Früherer LSB-Vizepräsident Werner Schröter mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

Erwarb sich überall dort, wo er tätig war, hohes Ansehen: Werner Schröter (Mitte, mit Ehefrau Ingrid und Innenminister Roger Lewentz). Foto: MdI RLPInnenminister Roger Lewentz hat Werner Schröter, den langjährigen LSB-Vizepräsidenten für Leistungssport, für sein überdurchschnittliches Engagement mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Diese höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht, wurde von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verliehen. „Eine solche Ehrung wird nur Personen zuteil, die sich weit über das übliche Maß hinaus für unsere Gesellschaft engagiert haben“, betonte Lewentz bei der Feierstunde in Mainz. „Unsere Gesellschaft ist angewiesen auf die Bereitschaft sehr vieler Menschen, sich aktiv in das Gemeinschaftsleben einzubringen und mehr zu tun, als sie unbedingt müssen. Ob im kulturellen, sportlichen, im sozialen oder im kommunalpolitischen Bereich, ohne den ehrenamtlichen Einsatz von Bürgern wäre es um unser Gemeinwesen nicht so gut bestellt“, so der Minister. Seit über einem halben Jahrhundert setze sich der 73 Jahre alte Schröter im Sport und in der Kommunalpolitik für seine Heimatregion und weit darüber hinaus ein.

Seit seiner Kindheit ist der Ludwigshafener dem Ringkampfsport verbunden – zunächst beim TSG Haßloch, später beim VfK Schifferstadt. Im Laufe seiner Karriere war er 13 Mal Deutscher Meister, 1970 sogar Vize-Weltmeister und 1974 Vize-Europameister. Bei den Olympischen Spielen 1972 in München blieb Schröter in vier Kämpfen ungeschlagen, schied aber nach drei Unentschieden wegen des Erreichens der Fehlerpunktgrenze aus. 1988 trainierte er die Ringer-Nationalmannschaft während der Olympischen Spiele in Seoul. Über Jahrzehnte war Schröter als Trainer aktiv, auch im Bundesstützpunkt und im VfK Schifferstadt. Von 1996 bis 2001 war er VfK-Vorsitzender und zugleich Vizepräsident des Ringerverbandes Pfalz, von 2010 bis 2016 als LSB-Vizepräsident für den Leistungssport in Rheinland-Pfalz zuständig. Unter Schröters Regentschaft fiel bei den Spielen in London 2012 das erfolgreichste Abschneiden rheinland-pfälzischer Athleten bei Olympischen und Paralympischen Spielen.

Kommunalpolitisch aktiv war Schröter als Mitglied im Haßlocher Gemeinderat, im Kreistag des Landkreises Bad Dürkheim, später als Landrat des Rhein-Pfalz-Kreises und nach dieser Amtszeit als Mitglied im Bezirkstag der Pfalz. Für sein umfangreiches, langjähriges Engagement war Schröter bereits in der Vergangenheit unter anderem mit der Goldenen Ehrennadel des VfK Schifferstadt, der Ehrenplakette des Ringerverbandes Pfalz und der Goldenen Ehrennadel des Sportbundes Pfalz sowie mit der Sportplakette des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet worden.