Neue Veranstaltungsreihe: „Sport trifft SWR“ erfolgreich gestartet

Exklusive Führung durch WM-Studio in Baden-Baden / Rheinland-Pfälzische Delegation beeindruckt

Beeindruckt von der Multimedialität des ARD-WM-Studios in Baden-Baden zeigte sich die rheinland-pfälzische Delegation mit (v.l.) Ralf Anselmann (LSB-Sporthilfe-Kurator), Dieter Krieger (LSB-Vizepräsident Sportentwicklung), Karin Augustin (LSB-Ehrenpräsidentin und Mitglied im SWR-Rundfunkrat), Walter Benz (Präsident Pfälzer Turnerbund) und Claudia Altwasser (LSB-Vizepräsidentin Gesellschaftspolitik). Foto: R. ThiemSport ist nicht nur Fußball und die SWR-Sportredaktion ist schon sehr multimedial – diese Botschaft nahmen die rund 60 Verbands- und Vereinsvertreter sowie Spitzensportler aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz aus Baden-Baden mit, wo sich die SWR-Sportredaktion in einem weltmeisterlichen Umfeld präsentierte. Im Fernsehstudio der Sendung „ARD-Buffet“ – direkt neben dem Studio, aus dem ARD und ZDF die Fußball WM senden. Die exklusive Führung durch das WM-Studio war der beeindruckende Auftakt zur ersten Veranstaltung „Sport trifft SWR“.

In der anschließenden Diskussionsrunde begegnete SWR-Sportchef Harald Dietz der Kritik, im Fernsehen sei nur Fußball zu sehen, mit Fakten: 2016 habe der Fußball nur 25 Prozent der gesamten Sportberichterstattung im Ersten betragen. Manchmal sei es besser mit einem kurzen Bericht in die Fernsehnachrichten (SWR Aktuell) zu kommen, ergänzte Moderator Michael Antwerpes. Diese Nachrichtensendungen würden von bis zu einer Millionen Menschen gesehen werden – das seien die Topsendungen im SWR.

DOSB Präsident Alfons Hörmann sagte, je mehr Gewicht der Fußball auf der einen Seite bekomme, desto schwieriger sei es für andere Sportarten, auf sich aufmerksam zu machen. Der ehemalige Fußballspieler Hörmann zeigte aber auch Verständnis für die TV-Anstalten. Wenn die Sender vertragliche Verpflichtungen eingingen, um die begehrten Rechte zu bekommen, hätten sie auch Pflichten einzuhalten. Kritisch zur Entwicklung des Fußballs äußerte sich der Präsident des Fußball-Bundesligisten SC Freiburg, Fritz Keller. Es gäbe ja nun sogar eine tägliche Fußballzeitung eines großen Verlages, die jeden Tag über jeden Verein berichten müsse, „Da steht 90 Prozent Mist drin“, so Keller. Allerdings hätten Verbände heute doch auch die Chance, über Social-Media-Kanäle die Kids zu erreichen. Und je attraktiver sich eine Sportart mache, desto weniger könnten TV Anstalten irgendwann an ihr vorbeigehen.

Dietz warb bei den Vereinen und Verbänden um bessere und verlässlichere Infos und Hintergrundgeschichten. Der Leichtathletik sei es gelungen „neue Gesichter“ hervorzubringen, deshalb werde auch sehr viel Leichtathletik gezeigt. Außerdem nutze der SWR immer öfter die Möglichkeiten der Live-Übertragungen im Internet. Die Homepage swr.de/sport ist einer der neuen digitalen Ausspielwege.