„Das Wohl des Waldes im Mittelpunkt“

Miteinander von Sport, Waldwirtschaft und Naturschutz beim Tag des Waldes im Walderlebniszentrum Soonwald / Talkrunde mit Forstministerin Höfken und LSB-Präsident Thieme

Talkrunde im Soonwald (v.l.): Hans-Günter Fischer (Bürgermeister von Linz und Vorsitzender des Waldbesitzerverbandes für RLP), Joachim Rodenkirch (Bürgermeister von Wittlich und Vorsitzender des Forst- und Umweltausschusses des GStB), Emma und Markus Eydt (Mountainbiker und Teilnehmer Junior-WM), Manuel Andrack (Buchautor und Moderator der Talkrunde), Bettina Dickes (Landrätin Kreis Bad Kreuznach), Ulrike Höfken (Forstministerin RLP) und Prof. Lutz Thieme (LSB-Präsident). Foto: Landesforsten RLPIm Walderlebniszentrum Soonwald hat die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken anlässlich der Deutschen Waldtage 2018 gemeinsam mit Prof. Lutz Thieme, Präsident des Landessportbundes, und weiteren Gästen über den Wald als Erholungsraum diskutiert. Ziel der Deutschen Waldtage ist es, vor allem den Dialog zwischen Forstwirtschaft und Sport zu vertiefen. Der Wald ist Erholungsraum und Trainingsstätte für täglich tausende Waldbesucher. Ein großer Anteil davon Sportler. Dabei ist gegenseitiges Verständnis und Rücksichtnahme nicht nur wichtig. Es nützt allen. Dem Wald, der Natur und dem Menschen. Forstministerin Ulrike Höfken ließ bei der rheinland-pfälzischen Zentralveranstaltung in Schöneberg bei einer Talkrunde unter dem Motto „Wald bewegt“ keinen Zweifel an ihrem Willen zur gedeihlichen Kooperation der Akteure.

Am dritten September-Wochenende haben bundesweit Forstleute und Waldbesitzende auf Initiative des Bundeslandwirtschaftsministeriums in Kooperation mit dem Deutschen Olympischen Sportbund und dem Deutschen Forstwirtschaftsrat zu mehr als 200 Veranstaltungen in die Wälder eingeladen. Gut 40 davon fanden in Rheinland-Pfalz statt.

Moderiert vom Buch-Autor und leidenschaftlichen Wanderer Manuel Andrack diskutierten Höfken und Thieme gemeinsam mit weiteren Gästen aus Sport und Politik zum Thema „der Wald als Sportarena“. Lutz Thieme stellte dabei dessen herausragenden Stellenwert für die Bewegung und sportliche Freizeitgestaltung heraus. „Sportarten wie Wandern, Orientierungslauf, Skilanglauf, Joggen, Nordic Walking, Radfahren, Mountainbiking, Triathlon, Reiten, Klettern in baumbestandenen Regionen, Paddeln an bewaldeten Fließgewässern und Hängegleiten von exponierten Stellen aus finden im und am Wald statt.“ Für viele Sportarten und Vereine sei der Wald einfach unverzichtbar, so der LSB-Präsident. Unverzichtbar nicht nur für organisierte Sportler – auch für unzählige Freizeitsportler und natürlich auch als Trainingsraum und Ort unzähliger sportlicher Veranstaltungen und Wettbewerbe aller Stufen des Breiten- und Leistungssports. Ihrer gesellschaftlichen Verantwortung für den Erhalt von Natur und Umwelt sind sich gerade die „Waldsportler“ bewusst. Vielerorts gibt es runde Tische oder Arbeitskreise in denen sich Natursportler, die Waldbesitzer, Waldbewirtschafter und Naturschützer austauschen mit dem Ziel den Wald als Ort der Begegnung der Sportler mit der Natur zu erhalten.

Miteinander reden und handeln, Selbstverpflichtungen der Sportler und freiwillige Vereinbarungen entschärfen Probleme. Dazu gehören auch „Goldene Regeln“ oder Verhaltenskodizes, die sich die Natur-Sportverbände gegeben haben, um sich naturverträglich im Wald zu bewegen. Die Selbstkontrolle der Sportler erhöht hier die Wirksamkeit.

„Nicht nur der Wald steht jederzeit für alle Menschen offen, auch unsere Forstleute haben ein offenes Ohr“, betonte die Ministerin. „Denn informierte, aufgeklärte, engagierte und verantwortungsbewusste Waldbesucher helfen den Forstleuten dabei, unseren Wald schützen zu können und zukunftssicher zu machen“, so Höfken. „Daher ist mir Informations- und Bildungsarbeit ein ganz wichtiges Anliegen.“ Landessportbund und Forst griffen diesen Wunsch der Ministerin auf. So wurde vereinbart, mit dem Mittel der Waldpädagogik die Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Schutz und die Bedeutung von Wald und Natur anzugehen. Schon vor einigen Wochen hat die Zusammenarbeit von LSB und Umweltministerium konkret begonnen. Revierförster und Umweltpädagogen von Landesforsten Rheinland-Pfalz sind in die Schulungen der Vereine im Bereich der Sportjugend Rheinland-Pfalz-Aktion „Ferien am Ort“ integriert. Bei diesem Projekt laden hunderte rheinland-pfälzische Sportvereine während der Ferienzeit jugendliche Sportler dazu ein, ihre Ferien sportlich und gemeinsam in unserem Land, vor Ort, zu verbringen. Ganz oft ist der Wald der Ferienort. 2019 wird „Ferien am Ort“ unter dem Motto „Wald bewegt“ starten.