WM-Medaillen für Ruderer Richard Schmidt und Slalomkanutin Ricarda Funk

Trierer holt Gold mit dem Deutschlandachter / Bronze für Gesamtweltcupsiegerin vom KSV Bad Kreuznach im Kajak-Einer

Toller Erfolg: Nach dem Sieg im Gesamtweltcup sicherte sich Ricarda Funk WM-Bronze im Kajak-Einer. Foto: paRicarda Funk hat bei der Kanuslalom-Weltmeisterschaft im französischen Pau die Bronzemedaille gewonnen. Die Weltcup-Gesamtsiegerin vom KSV Bad Kreuznach verpasste ihre ersten WM-Titel im Kajak-Einer trotz eines fehlerfreien Laufes um 5,48 Sekunden. Den Sieg sicherte sich die Australierin Jessica Fox. Zweite wurde die Slowakin Jana Dukatova. WM-Gold gab es für Ruderer Richard Schmidt vom RV Treviris Trier mit dem Deutschlandachter.

Alles andere als Gold wäre auch eine Enttäuschung gewesen, hatte Schmidt bereits im Vorfeld deutlich gemacht. Seit sechs Jahren ruderte das Paradeboot einem WM-Titel hinterher. Zuletzt gab es immer „nur“ Silber. Schmidt und Steuermann Martin Sauer waren aus der aktuellen Crew stets mit an Bord. Dass insbesondere die beiden Dauerbrenner sich wieder nach einem großen Triumph sehnten, ist verständlich. Ihr Wunsch hat sich am Sonntag nun unter der Sonne Floridas erfüllt.

Mit einem Start-Ziel-Sieg triumphierten sie souverän vor den USA und Italien. „Das wurde Zeit“, war Schmidt nach der Hitzeschlacht erleichtert. Als das Flaggschiff des deutschen Verbandes nach 2.000 Metern über die Ziellinie rauschte, sei er der „glücklichste Mensch des Planeten“ gewesen. Seine verlässlichen Kollegen dürften ähnlich gefühlt haben. „Das schwüle Wetter und die weit über 30 Grad waren extrem belastend“, fügte Schmidt hinzu. „Doch wir haben kühlen Kopf bewahrt. Besser konnte es nicht laufen.“ In der Tat.

Der neue Weltmeister beendete damit die nacholympische Saison, wie er sie begonnen hatte – mit einem Sieg. Überhaupt blieb die vom neuen Bundestrainer Uwe Bender im Frühjahr zusammengestellte Truppe in diesem Jahr in allen sechs Rennen ungeschlagen. Zudem hatte sie im Juni beim Weltcup in Posen mit 5:18,68 Minuten eine sensationelle Weltbestzeit aufgestellt, womit klar war, wer der WM-Favorit ist.

Nur gut, dass es den Achter gibt, denn so ging der DRV in den olympischen Klassen nicht leer aus. Erfolgsloser als im Jahr 2017 waren deutsche Ruderer seit Einführung der WM 1962 noch nie.