Sport in Schule & Verein

 

Ein Modell macht Schule

Das 1994 ins Leben gerufene Kooperationsmodell hat sich bewährt und erfreut sich immer noch großer Beliebtheit. Es hat sich in den letzten Jahren als wichtiger Baustein im Rahmen des außerunterrichtlichen Schulsports erwiesen.

kinder schuleverein

Dabei hat sich das als Talentsichtung und Talentförderung gedachte Modell allerdings mehr in Richtung des Breitensports entwickelt (über 90% aller Kooperationen arbeiten gegenwärtig einzig in diesem Bereich) und erfüllt damit nur in geringerem Umfang die ursprünglichen Erwartungen aus Sicht des Leistungssports.

Dieser Entwicklung muss und soll zwar Rechnung getragen werden, aber bei den Überlegungen zur Weiterentwicklung des Modells darf auch nicht außer Acht gelassen werden, welche Zielsetzung am Anfang stand. Obwohl alle bisherigen Maßnahmen, die Fachverbände zu überzeugen, dieses Modell als Möglichkeit der Talentsichtung und Talentförderung zu nutzen, erfolglos waren, bleibt das Ziel bestehen, einen großen Teil der Kooperationen leistungssportlich auszurichten.

Es wird daher angestrebt, einerseits das Modell für eine breitensportlich orientierte Zusammenarbeit offen zu halten, andererseits in diesem Rahmen aber auch Schulen und Vereine mehr für die Intensivierung von Talentsichtung und Talentförderung sowie den leistungsorientierten Sport ganz allgemein zu gewinnen.

Logo "Jugend trainiert für Olympia".Dass dabei dem Bundeswettbewerb der Schulen „Jugend trainiert für Olympia“ als leistungssportlich orientiertem Wettkampf eine ganz besondere Bedeutung zukommt, wird den Schulen und Vereinen, die bereits jetzt die Kooperation für Maßnahmen in diesem Bereich nutzen, selbstverständlich erscheinen. Es besteht die Hoffnung, durch gezielte Hilfen hier noch mehr Anreizund Unterstützung als bisher geben zu können.

Hinzu kommt, dass mit der zunehmenden Einrichtung von Ganztagsschulen, bei denen der Sport im pädagogischen Zusatzangebot eine äußerst wichtige Rolle spielt und häufig in Zusammenarbeit mit Vereinen realisiert wird, auch hier eine tragbare und von allen nachvollziehbare Lösung gefunden werden muss. Auch Grundschulen können in den Genuss einer Prämie gelangen, wenn sie den Schwerpunkt ihrer Arbeit in der jeweiligen Kooperation auf die Talentsichtung legen.


Formale Vorgaben

Folgende Kriterien müssen für eine Kooperation erfüllt sein:

  • Die Mindestzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer beträgt zwölf.
  • Es muss ganzjährig (Ausnahme: Ferien) mindestens 1,5 Stunden Training/Übungszeit pro Woche geben (keine Kurse, Schnuppertage oder Exkursionen).
  • Die Trainings- bzw. Übungszeit liegt innerhalb der Kernzeiten der Schule (montags bis freitags von 8.00 – 18.00 Uhr).
  • Die Leiterin/der Leiter der Gruppe muss eine gültige Lizenz, mindestens C-Lizenz, vorweisen können.
  • Es wird die Teilnahme am Wettbewerb "Jugend trainiert für Olympia" erwartet.
  • Es muss sich um ein zusätzliches Bewegungsangebot für interessierte Schülerinnen und Schüler handeln. Kooperationsmaßnahmen dürfen kein Ersatz für Sportunterricht/Arbeitsgemeinschaften der Schule sein, es darf sich auch nicht um die einfache Integration der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in bestehende Vereinstrainingsgruppen handeln.
  • Einem Verein/einer Schule werden grundsätzlich maximal 5 Kooperationen in unterschiedlichen Sportarten genehmigt.
  • Alle Abweichungen von diesen Regelungen sind im Vorfeld der Bewilligung schriftlich von Schule und Verein gemeinsam zu beantragen (z.B. Training am Samstag).
  • Die Abgabefristen sind Ausschlussfristen. Der Nachweis über die fristgerechte Versendung der Unterlagen obliegt den Schulen/Vereinen.

