LSB-Meisterehrung in Ingelheim mit vielen bekannten Gesichtern

55. Auflage der Traditionsveranstaltung: Landessportbund bedankt sich bei seinen Topathleten / „Wir sind im Leistungssport gut aufgestellt“

Champions, wohin das Auge reicht: Das Abschlussbild der Meisterehrung 2018 auf der Bühne im Ingelheimer kING. Foto: LSB/B. EßlingDieses Stelldichein erfolgreicher Sportlerpersönlichkeiten hat Tradition: Bei seiner 55. Meisterehrung sagte der Landessportbund Rheinland-Pfalz (LSB) in der kING Kultur- und Kongresshalle in Ingelheim 156 Sportlern und 20 Trainern aus 34 verschiedenen Sportarten Danke dafür, dass sie im vergangenen Jahr auf nationaler oder auch internationaler Ebene tolle Erfolge geholt hatten. Unter den Geehrten waren 81 Männer und 75 Frauen. Gut 90 Asse, die 2018 DM-Titel gewonnen oder mit Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften dekoriert wurden, waren persönlich vor Ort in der Rotweinstadt. Ob Gewichtheberin Nina Schroth (AC Mutterstadt), Ruderer Richard Schmidt (RV Treviris Trier), Aerobic-Ass Paul Engel (TG 1847 Nieder-Ingelheim) oder 3.000-Meter-Hindernis-Star Gesa Krause (Silvesterlauf Trier) – bei der Feierstunde wimmelte es nur so von Ausnahmekönnern mit mehr oder weniger bekannten Gesichtern. In drei Ehrungsblöcken wurden die Einzelsportler und Trainer mit der Ehrennadel des Landessportbundes in Gold geschmückt, die Mannschaften durften die LSB-Ehrenplakette mit nach Hause nehmen.


„Hier als LSB-Präsident stehen zu dürfen, ist für mich eine Ehre“, sagte der neue Chef des Landessportbundes Jochen Borchert, nach wie vor auch für Leistungssport zuständig. „Wir gehen im Präsidium diesen Weg weiter, den wir eingeschlagen haben mit meinem Vorgänger Prof. Thieme – jetzt leider ohne ihn.“ Von der topmodernen Veranstaltungsstätte in Ingelheim zeigte sich Borchert begeistert. Die Meisterehrung der LSB-Sportjugend am 18. April wird ebenfalls im kING steigen. „Und auch im nächsten Jahr sind wir mit beiden Ehrungen wieder hier“, sagte Borchert, der betonte, dass der LSB im Leistungssport wie im Nachwuchsleistungssport „gut aufgestellt“ sei. „Wir sind mit geänderten Förderrichtlinien unterwegs, haben die eine oder andere Schnur ein bisschen gerade gespannt, damit alle daran kommen.“ Der neue Sportstaatssekretär Randolph Stich bekräftigte, der Sport sei für die Gesellschaft „extrem wichtig“. Dies wisse man im Innenministerium, daher wolle man „nicht nur ein guter Förderer, sondern auch ein guter Ansprechpartner“ sein.

Nachdem Sie von Borchert, Stich und Lotto-Prokurist Dirk Martin ausgezeichnet worden waren, plauderten die Protagonisten im Gespräch mit Moderator Stephan Lenhardt aus dem Nähkästchen. Karate-Weltmeister Jonathan Horne etwa ließ sich von Lenhardt entlocken, dass er „ein aktives Kind“ war und als kleiner Junge liebend gerne Bruce Lee-Filme schaute. Heute bereite es ihm „einen riesengroßen Spaß, die Motivation bei Kindern und Jugendlichen anzureizen“. Die 20 Olympia-Quali-Turniere seien „ein heftiges Pensum – aber ich bin ja noch jung“. Die Kraftdreikämpfer um Coach Andreas Koch machten deutlich, dass es in ihrer Disziplin keineswegs nur um Kraft geht, sondern auch um jede Menge Technik. Sportsoldatin Gesa Krause verriet selbstkritisch, dass sie sich gewünscht hätte, „dass ich in der Halle flotter unterwegs bin“. Wobei bis zum Saisonhöhepunkt noch jede Menge Zeit sei. Von Borchert wurde die zierliche Weltklasse-Athletin nachträglich für ihren zweiten Platz bei der Landessportlerwahl 2018 geehrt. Für beste Unterhaltung der fast 250 Sportler, Trainer Betreuer, Förderer und Freunde des rheinland-pfälzischen Sports sorgten die 7 bis 13 Jahre alten Taekwondo-Talente des TC Ingelheim sowie die Aerobicturner der TG 1847 Nieder-Ingelheim die den Abend mit ihren spektakulär-quirligen Vorführungen bereicherten.

Fotos der Veranstaltung finden Sie hier.