World Games: Zwei Medaillen für RLP-Athleten

Rettungsschwimmerin Alena Kröhler holt Gold mit dem Team / Bronze für Tänzer Bludau/Uhl

Überglücklich: Alena Kröhler nach dem Sieg mit der Gurtretterstaffel. Foto: DLRG/D. FoemerMit einem großen Erfolg für das World Games Team Deutschland sind die zehnten Weltspiele der nichtolympischen Sportarten im polnischen Breslau zu Ende gegangen. Mit den beiden Goldmedaillen im Kanu-Polo am Abschlusstag schob sich das Team mit 18 Mal Gold auf den zweiten Rang aller 111 teilnehmenden Nationen. Nur Russland gewann mehr Goldmedaillen. Aus rheinland-pfälzischer Sicht ragten Rettungsschwimmerin Alena Kröhler (DLRG Nieder-Olm/Wörrstadt) und Tobias Bludau/Michelle Uhl (1. RRC Speyer) heraus, die zur Erfolgsbilanz zwei Medaillen beisteuerten.

In der Gurtretterstaffel der Frauen hatte zwar das Quartett aus Frankreich das Rennen auf Position eins beendet, wurde allerdings wegen eines Wechselfehlers disqualifiziert. So gewannen die Athletinnen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) um Alena Kröhler Gold mit knappem Vorsprung vor Australien. „Ich freue mich mega, dass es für eine Medaille gereicht hatte“, wurde die Mainzerin hernach in der Allgemeinen Zeitung zitiert. „Diese Spiele waren ein unglaubliches Erlebnis, das ich in den nächsten Tagen und Wochen erst noch verarbeiten muss“, ergänzte die Verwaltungsangestellte der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, die bereits seit 22 Jahren DLRG-Mitglied ist.

Bronze im Tanzen sicherten sich die Rock´n´Roll-Asse Tobias Bludau/Michelle Uhl vom 1. RRC Speyer – und auch Sascha Stendebach vom KSV Mainz 08 wusste mit seinem sechsten Platz im Kraftdreikampf zu überzeugen, seine Vereinskameradin Gunda von Bachhaus belegte am Ende den neunten Rang. Jonathan Horne vom Teikyo Karate Team Kaiserslautern schied in der Kategorie Kumite in der Vorrunde aus. Der Pfälzer, bei den World Games 2009 und 2013 noch Titelträger, gewann seinen ersten Kampf gegen Rodrigo Rojas (Chile/8:0), he er sich Hideyoshi Kagawa (Japan/0:1) und Sajad Ganjzadeh (Iran/0:8) beugen musste.

„Team Deutschland hat sich in den zehn Wettkampftagen sehr leistungsstark gezeigt und in vielen verschiedenen Wettbewerben Weltklasseleistungen erbracht“, resümierte Dirk Schimmelpfennig, Vorstand Leistungssport im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und Delegationsleiter in Breslau. „So haben wir das gute Ergebnis von vor vier Jahren in Cali noch einmal deutlich verbessert, sowohl was die Anzahl als auch was die Farbe der Medaillen betrifft. Und vor allem haben wir gezeigt, wie vielfältig, wie faszinierend der Sport sein kann und wie erfolgreich wir ihn gestalten können.“ Schimmelpfennig bekräftigte, dass der DOSB anstrebe, bei der anstehenden Leistungssportreform die nichtolympischen World-Games-Sportarten besser zu fördern.