Die ADD wird stichprobenartig die Durchführung der Kooperationen sowie die Einhaltung der formalen Kriterien überprüfen.
Sind die oben genannten Bedingungen für eine Kooperation erfüllt, kann dem Landessportbund jährlich zum 31. Mai ein Neuantrag eingereicht werden. Die Aufnahme neuer Kooperationen erfolgt immer im Sommer zum neuen Schuljahresbeginn.

 

Partnerschulen

Seit dem Jahr 2009 besteht sowohl für Grundschulen als auch für weiterführende Schulen die Möglichkeit, das Prädikat "Partnerschule" zu erhalten.
Bereits auf der Ebene der Grundschulen können erste Maßnahmen der Talentförderung durch ein vielfältiges außerunterrichtliches Zusatzangebot im Sport unterstützt werden. Die hierzu passende Qualifizierungsstufe heißt "Partnerschule - Bewegung, Spiel, Sport".
Die Auszeichnungen für weiterführende Schulen heißt "Partnerschule des Sports". Voraussetzung hierfür ist eine abgestimmte Zusammenarbeit zwischen der Schule und leistungsorientiert arbeitenden Vereinen bzw. Fachverbänden, die in einer Kooperationsvereinbarung beschrieben wird. Ziel der gemeinsamen Anstrengungen ist es, gute schulische Leistungen und zugleich sportliche Erfolge talentierter und interessierter Jugendlicher zu ermöglichen bzw. zu fördern.
Die Auszeichnung der Schulen erfolgt für einen Anerkennungszeitraum von vier Jahren und kann dann verlängert werden.

Ernannte „Partnerschulen für Bewegung, Spiel und Sport“:
    Grundschule Annweiler, www.gsannweiler.de
    Grundschule Am Bodenländchen Schweich, www.gs-am-bodenlaendchen-schweich.de
    Grundschule Daun, www.grundschule-daun.de
    Grundschule Hilgardschule Zweibrücken, www.hilgard.schule-zw.de
    Grundschule Marksburgschule Braubach, www.marksburgschule.net
    Grundschule Niederneisen, www.grundschule-niederneisen.de
    Grundschule Pfarrer-Bechtel Mendig, www.grundschule-mendig.de
    Grundschule Pirmasens, www.gswittelsbach.de
    Grundschule Salierschule Speyer, www.salierschule-speyer.de
    Grundschule Weißenthurm, www.grundschule-weissenthurm.de

Ernannte „Partnerschulen des Sports“:
    Auguste Viktoria Gymnasium Trier, www.avg-trier.de
    Friedrich-Magnus-Schwerd Gymnasium Speyer, www.fmsg-speyer.de
    Friedrich-Wilhelm Gymnasium Trier, www.fwg-trier.com
    Hofenfels-Gymnasium Zweibrücken, www.hofenfels.de
    IGS Edigheim Ludwigshafen, www.igs-edigheim.de
    Kurfürst-Balduin-Gymnasium Münstermaifeld, www.kuba-gym.de
    Otto Schott Gymnasium Mainz-Gonsenheim, www.osg-mainz.de
    Realschule plus Adenau, www.rsplus-adenau.de
    Sophie Hedwig Gymnasium Diez, www.shgym-diez.de
    Theresianum Mainz, www.theresianum-mainz.de
    Werner-Heisenberg Gymnasium Neuwied, www.whgneuwied.de
    Wilhelm-von-Humboldt Gymnasium Ludwigshafen, www.whg-lu.de
    Otto-Hahn Gymnasium Landau, www.ohg-landau.de/cms/

 

Weitere Informationen zum Kooperationsmodell entnehmen Sie bitte der Broschüre "Sport in Schule & Verein". Diese kann beim LSB kostenlos angefordert oder über unten stehenden Link heruntergeladen werden.

Ansprechpartnerin im Landessportbund zum Thema "Sport in Schule & Verein" ist: Katrin Riebke.

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