„Der Sport ist von zentraler Bedeutung“

DOSB-Mitgliederversammlung erstmals in Rheinland-Pfalz / „Wichtiger Zwischenschritt“

Fünf Freunde des Sports: Lotto-Geschäftsführer Jürgen Häfner, DOSB-Präsident Alfons Hörmann, Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Bundesinnenminister Thomas de Mazière und LSB-Präsidentin Karin Augustin (v.l.) posieren im Koblenzer Schloss gemeinsam mit Trimmy, Botschafter des deutschen Sports und Maskottchen des DOSB, für die Fotografen. Foto: M. HeinzeDer für Sport zuständige Bundesinnenminister Thomas de Mazière war am Freitag beim Empfang am Vorabend der 14. Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) vor knapp 400 Delegierten der Mitgliedsorganisationen und Gästen des Landessportbundes Rheinland-Pfalz im Koblenzer Schloss persönlich mit von der Partie.

LSB-Präsidentin Karin Augustin bedankte sich beim prominentesten Gast für sein Kommen bereits am Vorabend des Mitgliederkonvents. Damit zeige er, wie sehr ihm der Sport am Herzen liege. Ministerpräsidentin Malu Dreyer betonte in ihrer Festrede: „Rheinland-Pfalz ist und bleibt ein Sportland – und das wollen wir auch in Zukunft sein.“

Fakt sei aber, dass Sportarten „auch untereinander konkurrieren, wenn es um die gesellschaftliche Anerkennung und Akzeptanz geht“. Es liege ihr indes viel daran, „dass der Sport überall die gleiche Wertschätzung erfährt“.

Sportliche Höchstleistungen bedürften „unbedingt“ der Unterstützung. „Sport mit all seinen Facetten ist in unserer Gesellschaft von zentraler Bedeutung.“ Entscheidend sei, dass man die Chancen, die im Sport liegen, nutze. Davon profitiere die gesamte Gesellschaft enorm.

In den Augen der Ministerpräsidentin, die vor vielen Jahren in Bad Kreuznach selbst für den Sport verantwortlich war, ist der Sport „außerordentlich wichtig und bedeutsam“. Ganz viele Rheinland-Pfälzer brächten sich in Vereinen ein. Dies sei für das gesamte Land ein Gewinn.

„Ich habe großen Respekt vor dem Sport“, stellte Malu Dreyer klar, die „leidenschaftlich gerne“ zu Sportveranstaltungen geht. Mit Hindernisläuferin Gesa Felicitas Krause von Silvesterlauf Trier habe sie eine Topsportlerin kürzlich persönlich kennengelernt – und sei beeindruckt von dieser „starken und außerordentlich mutigen“ Persönlichkeit. Mit Kai Kazmirek, dem WM-Dritten im Zehnkampf sowie den früheren Olympiasiegerinnen Anna Dogonadze (Trampolinturnen) waren beim Empfang namhafte Spitzensportler aus RLP dabei. Für das sportive Intermezzo des Abends sorgte die Gruppe „Cheerforce“ der CTG Koblenz.

Eines war Dreyer noch wichtig zu erwähnen: „Einen außerordentlichen Dienst“ habe der Sport der Gesellschaft erwiesen, als man „vor zwei, drei Jahren viele, viele Flüchtlinge in unser Land bekommen“ habe. „Er hat es geschafft, ganz, ganz viele Menschen zu integrieren“, schwärmte Dreyer. Es sei das schönste Erlebnis für sie gewesen, als sie in einem Sportverein gekommen sei und gesehen habe, wie Flüchtlinge gemeinsam mit alteingesessenen Vereinsmitgliedern Sport getrieben hätten. „Der Sport ist seit jeher der Rahmen, wo Integration außerordentlich gut gelingt.“

DOSB-Präsident Alfons Hörmann hatte in seinem Grußwort darauf hingewiesen, dass es „den Abschluss der Leistungssportreformen“ im Rahmen der Mitgliederversammlung nicht geben werde, wohl „aber einen sehr wichtigen Zwischenschritt“ (siehe Infokasten). Der ehemaligen Präsidentin des Kneipp-Bundes, Marion Caspers-Merk, dankte Hörmann für ihr „großartiges Engagement“ in acht Jahren“ und verlieh ihr die goldene DOSB-Ehrennadel.