LSB veranstaltet von 22. bis 24. Mai Europa-Workshop im Elsass

In Klingenthal treffen sich 13 junge Leute aus Deutschland, Frankreich, Luxemburg und Ungarn / Ergebnisse von Online-Befragung zum Thema „Sport, Jugend, Ehrenamt“ werden präsentiert

„Die Erwartungen der Jugendlichen in Europa und die zukünftige internationale Zusammenarbeit im Sport“: Um dieses Thema dreht sich von 22. bis 24. Mai der Europa-Workshop in Klingenthal. Foto: LSB/iStockZu einem Europa-Workshop unter dem Motto „Die Erwartungen der Jugendlichen in Europa und die zukünftige internationale Zusammenarbeit im Sport“ treffen sich von 22. bis 24. Mai 13 junge Männer und Frauen zwischen 18 und 30 Jahren in der Goethe-Stiftung im elsässischen Klingenthal. Veranstalter des Workshops sind der Landessportbund Rheinland-Pfalz und seine internationalen Partner aus Luxemburg, Frankreich, Ungarn und Belgien.

Das Einbinden der europäischen Partnerregionen des LSB dient nicht nur dem gegenseitigen Kennenlernen. Das gemeinsame Sporttreiben sorgt auch dafür, dass europäische Freundschaften geschlossen werden. Das gemeinsame Ausüben kultureller Aktivitäten, um Land und Lebensweise anderer Nationen kennenzulernen, ist ebenfalls ein wichtiger Schritt, um eine erfolgreiche Partnerschaft aufzubauen. Der regelmäßige außersportliche – vor allem auch sportliche – Kontakt der beteiligten Gruppen ist ein integraler Bestandteil, um vorhandene Partnerschaften aufrecht zu erhalten und zu fördern. Problematisch in diesem Zusammenhang ist ein Rechtsruck bei einer immer größeren Anzahl von Jugendlichen. Auch das Vertrauen vieler Jugendlicher in Europa schwindet. Hier besteht aus Sicht des LSB dringender Interventionsbedarf. Um diese Probleme zu lösen, sollen die Partnerschaften und Austauschprogramme des Landessportbundes eine neue Zielsetzung verfolgen. So ist es auch beim Workshop in Klingenthal mehr denn je notwendig, dass Jugendliche noch intensiver eingebunden werden, um eigene Ideen zu entwickeln, wie sich komplizierte Sachverhalte vielleicht doch lösen lassen.

Ein europäisches „Jugendteam“ hat im Frühjahr eine Online-Befragung unter Jugendlichen der beteiligten europäischen Regionen durchgeführt, die Anfang Mai abgeschlossen wurde. Insgesamt haben 100 Personen an der Umfrage teilgenommen. Die Ergebnisse wird der LSB im Rahmen des Workshops in Klingenthal der Öffentlichkeit präsentieren und mit den Sportvertretern aus Rheinland-Pfalz, Luxemburg, Frankreich und Ungarn darüber diskutieren, wie die Sportverbände ihr Angebot „europafreundlicher“ bzw. attraktiver gestalten können. Es geht dabei insbesondere darum, die Mobilität der Jugendlichen in Europa zu verbessern und ein europäisches Bewusstsein im und durch den Sport zu schaffen. Auch soll geklärt werden, wie vor allem vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingssituation Migranten besser in die Sportvereine integriert werden können. Da die Jugend aufgrund der Ereignisse in den vergangenen Monaten immer mehr Vertrauen in die Politik in Europa verliert, steht nicht zuletzt das Thema EU auf der Agenda.

„Wir wollen Lösungen finden, damit die Jugend wieder mehr Vertrauen in die Politik Europas gewinnt“, fasst Helmut Loenenbach, Leiter des LSB-Arbeitskreises für Internationale Fragen, die Intention des Landessportbundes in diesem Aufgabenfeld zusammen.