaften aufgestockt und in zwei Staffeln aufgeteilt, allerdings ist die Höchstzahl der Qualifikanten auf vier Mannschaften gedeckelt. Freiwillige Absteiger reduzieren die Mannschaftszahlen, erhöhen aber nicht die Anzahl der Qualifikanten. Nach der Hinrunde wird im Play-off-Modus weitergespielt (Meister- und Platzierungsrunde). Sollte – bedingt durch die Corina-Pandemie – ein Abbruch nach der Hinrunde erforderlich sein, spielen die beiden Staffelersten um den Aufstieg in die Regionalliga, sofern sie die Voraussetzungen zum Aufstieg erfüllen. Die Bezirksligen werden auf insgesamt 48 Mannschaften aufgestockt. Es gibt auf dieser Ebene keine Bezirksliga „Ost“, Mitte“ und „West“ mehr: Die 48 Teams werden in vier Staffeln nach dem Schleswig-Holstein-Modell aufgeteilt – dies besagt, dass Kreisgrenzen für die Staffeleinteilung nicht bindend sind.

Zunächst wird nur eine Hinrunde gespielt. Sollte im Hinblick auf die Corona-Pandemie eine Fortführung darüber hinaus möglich sein, wird auch die Rückrunde ausgetragen. Meldeberechtigt zu Qualifikationsspielen zur Rheinlandliga sind alle Bezirksligateams der Altersklasse sowie alle Rheinlandligamannschaften der jüngeren Altersklasse mit einem Punktequotienten von mindestens 1,5 aus der Saison 2020/21. Die Qualifikationsspiele sind Ersten und Zweiten Mannschaften vorbehalten. Bei Qualifikationsspielen von Zweiten Mannschaften ist auf die Stammspielereigenschaft der letzten Saison zu achten. Freiwillige Absteiger aus der Rheinlandliga werden der Bezirksliga zugeordnet. Diese reduzieren dann die freien Plätze in der Bezirksliga. Meldeberechtigt zu Qualifikationsspielen zur Bezirksliga ist jeder in dieser Altersklasse gemeldete Verein. Als Zeitraum für die Qualifikationsspiele wird der August 2021 festgelegt, sofern die Verfügungslage dies hergibt, ansonsten wird der Zeitraum angepasst.

Je nach Meldungen werden die Qualifikanten an Spieltagen in einzelnen Spielen oder in Turnierform ermittelt – letzteres, wenn es die Corona-Pandemie zulässt. Die Anzahl der Quali-Gruppen richtet sich nach der Anzahl der freien Plätze. Grundsätzlich qualifiziert sich immer nur der Tabellenerste einer Gruppe. Die Einteilung der Gruppen wird nach dem Schleswig-Holstein-Modell vorgenommen. Auf- und Abstieg werden über die Durchführungsbestimmungen geregelt.