Kirche und Sport im Dialog

Der Landesarbeitskreis „Kirche und Sport“ in Rheinland-Pfalz ist Bindeglied zwischen Kirche und Sport. In Sitzungen, Studientagungen, Werkwochen und anderen Veranstaltungen behandelt er kontinuierlich Themen, die der Partnerschaft neue Wege und weitere Gemeinsamkeiten aufzeigen.
Bei der Behandlung sportkritischer, christlich-ethischer und sozialpolitischer Themen zieht der Landesarbeitskreis auch fachspezifische Praktiker und Wissenschaftler hinzu. Die erarbeiteten Ergebnisse werden breit gefächert in Kirche, Staat, Sport und Medien bekannt gemacht. Aktuell ist eine kleine Handreichung für Übungsleiter und Trainer mit vielen Praxisbeispielen zum Thema „Walking to heaven – ein spirituelles Walken“.
Sie kann kostenlos angefordert werden beim Landessportbund Rheinland-Pfalz, Rheinallee 1, 55116 Mainz, Tel: 06131/2814-371 oder per E-Mail: h [PUNKT] gunnemann [AT] lsb-rlp [PUNKT] de.
 

 
Die Broschüre Walking to heaven
Die Handreichung Walking to heaven mit Informationen und praktischen Beispielen zur Durchführung einer Walking to heaven Veranstaltung finden Sie in der neuen Broschüre. Diese finden Sie im unten stehenden Download-Center.
 

 
Trauer im Sport
Die App des Landesarbeitskreises Kirche und Sport des Landessportbundes Rheinland-Pfalz. 
Du suchst seelsorgerische Hilfe bei einem Todesfall oder schwerem Unfall im Sport? Dann bist du hier richtig.
Downloade die APP "Trauer im Sport":

 

 

 

 

 

 

 



Landesarbeitskreis Kirche und Sport unterstützt das Konzert

Walking to heaven - Auf dem Weg nach Santiago de Compostela

Am 11.10.2018 spielte das ENSEMBLES STELLARIS in historischen Kostümen und mit ebenso historischen Instrumenten ein äußerst ansprechendes Konzert in der Kirche des Klosters Arnstein in Obernhof/Lahn. Der Konzerttitel bewog den LAK Kirche und Sport des Landessportbundes, dieses Konzert nicht nur finanziell sondern auch ideell zu unterstützen, passt der Titel doch genau in die Themenreihe des Arbeitskreises „Walking to heaven“.

Quelle: privatRalf Neuschwander, Vorsitzender des LAK, ließ es sich nicht nehmen, persönlich zum Konzert anzureisen und die Besucher zu begrüßen. Gemeinsam mit der hauptamtlichen Leitung des LAK aus dem Landessportbund, Hiltrud Gunnemann, freute er sich über die wunderschönen Gesänge und staunte über die historischen Instrumente, denen das Ensemble wohlklingende Töne entlocken konnte. Auch die „bewegende“ Choreographie und stets andere Aufstellung der Gruppe, ließ den Besucher immer wieder sehr aufmerksam zuhören und zusehen. Schließlich sollte es bei Walking to heaven auch bewegend zugehen, wie Neuschwander in seiner Begrüßung feststellte.

 

 

Quelle: privatDas Ensemble nahm die Zuhörer mit auf eine musikalische Pilgerreise, die sie durch viele Länder und viele Epochen der Zeitgeschichte Europas führte. Ein Lektor machte die alten Texte aus aller Herren Länder verständlich, verbindet Musik und Epoche, Kultur und Sprache einer längst vergangenen Zeit zu einer harmonischen Einheit. Die sorgfältig ausgewählte Gewandung ist der Zeit angepasst und unterstreicht eindrucksvoll den historischen Charakter der Darbietungen bis die Reise schließlich in Santiago de Compostela mit einem gesanglich imposanten Finale endet.

Das Konzert wurde vom Bistum Limburg in Zusammenarbeit mit Peregrini e.V. und dem Landessportbund veranstaltet.

