Das Miteinander wird ausgebaut

Traditionelle Sportpartnerschaftsbörse in Besançon fädelt gemeinsame Aktivitäten ein

Intensive Gespräche zur Planung der nächsten Kanu-Begegnungen (v.l.): Monika Kessler (Kanuverband Rheinland), Robert Lacroix (Vorsitzender der Association Européenne des Sports Bourgogne Franche-Comté), Louis Beudet (Kanuverband département Nièvre), Uwe Hentschke (Kanuverein Koblenz-Metternich) und Edmund Hommen (Vize-Präsident des Kanuverbands Rheinland). Foto: LSBRheinland-Pfalz und Burgund sind seit mehr als 50 Jahren europäische Partnerregionen. Vor einem Jahr reformierte Frankreich seine Gebietsstruktur; zu Burgund kam die Franche-Comté hinzu. Der Erweiterung Rechnung tragend fand die diesjährige Sportpartnerschaftsbörse – wie immer durch das Deutsche-Französische Jugendwerk (DFJW) gefördert – in Besançon statt.

Michel Vautrot, ehemaliger internationaler Fußballschiedsrichter und Verantwortlicher des beherbergenden Sportzentrums, begrüßte die Teilnehmer. „Sport ist größter sozialer Faktor für Integration und Begegnung zwischen Völkern“, sagte Vautrot. Der Vizepräsident der neuen Region, Patrick Ayache, stimmte dem zu, Sport sei wichtig für deutsch-französische wie auch für europäische Beziehungen.

50 Teilnehmer aus Rheinland-Pfalz und Burgund machten sich im Interesse ihres Vereins und der genannten ideellen Ziele an die Arbeit. In elf Sportarten versuchte man, bestehende Partnerschaften durch Begegnungen zu vertiefen oder neue Partnerschaften anzubahnen. Am Ende des Vormittags konnten bereits erste Erfolge vermeldet werden.

Im Radsport wird man gemeinsame Trainingslager und Wettbewerbe veranstalten, eventuell Regionalmeisterschaften für die internationalen Partner öffnen und sich entlang der Strecke der Tour de France der Öffentlichkeit präsentieren. Im Kanusport warten gemeinsame Regatten und Wanderfahrten auf die Sportler; Volleyball soll wieder seinen Platz im Begegnungskalender finden und auch im Gerätturnen und Basketball bahnen sich Partnerschaften an.

Das Rahmenprogramm informierte die Vereinsvertreter über das Jahresprogramm der Sportpartnerschaften des LSB sowie die Förderrichtlinien des DFJW und seiner Orientierungen 2017 bis 2019. Schließlich blieb noch Zeit für einen Frühlingsbummel durch die Altstadt von Besançon.

„Unsere Begegnung wurde durch die Nachricht vom Ableben unseres Freundes Günther Beck überschattet, der sich von Anfang an um die Sportpartnerschaft verdient gemacht hat“, resümierten Robert Lacroix (Association Européenne des Sports) und Helmut Loenenbach (Vorsitzender AK Internationales). Trotzdem konnten sie auch ein positives Fazit ziehen: „Es zeigt sich schon, dass die Veränderung der Regionalstruktur Frankreichs für uns eine Chance zur Erweiterung und Belebung unserer Beziehungen ist.“