Strengere Maßnahmen ab einer 7-Tages-Inzidenz über 200 gelten ab dem 1. April

Konsolidierte Fassung der 18. CoBeLVO bringt vereinzelte Änderungen für den Sport

01.04.2021 –  Landessportbund Rheinland-Pfalz

Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat Änderungen an der aktuellen Corona-Bekämpfungsverordnung (18. CoBeLVO) erlassen. Ab dem 1. April tritt dafür eine konsolidierte Fassung der 18. Corona-Bekämpfungsverordnung in Kraft, die auch für den Freizeit- und Breitensport Änderungen vorsieht. Auf der einen Seite verschärft eine Muster-Allgemeinverfügung für Landkreise und kreisfreie Städte ab einem 7-Tages-Inzidenzwert über 200 die Bekämpfungsmaßnahmen in den jeweils betroffenen Regionen nochmals, auf der anderen Seite ermöglicht sie den kontaktfreien Wettkampf in Einzelsportarten im Freien mit einer begrenzten Personenanzahl. Zuvor war hier lediglich ein Trainingsbetrieb möglich.

Mit einem erhöhten Anstieg der Corona-Infektionen In Rheinland-Pfalz, verursacht vor allem durch die britische Mutation, begründet die Landesregierung die Änderungen an der 18. Corona-Bekämpfungsverordnung, die nun in eine konsolidierte Fassung geführt haben. Da nun auch 7-Tages-Inzidenzwerte über 200 in den Landkreisen und kreisfreien Städte möglich sind, ist eine entsprechende Muster-Allgemeinverfügung der konsolidierten Fassung der 18. CoBeLVO angehängt worden. Diese Muster-Allgemeinverfügung (Anlage 4) betrifft auch den Sport und schränkt diesen weiter ein. Abweichend zur allgemein geltenden Landesverordnung besagt diese, dass die sportliche Betätigung im Amateur- und Freizeitsport in Einzelsportarten nur im Freien und nur noch alleine oder mit Personen, die dem eigenen Hausstand angehören, zulässig ist. Sport mit einer Person aus einem anderen Hausstand ist demnach nicht mehr erlaubt. Diese Schutzmaßnahmen sind weiterhin als Mustervorlage zu verstehen, rechtskräftig sind die jeweiligen Allgemeinverfügungen der Landkreise und kreisfreien Städte.

Kontaktfreier Wettkampf in Einzelsportarten im Freien unter bestimmten Voraussetzungen möglich  

Die zweite Neuerung der konsolidierten Fassung der 18. Corona-Bekämpfungsverordnung, die den Sport betrifft, ermöglicht den kontaktfreien Wettkampf in Einzelsportarten im Freien – zuvor galt diese Regelung nur für das kontaktfreie Training. Jedoch untersteht der kontaktfreie Wettkampf im Freien bestimmten Kontaktbeschränkungen nach 18. CoBeLVO §2 Abs. 1. Erlaubt ist demnach kontaktfreier Wettkampf im Freien alleine, mit den Angehörigen des Hausstands oder zusätzlich mit Personen eines weiteren Hausstands, höchstens jedoch mit insgesamt fünf Personen. Da jedoch auch in diesem Fall wieder die Allgemeinverfügungen der Landkreise und kreisfreien Städte stringentere Regelungen enthalten können, ist stets eine Überprüfung der jeweiligen Allgemeinverfügung und der aktuellen 7-Tages-Inzidenzwerte vorzunehmen.

Ziel ist es weiterhin, Kontakte auf ein nötiges Minimum zu reduzieren, um die Gefahr einer noch stärkeren exponentiellen Dynamik der Ausbreitung der Infektionszahlen der aktuell dritten Welle so gering wie möglich zu halten. Der Landessportbund und die regionalen Sportbünde appellieren daher an alle ihre Verbände und Vereine, gewohnt verantwortungsbewusst und sorgsam die Regeln einzuhalten.

Der Trainings- und Wettkampfbetrieb des Profi- und Spitzensports ist auf und in öffentlichen und privaten Sportanlagen weiterhin zulässig, sofern ein von den Sportfachverbänden oder Ligaverantwortlichen erstelltes Hygienekonzept vorliegt und beachtet wird. Schwimm- und Spaßbäder, Saunen, Thermen, Fitnessstudios, Tanzschulen und ähnliche Einrichtungen im Innenbereich bleiben weiterhin geschlossen.

Die konsolidierte Fassung der 18. Corona-Bekämpfungsverordnung gilt voraussichtlich bis zum 11. April.

Eine detaillierte Übersicht der aktuellen Inzidenzwerte der Landkreise/kreisfreien Städte finden Sie hier.