Meilensteine für die Freundschaft

Deutsch-tunesische Sportpartnerschaft besteht seit 50 Jahren / Jubiläumsfeier im Oktober

Deutsch-tunesische Freundschaft: Helmut Loenenbach, Leiter des LSB-Arbeitskreises für Internationale Fragen (l.), beim Empfang durch den Staatssekretär für Sport, Imed Jabri, im Ministerium für Jugend und Sport in Tunis. Foto: LSBEine aussichtsreiche Zukunft steht der deutsch-tunesischen Partnerschaft bevor. Im Rahmen der Planung der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum der Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Nabeul im Oktober wurden weitere Meilensteine für die Freundschaft der beiden Nationen gelegt. Helmut Loenenbach, Leiter des LSB-Arbeitskreises für Internationale Fragen, sprach von einem großen Schritt vorwärts und blickt zuversichtlich auf bevorstehende Projekte mit Nabeul. „Wir freuen uns, auch in diesem Jahr viele weitere Kooperationen mit unserem Partner aus Tunesien zu veranstalten.“

Auch sein tunesischer Kollege Moncef Mghirbi, Vorsitzender der Association de l’Amitié tuniso-allemande section Cap Bon AATA), zeigte sich begeistert. „Mit den Sportlern aus Rheinland-Pfalz haben wir vor 50 Jahren richtige Freunde gewonnen und wir freuen uns jedes Jahr aufs Neue auf diese Zusammenkünfte, die gemeinsamen Unternehmungen und natürlich die sportlichen Vergleiche.“ Neben der Jubiläumsfeier wurden in Nabeul viele weitere Projekte geplant. „Wir haben bei unserer Zusammenkunft nicht nur zurück geschaut, sondern vor allem Richtung Zukunft“, so Daniel Mouret, LSB-Referent für Internationale Fragen.

Erstmalig wurde ein trinationales Ausbildungsseminar in die Wege geleitet, bei dem neben Rheinland-Pfalz und Nabeul auch der langjährige Partner aus Bourgogne-Franche Comté teilnehmen wird. Dieses Projekt wird vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) gefördert und besonders begrüßt, da die trilateralen Projekte mit Tunesien als prioritäre Programme erklärt wurden. Neben dem Ausbildungsseminar sind hier noch weitere trinationale Aufeinandertreffen in Planung. Ein weiteres Projekt, das die Vertreter der Nationen in die Wege leiteten, war die Planung einer Jugendbegegnung der LSB-Sportjugend in Zusammenarbeit mit dem SV Diez-Freiendiez im tunesischen Korba im Sommer. Die deutsch-tunesische Partnerschaft konnte bereits in der Vergangenheit auf dem Fußball einige Zusammenkünfte aufbauen. So gelang es Alois Stroh erneut, mit Malek Arroum und Olfa Slimi einen Trainer wie auch eine Trainerin zum internationalen Coaching-Lehrgang des Fußballverbandes Rheinlands (FVR) im September einzuladen. Schon in den vergangenen beiden Jahren profitierten je zwei Trainerinnen und Trainer aus Tunesien von dem jährlich stattfindenden Lehrgang.

Des Weiteren wurde der bereits traditionelle Freundschaftslauf, der im Rahmen der 50-jährigen Jubiläumsfeier stattfinden wird, von Matthias Ströher, Trainer des TSV Schott Mainz, erneut in die Wege geleitet. „Diese Freundschaftsläufe sind immer ein tolles Event“, freute sich Ströher über die Veranstaltung, bei der regelmäßig hochkarätige Sportler der beiden Nationen in freundschaftlichem Konkurrenzkampf stehen. Die Sportler beider Nationen profitieren von gemeinsamen Trainingslagern. So besteht die Chance für die rheinland-pfälzischen Sportler, bei Trainingsaufenthalten im Frühjahr oder Herbst in Tunesien von optimalen klimatischen Bedingungen zu profitieren.

Auch die tunesischen Wandervereine hielten sich bei der Zukunftsplanung nicht heraus und boten den Wanderern aus Rheinland Pfalz an, ihnen ihre Heimat mit den vielen Facetten zu zeigen und Touren zu den Themen „Auf den Spuren der Punier“, „Land und Leute“ und „Mittelmeer Flora und Fauna“ im Rahmen der Begegnungen zu veranstalten. Zwei weitere Höhepunkte waren die Gespräche mit der neuen Gouverneurin von Nabeul, Saloua Khiari, und dem Staatssekretär für Sport, Imed Jabri, der die Delegation ins Ministerium für Jugend und Sport nach Tunis eingeladen hatte. Beide hochrangigen Politiker zeigten sich begeistert von der deutsch-tunesischen Partnerschaft und begrüßten die Zusammenarbeit. „Beide Partner profitieren außerordentlich von der Sportpartnerschaft und den Kooperationsprojekten zwischen Rheinland-Pfalz und Nabeul“, urteilte Jabri. „Es freut uns, dass wir nicht nur die sportlichen, sondern auch die politischen Führungskräfte von dem Mehrwert dieser internationalen Partnerschaft überzeugen konnten“, resümierte Helmut Loenenbach.