16. Fairplay Tour ist gestartet

Fairplay-Tour 2014: 300 radelnde Schüler mit gelebter Solidarität für Partnerland Ruanda/Startschuss durch Ministerpräsidentin Dreyer

fairplaytour1Start der Fairplaytour 2014: Ministerpräsidentin Maul Dreyer im Gespräch mit den beiden Tour-Organisatoren Klaus Klaeren (r.) und Herbert Ehlen (Mitte). Foto: privatEndlich geht es los! Mit diesem Gedanken starteten die 300 Teilnehmer der Fairplay Tour der Großregion 2014 in die 16. Ausgabe der Solidaritätstour. In Mendig – erstmals Etappenort der Tour – trafen sich die Schüler aus Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Belgien, Luxemburg und Lothringen, um mit den Rädern zur ersten „Aufwärmfahrt“ nach Neuwied zu fahren. Der Rheinland‐Pfalz‐Tag, der am Freitagabend eröffnet wurde, war das ideale Forum für den offiziellen Startschuss der Tour 2014. Beschwingt von den motivierenden Worten von Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Lothar Westram, Hauptgeschäftsführer des Landessportbundes sowie dem Marketingvorstand der Deutschen Welthungerhilfe, Michael Hofmann starteten die Jugendlichen auf ihre große Reise vom 18. bis 26. Juli über 800 Kilometer durch die Großregion.

Sie setzen sich damit für Fairness und grenzüberschreitende Zusammenarbeit ein, tragen aber gleichzeitig einen bedeutenden aktiven Teil zur Entwicklungszusammenarbeit bei. Die im Vorfeld der Tour von den Schülern gesammelten Spenden fließen in 2014 in ein Schulbauprojekt in Rubyiniro in Ruanda. 340 Schüler dürfen sich dort über neun neue Klassenräume, zwölf Latrinen, einen Gemüsegarten, eine Wasserzisterne sowie Schulmöbel und Lehrmittel freuen. Vor ihrer Teilnahme an der Fairplay-Tour erklären sich die Schulen, die ein Team stellen, bereit, einen sogenannten „LebensLauf“ zu organisieren – einen Sponsorenlauf zugunsten der Welthungerhilfe. Außerdem sieht jeder Teilnehmer die Fairplay-Tour als seinen „persönlichen LebensLauf“ und sammelt im Vorfeld einen Spendenbetrag. Die Organisatoren der Fairplay-Tour Herbert Ehlen, Sportlehrer an der Graf-Salentin Schule in Jünkerath, und Klaus Klaeren, Geschäftsführer der Europäischen Akademie des Landessportbundes Rheinland-Pfalz in Trier, wollen die Jugendlichen mit der Fair-Play-Tour für die Probleme der Menschen in Entwicklungsländern sensibilisieren. Auf der einwöchigen Fahrradtour gilt: Die Stärkeren helfen den Schwächeren, sei es durch Motivation oder durch Anschieben am Berg. „Die Fair Play Tour ist ein eindeutiger Beweis dafür, dass Jugendliche auch heutzutage noch bereit sind, sich zu engagieren“, betont Lothar Westram, Hauptgeschäftsführer des Landessportbundes Rheinland-Pfalz. „Die Kinder und Jugendlichen sammeln zuvorderst für Hilfsprojekte in Ruanda, die dann über die Welthungerhilfe und die Vertretung des Landes Rheinland-Pfalz vor Ort umgesetzt werden. Aber mit ihrer Tour transportieren sie auch ideelle Werte wie Solidarität, Fairplay und Internationalität.“ In den Augen von Ministerpräsidentin Malu Dreyer ist die Fair Play Tour gleichsam „auch das Band, das verschiedenste Initiativen des Landes miteinander verbindet, die zugunsten der Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda an Schulen durchgeführt werden“. Die Teilnehmer kommen auch dieses Jahr von Gymnasien, Realschulen und Hauptschulen sowie Jugendeinrichtungen und Förderschulen aus Deutschland, Belgien, Luxemburg, Frankreich und Ruanda. Durch ihre eigene Vielfalt und Heterogenität stehen sie symbolisch für die Werte, die die Tour transportieren soll: Fairplay, Toleranz, Integration, Respekt und Hilfsbereitschaft. Dennoch ist auch der sportliche Aspekt der Fairplay-Tour nicht außer Acht zu lassen: bei einer durchschnittlichen täglichen Strecke von 100 Kilometern lernen die Teilnehmer die gesamte Großregion kennen und erfahren außerdem, dass sie körperlich vielleicht doch mehr leisten können, als sie sich bisher zugetraut haben. Hintergrund: Die Fairplay Tour der Großregion existiert seit 1999 und bringt jedes Jahr hunderte junge Menschen auf die Fahrräder, um Spenden für einen guten Zweck zu sammeln. Beim Zurücklegen der Strecke von 800 Kilometern lernen die Teilnehmer, was es heißt, sich gegenseitig zu helfen, manchmal auch aufeinander angewiesen zu sein und sich für andere zu engagieren. Denn auch der Erlös der 16. Fairplay Tour der Großregion, die wieder vom EuroSportPool und der Europäischen Akademie des Landessportbundes Rheinland-Pfalz in Trier ausgerichtet wird, unterstützt Schulbauprojekte in Ruanda und anderen Ländern, die in Zusammenarbeit mit der Deutschen Welthungerhilfe sowie dem Partnerschaftsverein Ruanda-Rheinland-Pfalz bereits seit 1999 je eine Schule in Peru und Mosambik sowie neun weitere Schulen in Ruanda bauen konnten.

 

Etappenplan:
Tour - Eröffnung Freitag, 18.07.14 Mendig – Neuwied – Mendig
1. Etappe:  Samstag, 19.07.14 Mendig – Daun – Bernkastel-Kues (115 km)
2. Etappe:  Sonntag, 20.07.14 Bernkastel-Kues – Föhren – Bitburg  (95 km)
3. Etappe:   Montag, 21.07.14 Bitburg – Prüm – Bütgenbach (B) (85 km)
4. Etappe   Dienstag, 22.07.14 Bütgenbach (B) – Diekirch (L) – Luxembourg(L)(150 km)
5. Etappe:  Mittwoch, 23.07.14 Luxembourg (L) – Arlon (B) – Thionville (F) (115 km)
6. Etappe:   Donnerstag, 24.07.14 Thionville (F) – Überherrn – Saarbrücken (105 km)
7. Etappe:   Freitag, 25.07.14 Saarbrücken – Neunkirchen – Birkenfeld  (90 km)
8. Etappe:   Samstag, 26.07.14 Birkenfeld – Kell am See – Trier (80 km)

 

Am 26.07. wird der Tour-Tross in Trier um 15:00 Uhr an der Arena (bei schlechtem Wetter in der Arena) empfangen.

Detaillierte Infos zu den einzelnen Etappen: http://fairplaytour.de/varix2_dateipool/tagesplaene__die_letzte_17_07_2014.pdf

Weitere Informationen zur Tour und zur Aktion „Lebensläufe 2014“:
Europäische Akademie des rheinland-pfälzischen Sports: Marc Kowalinski, Tel. 0651/14680-13,
oder unter: www.fairplay-tour.de