 
 
 


Leckerbissen der Fußball-Exotenliga im Sommer 2018
Pfarrer spielen gegen Imame beim Integrationsturnier in Landau

Seit Jahren war es der Traum von Orhan Yilmaz, dem Vorsitzenden des Türkischen SV Landau - ein Fußballspiel von Pfarrern gegen eine Mannschaft von Imamen. In der Pfalz hat es so etwas noch nie gegeben, frühere Versuche scheiterten daran, dass die Imame keine Mannschaft zusammengestellt werden konnten. Doch jetzt, beim Integrationsturnier des TSV, war es geschafft. Neben den 16 Multikulti-Teams, in denen Landauer aus vielen in der Stadt vertretenen Nationen spielten, konnten auch die Geistlichen des Islam und der Protestanten gegeneinander antreten. Das Spiel sollte ein Zeichen setzen für Freundschaft und ein friedliches Miteinander in der Stadt. Immer wieder ist das Zusammenleben belastet durch Scharfmacher, die den Integrationsprozess und den interkulturellen Dialog bedrohen. Imame wie Pfarrer wollten damit Vorbild für Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen: Befreundet zu sein und zusammenzuleben trotz kultureller Unterschiede und Besonderheiten sollte hierbei nicht als Hindernis, sondern als Chance verdeutlicht werden.

Quelle: privatAm leichtesten lasse sich das beim Sport umsetzen, so Orhan Yilmaz bei seiner Ansprache vor dem Spiel. Über den Sport lerne man sich gegenseitig kennen und erlebe sich als Freund auf Augenhöhe. Seit Jahren trägt Yilmaz durch seine Arbeit im städtischen Ausschuss für Migration des Landauer Stadtrats zur Verständigung von Volksgruppen in der Stadt bei. Immerhin sind in Landau Menschen aus 117 unterschiedlichen Nationen vertreten - somit eine Mammutaufgabe, der sich Yilmaz verschrieben hat.

Das Fußballspiel gewannen übrigens die Pfarrer mit 5:3. Lange sah es nach einem Sieg der Imame aus, ehe die Pfarrer in der zweiten Halbzeit alles klar machten. Aber viel wichtiger war, dass die Spieler neue Freunde gewonnen haben. Das sollten auch die Zuschauer spüren, denn viele von ihnen stellten selbst aktive Mannschaften beim Integrationsturnier. Das gewannen übrigens die Tamilen nach einem spannenden Endspiel im Elfmeterschießen gegen die Kingstreet6. Bleibt dem Türkischen SV als Veranstalter zu wünschen, dass er seine Integrationsarbeit zum Wohl der Stadt fortsetzen kann und mit weiteren Highlights in den kommenden Jahren aufwartet.

Ralf Neuschwander
Vorsitzender LAK Kirche und Sport


 
Kirche und Sport gemeinsam für Vielfalt und Integration

Landessportbund und Kirchen wollen Verbindung stärken / Bei Spitzentreffen in Mainz wird neue Trauer-App präsentiert
Seltenes Bild: LSB-Präsidentin Karin Augustin traf sich in der Lotte-Loge der Opel Arena zum Meinungsaustausch mit dem Mainzer Bischof Peter Kohlgraf (l.) und EKHN-Präsident Volker Jung (r.) sowie weiteren hochrangigen Vertretern von Kirche und Sport. Foto: M. HeinzeSpitzenrepräsentanten aus Kirche und Sport in Rheinland-Pfalz haben sich in Mainz dafür ausgesprochen, noch enger zusammenzuarbeiten. Glaube und Sport motiviere Menschen dazu, sich für gegenseitigen Respekt, Toleranz und Fairness einzusetzen, heißt es in einem gemeinsamen Papier, das rund ein Dutzend Teilnehmer von Landessportbund, den katholischen Bistümern und den evangelischen Kirchen des Bundeslandes unterzeichneten – darunter auch LSB-Präsidentin Karin Augustin, der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf sowie Volker Jung, Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Das gemeinsame Papier, bestehend aus acht Thesen, finden Sie im Download-Bereich.
Kirchen und Sportverbände wollen demnach gemeinsam weiter für Vielfalt und gegen Populismus in der Gesellschaft eintreten. Gerade der Sport und seine Vereine leisteten einen wichtigen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen. Vehement sprachen sich die Vertreter gegen zunehmenden Populismus in Gesellschaft und Politik aus. Kirche und Sport trügen mit „klaren Wertesystemen“ dazu bei, dass sich Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen begegnen können. So würden Vorurteile abgebaut. Zugleich biete dies die Möglichkeit, auch auf Nöte und Fehlentwicklungen hinzuweisen. Wichtig sei es, zu „differenzieren und nicht zu diffamieren“. Sport und Kirche sähen es darüber hinaus als gemeinsame Aufgabe an, „Menschen zu helfen, ihren gleichberechtigten Platz in der Gesellschaft zu finden“. Dazu gehöre es, ihnen eine „selbstbestimmte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben“ zu ermöglichen.

