Internationale Zusammenarbeit ist gelebte Tradition im LSB

 

Internationale Jugendgruppe.

Der Sport ist das Medium schlechthin, von dem eine große Integrationskraft ausgeht, er führt Menschen zusammen und trägt dazu bei, Vorurteile und Ressentiments abzubauen. Auch in Zukunft wird der Sport die Landespartnerschaften mittragen und mitgestalten. Sei es mit Burgund (Frankreich), Ruanda (Zentralafrika), und Valencia (Spanien), oder neuerdings mit Oppeln in Polen. Doch ebenso viel Wert wird auf die Weiterentwicklung der Partnerschaften mit den Freunden in Nabeul (Tunesien) und dem ungarischen Komitat Komárom-Esztergom gelegt.

Internationale Zusammenarbeit hat Tradition

Die internationale Zusammenarbeit hat beim Landessportbund Rheinland-Pfalz Tradition. Mit seinen Partnerschaften bietet er die Plattform und den Rahmen zu Begegnungen und zum Dialog. Gerade in Rheinland-Pfalz – mitten im Herzen Europas gelegen und traditionell in hohem Maß offen gegenüber anderen Kulturen – wird der Austausch besonders intensiv gefördert und unterstützt.

Mit der Öffnung Osteuropas ist die Bedeutung des Sports als Brücke zwischen den Völkern noch gewachsen. Der rege Sportaustausch und die vielfältigen internationalen Ausbildungskurse, Konferenzen, Seminare und Sportbegegnungen sind beispielhaft und finden bundesweit höchste Anerkennung.

Sport fördert Einigungsprozess

Den Beitrag, den der Sport für den europäischen Einigungsprozess leisten kann, wird oft noch unterschätzt. Mit der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit Luxemburg, dem Saarland, Lothringen, der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens und der belgischen Provinz Luxemburg, im Rahmen des 1996 gegründeten und vom LSB initiierten Euro-Pools, wird das Potential, das im Sport steckt, besonders deutlich.

Mit der Europäischen Sportakademie in Trier, im Herzen der Großregion Saar-Lor-Lux, setzen wir weitere Akzente. Nutznießer sind die Vereine und Verbände, die hier eine Bildungsstätte vorfinden, die höchsten Ansprüchen genügt (siehe auch eigenen Bericht der Sportakademie in dieser Ausgabe auf den Seiten 12 und 13).

Ein Schwerpunkt unserer internationalen Kooperation stellt die Sportförderung im Partnerland Ruanda dar. In Zusammenarbeit mit der Landesregierung und hier insbesondere mit dem Ministerium des Innern und für Sport, sowie der ruandischen Regierung und dem Koordinationsbüro in Kigali werden umfangreiche Programme verwirklicht, die auf die Hilfe zur Selbsthilfe in den Regionen vor Ort abzielen.

Aus- und Fortbildungen

Sport verbindet! Lehrerausbildungen, Materialhilfe und Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur im Sport sind die Schwerpunkte, die beim Ausgleich zwischen den Volksgruppen in Ruanda helfend eingreifen und diesen Prozess unterstützen sollen.

Die Zusammenarbeit mit internationalen Sportpartnern ist ein traditionelles sportpolitisches Arbeitsfeld des Landessportbundes, denn bereits seit Beginn der sechziger Jahre werden Partnerschaften gepflegt. Seine Eignung als Mittler zur Völkerverständigung ist unumstritten, deswegen muss er bei der Entwicklung des vereinten Europas Antreiber und Vorreiter sein.

In diesem Kontext erweitern sich im europäischen Einigungsprozess kontinuierlich die Anforderungen an den LSB und damit an den Arbeitskreis und das Referat für internationale Fragen.

Beobachtung und Dokumentation aller maßgeblichen, sportrelevanten Entwicklungen in Brüssel sowie Beschaffung, Aufbereitung und Weitergabe von europäischen Beschlüssen, Vereinbarungen und Förderprogrammen, die direkt oder mittelbar Bedeutung für die Vereine und Verbände haben, sind neue Aufgaben. Mit dem EU-Büro des deutschen Sports in Brüssel hat der LSB dabei einen wichtigen und leistungsfähigen Partner.


Ansprechpartner Internationale Fragen

Melanie Brumm und Daniel Mouret.

Ihr Ansprechpartner im Landessportbund für Internationale Fragen ist: Daniel Mouret.


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