Ringer des VfK 07 Schifferstadt scheitern im DRL-Finale unglücklich am KSV Ispringen

Premieren-Titel knapp verpasst / 1.500 Zuschauer in der ausverkauften Wilfried-Dietrich-Halle

Engagiert ohne Ende: Doch aller Einsatz von VfK-Coach Markus Scherer half nichts. Seine Schifferstadter verpassten den DRL-Titel knapp. Archivfoto: imagoDie Ausgangslage war günstig. Die Chance riesengroß. Doch es hatte nicht sollen sein. Denkbar knapp haben die Ringer des VfK 07 Schifferstadt den Premieren-Titel verpasst. In der Auftakt-Saison der Deutschen Ringer-Liga (DRL) mussten sich die Männer des Trainerduos Markus Scherer und Erol Bayram im Finalrückkampf dem KSV Ispringen vor heimischer Kulisse mit 10:12 beugen. Nach dem 13:11-Erfolg der Vorderpfälzer im Hinkampf ergab sich ein Punktegleichstand von 23:23. Den Ausschlag für die Gäste aus Baden-Württemberg gab die höhere Zahl der Einzelsiege.

In dem nach Wilfried Dietrich, dem Olympiasieger von 1960 benannten und mit 1.500 Zuschauern komplett ausverkauften Ringertempel in Schifferstadt schaffte es der VfK nicht, das Zwei-Punkte-Polster ins Ziel zu retten. Entscheidend war der schwache Start der Gastgeber, die nach vier Kämpfen mit 0:6 und zur Pause immer noch mit 2:6 hinten lagen. Im vorletzten Einzelkampf dachten viele VfK-Fans, Schifferstadts Manukhar Tskhadaia hätte Ispringens Igor Besleaga auf Schultern besiegt. Doch das Kampfgericht konnte dies nach minutenlangem Videostudium nicht bestätigen. Zwar gewann der VfK-Athlet am Ende wegen der höheren Wertung, das brachte seinen Farben aber „nur“ einen statt der möglichen vier Zähler für die Teamwertung ein. Somit reichte der technisch überhöhte 16:0-Erfolg von Patryk Dublinovski im Schlussfight gegen Carsten Kopp den Schifferstadtern nicht zum Titelgewinn. 2005 war der Traditionsklub letztmals Deutscher Meister geworden.

Dublionvski war der einzige deutsche Ringer im der VfK-Aufstellung. Scherer hatte außerdem noch einen Moldawier, einen Ungarn und sieben Georgier aufgeboten. Hintergrund: Die DRL liegt nach wie vor im Clinch mit dem Deutschen Ringer-Bund (DRB), der diese Konkurrenzmeisterschaft nicht anerkennt. In den fünf DRL-Teams – neben Schifferstadt und Ispringen noch Weingarten, Nendingen und Eisleben – ringen kaum Deutsche mit, da ihnen sonst internationale Sperren drohen.