Dass Leistung und Sport zusammengehören, darüber waren sich die Spitzenrepräsentanten einig. „Leistung und Erfolge seien erwünscht, aber nicht um jeden Preis und vor allem nicht um den Preis der Gesundheit der Athleten“, heißt es in dem gemeinsamen Papier weiter. Auch bleibe eine Verzerrung der Wettbewerbsgleichheit durch unfaire Mittel inakzeptabel. Kirchenvertreter und Sportfunktionäre erneuerten schließlich auch ihre Forderung nach einem stärkeren Schutz des Sonntags. Die Sonn- und Feiertage dienten der Verfassung nach „der seelischen Erhebung“. Dazu könnten Sportangebote der Vereine und Besuche der Gottesdienste in den Kirchengemeinden auf je eigene Weise beitragen. Ökonomische Zwänge und Auswüchse bei den Ladenöffnungszeiten dürften nicht dazu führen, die Sonn- und Feiertagsruhe weiter auszuhöhlen.

Präsentiert wurde nicht zuletzt die neue Trauer-App für Übungsleiter, die der Landesarbeitskreis „Kirche und Sport“ des LSB herausgebracht hat und die seit Sonntag frei zugänglich ist. Auch wenn jedem Verein zu wünschen ist, diesen Service nie zu brauchen, weiß jeder im Sport von Gefahren und Schicksalsschlägen rund um Wettkämpfe und Training. „Mit dieser App sind wir tief im seelsorgerischen Bereich aktiv“, machte der Landauer Pfarrer Ralf Neuschwander, Vorsitzender des Landesarbeitskreises, deutlich. Die Trauer-App leitet Übungsleiter, Funktionäre oder Aktive in Krisenmomenten mit klaren Ansagen durch die Krise, hilft später beim professionellen Umgang mit einer Trauersituation und bietet schließlich praktische Hilfe für angemessenes Verhalten in der Folgezeit. Wenn Mitspieler, Gegner oder Zuschauer zu Tode kommen, bietet das innovative Angebot laut Neuschwander „kleinschrittige Unterstützung, wenn man nicht mehr weiter weiß“. Zu finden ist die App in den Playstores für Android und iphone OS unter „Trauer im Sport“.
Zum Landessportbund Rheinland-Pfalz gehören mehr als 6.100 Vereine mit gut 1,6 Millionen Mitgliedern. Die am Treffen beteiligten Landeskirchen und Bistümer, deren Gebiet auch über das Bundesland Rheinland-Pfalz hinausreicht, repräsentieren insgesamt knapp acht Millionen evangelische und katholische Gläubige. An dem Spitzentreffen nahmen auch der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters, der Vizepräsident der Evangelischen Kirche im Rheinland, Johann Weusmann, der Speyerer Domkapitular Franz Vogelsang, Beate Gilles, Dezernentin im Bistum Limburg sowie Oberkirchenrätin Marianne Wagner aus der evangelischen Kirche der Pfalz, teil. Erstmals hatte es im Oktober 2013 in Rheinland-Pfalz eine Spitzenbegegnung gegeben.
 
  
 

Ansprechpartnerin Kirche & Sport

Ihre Ansprechpartnerin im Landessportbund für Kirche & Sport ist: Hiltrud Gunnemann.

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