Tipps zum Datenschutz im Sportverein

Neue gesetzliche Regelungen greifen ab 25. Mai / Bei Verstößen drohen saftige Bußgelder

Mit der neuen Rechtslage sollten sich die Verantwortlichen der Sportvereine lieber heute als morgen intensiv vertraut machen und dabei besonders auf vollständige und datenschutzrechtlich wirksame Einwilligungen achten. Foto: LSB/iStockDie neuen gesetzlichen Regelungen der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) betreffen auch die rheinland-pfälzischen Sportvereine und -verbände, da auch diese mit personenbezogenen Daten umgehen. Zum Beispiel, wenn es sich um Mitgliedsanträge oder Anmeldeformulare für Wettkämpfe dreht. Am 25. Mai ändert sich die Rechtslage entscheidend, da zum einen die DS-GVO in Kraft treten wird, zum anderen das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) ab diesem Zeitpunkt neu geregelt wird. Welche datenschutzrechtlichen Maßnahmen die Vereine ganz konkret auf den Weg bringen müssen, ist immer vom Einzelfall abhängig – eine allgemeingültige „Checkliste“ lässt sich nicht aufstellen.

Fakt ist: Mit der neuen Rechtslage sollten sich die Verantwortlichen der Sportvereine lieber heute als morgen intensiv vertraut machen und dabei besonders auf vollständige und datenschutzrechtlich wirksame Einwilligungen achten. Denn bei Verstößen drohen saftige Bußgelder, die Vereine für gewöhnlich nicht decken können. Wird der Datenschutz verletzt, können Vereinsmitglieder und andere eventuell geschädigte Personen Schadenersatz geltend machen.

Unter anderem sind Vereine in der Pflicht, nur solche personenbezogenen Daten zu erheben und zu verarbeiten, die zur Mitgliederbetreuung sowie -verwaltung und zum Verfolgen des Vereinsziels notwendig sind. Viele Vereine präsentieren sich und ihr Vereinsleben im World Wide Web – auf einer Website und in den sozialen Medien wie Facebook, Twitter oder Instagram. Auch dort dürften personenbezogene Daten erst dann publik gemacht werden, wenn das jeweilige Mitglied ausdrücklich eingewilligt hat. Zudem sind die Vereine in der Pflicht, diese Einwilligung entsprechend zu dokumentieren – wobei es auch Ausnahmen gibt. Die Einwilligungserklärungen müssen in jedem Fall leicht verständlich und zugänglich sein. Und die Vereine sollten beachten, dass die veröffentlichten Daten nach einem angemessenen Zeitraum wieder gelöscht werden. Denn auch Teilnehmer eines Wettkampfs hätten laut DSGVO ein Recht auf Vergessenwerden.

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