Sportmeile, Stadtwette, Fitnessparcours

Auch LSB und Sportbund Rheinhessen beim großen Einheitsfest in Mainz am Start

Ministerin Anne Spiegel (4.v.l. mit sportbegeisterten Flüchtlingen) zeigte sich begeistert von den vielfältigen Aktivitäten von LSB, Sportbund Rheinhessen sowie Vereinen und Verbänden in Sachen Integration. Foto: LSBBei den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in der Mainzer City gab auch der rheinland-pfälzische Sport – vertreten durch Landessportbund und Sportbund Rheinhessen – seine Visitenkarte ab. Und zwar mit einer Sportmeile inklusive Fitnessparcours. Trotz des eher durchwachsenen Wetters war der Auftritt des Sports ein voller Erfolg.

An zwei Tagen waren gemeinsam mit der Initiative „Deutschland bewegt sich!“ der Barmer Krankenkasse alle sportbegeisterten Besucher eingeladen, sich an der Rheinpromenade zwischen Großer Bleiche und Kaiserstraße aktiv zu bewegen. Ob Klettern, Rudern, Trampolinturnen, Basketball oder der Klassiker Torwandschießen. Groß und Klein nutzten die Gelegenheit, vorbeizukommen und nach Lust und Laune die vielfältigen Sport- und Mitmachangebote zu testen, sich Autogramme bekannter Sportler wie Box-Olympiasieger Torsten May oder Tanzweltmeister Michael Hull zu sichern oder einfach nur beim tollen Bühnenprogramm der Vereine und Verbände zuschauen. Beteiligt waren TSV SCHOTT Mainz, Mombacher Turnverein, TGM Gonsenheim, SV Goethe Tanzgruppe A.C.I.M., RV 1910 Hechtsheim, 1. Judoclub Worms, SAV Laubenheim, SC Lerchenberg und TTC Wörrstadt. Dazu gab es acht sportliche Stationen, die von DJK Rot-Weiß Finthen, TTC Wörrstadt, Badmintonverband Rheinhessen-Pfalz, TV Hechtsheim, TV Zahlbach und SC Lerchenberg betreut wurden. Der FC Ente Bagdad um Ronald Uhlich und Ulrich Rüther betreute einen eigenen Soccer Court.

„Gemeinsam mit dem LSB und den Integrationsbeauftragten der Stadt Mainz und des Kreises Mainz-Bingen haben wir in diesem Jahr einen Leitfaden mit praktischen Hilfestellungen entwickelt, den Vereine für ihre Integrationsarbeit mit geflüchteten jungen Menschen nutzen können“, verriet Uhlich, der Leiter der „Enten“, die sich seit ihrer Gründung im Jahr 1973 in der Integrationsarbeit engagieren. „Der LSB unterstützt unser Projekt und gemeinsame Aktivitäten sowohl durch Rat und Tat als auch durch Fördergelder und stellt zudem Equipment zur Verfügung – etwa einen Soccer Court oder einen Bus für Auswärtsspiele unserer integrativen A-Jugend.“ Wie Uhlich deutlich machte, ist die Expertise der „Enten“ gefragt. So nehme man an Bürgerdialogen und Podiumsdiskussionen teil. Auch sei man gerne Ansprechpartner für andere Vereine bei Fragen zu Integrationsthemen. „Als höchste Anerkennung durften wir im Sommer im Rahmen des Willkommenscup in Berlin der derzeitigen und ehemaligen Frau des Bundespräsidenten, Elke Büdenbender und Daniela Schadt, sowie Stefan Kiefer, dem Vorstandsvorsitzenden der DFL-Stiftung, unser Flüchtlingsprojekt vorstellen.“

Ein Highlight am 3. Oktober war die Stadtwette. Michael Hull, vierfacher Tanzweltmeister und ehemaliger Juror der Fernsehsendung „Let´s dance“, hatte die Rheinland-Pfälzer zu einer Wette herausgefordert. Der als „Mr. Dance“ bekannte Hull glaubte nicht, dass Stadt und Land es schaffen, 760 Festmeilenbesucher am Stand von „Deutschland bewegt sich!“ zum Tanzen zu bringen. Hintergrund der Zahl: Die Mainzer Verkehrsgesellschaft stellt 760 Fahrräder im Mainzer Stadtgebiet an 110 Ausleihstationen bereit. Hull hatte ankündigt, falls er die Wette verliere, werde er ein gemeinnütziges Projekt in Mainz unterstützen. Ziel war es natürlich, möglichst viele Menschen zu mehr Bewegung zu motivieren – und dies gelang.