Erfreuliche Bilanz: Ein halbes Dutzend neuer Kooperationen

Bei der Sportpartnerschaftsbörse des LSB in Dijon mischt auch die Jugend aktiv mit / Zahlreiche Kontakte im Radsport vertieft

Sportpartnerschaft á la carte: An diesem Tisch dreht sich alles um die Radsportprojekte. Foto: D. MouretDie Zusammenarbeit zwischen Sportvereinen und -verbänden aus Rheinland-Pfalz und Burgund-Franche-Comté wurde bei der Sportpartnerschaftsbörse vom 16. bis 18. März in Dijon weiter mit Leben erfüllt. Dank der Unterstützung des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW) waren zahlreiche Sportverantwortliche in die Hauptstadt der rheinland-pfälzischen Partnerregion in Frankreich gereist, um neue Partnerschaften in die Wege zu leiten bzw. bereits bestehende Kooperationen zu festigen und auch gleich die nächsten Begegnungen zu planen.

Neu dabei waren der Triathlon-Verein Ausdauerleistungsverein (ALV) Mainz, die Basketball-Abteilung des SC Lerchenberg, der Rugby-Verein RC Mainz (Frauen) und der SV Gonsenheim. Alle konnten auf Anhieb einen Partnerverein finden und Begegnungen noch für dieses Jahr vereinbaren. Die U13-Kicker des SV Gonsenheim werden an einer trinationalen Fußballbegegnung mit Mannschaften aus Dijon und dem portugiesischen Guimares teilnehmen. Diese Begegnung sowie der Austausch des SCL und des ALV finden im Rahmen des 60. Geburtstags der Partnerschaft zwischen Mainz und Dijon statt. Dies zeigt einmal mehr, dass der Sport ein wesentliches und belebendes Element der Städtepartnerschaften darstellt – nicht zuletzt weil sich die Jugend aktiv beteiligt.

Lediglich der Reitsportverein Gerolstein und der Kanu Klub Metternich müssen sich noch etwas gedulden, da die französischen Freunde der Association Européenne des Sports Bourgogne-Franche-Comté (AES) noch keine adäquaten Partnervereine auftreiben konnten. Die Suche allerdings läuft weiter auf Hochtouren.

Die zahlreichen Kontakte im Radsport wurden vertieft und neue, spannende Projekte geplant. So wird sich der FC Vorwärts Orient Mainz mit seinem Partnerverein „Les Chantalistes“ im Elsass zu einer gemeinsamen Radtour treffen. Der Radsportverband Rheinland-Pfalz, der RSC Ludwigshafen und der RV Queidersbach freuen sich ebenfalls auf die gemeinsamen Aktivitäten in Frankreich und Deutschland. Eine deutsch-französisch-polnische Behindertensportbegegnung wird im September 2018 im französischen Lamoura im Jura-Gebirge an der Schweizer Grenze steigen. Die Vertreter der Behindertensportverbände aus Burgund-Franche-Comté, Rheinland-Pfalz und Oppeln hatten eine „Sonderschicht“ am Samstagnachmittag eingelegt, um das trinationale Inklusionsprojekt zu besprechen und abzustimmen.

Zu Beginn der Partnerschaftsbörse hatte Daniel Mouret, LSB-Referent für Internationale Fragen und pädagogischer Mitarbeiter des DFJW, die neuen Förderkriterien vorgestellt. „Vor allem die Förderung der Fahrtkosten hat sich gravierend geändert“, so Mouret. Zum guten Gelingen der Börse trug auch das engagierte sechsköpfige Jugendteam des Landessportbundes bei. „Die Jugendlichen haben ihre organisatorischen Aufgaben kompetent erledigt“, urteilte Mouret. „Bei Bedarf haben sie auch den Vereins- und Verbandsvertretern zum Dolmetschen zur Verfügung gestanden – und zwar sowohl bei offiziellen wie auch bei nicht-offiziellen Gesprächen.“

Am Ende freuten sich nicht nur die beiden Verantwortlichen Helmut Loenenbach, Vorsitzender des LSB-Ausschusses für Internationale Fragen, und AES-Chef Robert „Léo“ Lacroix darüber, dass gleich ein halbes Dutzend neuer Partnerschaften aus der Taufe gehoben wurde. Insgesamt existieren bereits mehrere hundert regionale Sportpartnerschaften zwischen Rheinland-Pfalz und Burgund-Franche-Comté.