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Handball: HVR geht mit neuem Präsidium in die Zukunft / Mathias Solms folgt Klaus Kuhn als Präsident

Der neue HVR-Präsident Mathias Solms (r.) ernennt seinen Vorgänger Klaus Kuhn zum HVR-Ehrenmitglied. Foto: D. WaidnerDer Handballverband Rheinhessen (HVR) geht mit neu aufgestelltem Präsidium in die Zukunft. Beim 41. Ordentlichen Verbandstag in Osthofen wurde der Nieder-Olmer Mathias Solms einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt. Er tritt die Nachfolge von Klaus Kuhn an, der zwölf Jahre lang die rheinhessische Handball-Familie anführte und für seine Verdienste zum HVR-Ehrenmitglied ernannt wurde. „Ich gehe, weil ich der Auffassung bin, dass es an der Zeit ist, einen Wechsel herbeizuführen. Es war eine schöne und erfolgreiche Zeit“, versicherte Kuhn, in Freundschaft aus dem Amt zu scheiden. Bei den Vereinen und seinen Vorstandskollegen bedankte er sich für die „stets offene und ehrliche Zusammenarbeit“, die ihm viel Spaß bereitet habe. Solms tritt hoch motiviert in seine Fußstapfen und zeigte mit energischem Auftritt gleich nach seiner Wahl, dass er die neue Aufgabe mit viel Energie angeht. Dabei steht ihm mit Bernd Schöneck auch ein neuer Vize-Präsident Finanzen zur Seite. Schöneck beerbt Erich Meyer, der neun Jahre lang die Finanzen des HVR regelte und sich in Osthofen ebenfalls nicht mehr zur Wahl stellte. Die weiteren Vize-Präsidenten Alfred Knab (Spieltechnik) und Erich Waldmann (Recht) wurden in ihren Ämtern wiedergewählt. Der bereits beim Verbandsjugendtag gewählte Vize-Präsident für Jugend und Entwicklung, Dirk Rochow, wurde vom Verbandstag in seinem Amt bestätigt. Solms ins Amt gebracht hatte als Versammlungsleiter der Präsident des Deutschen Handballbund (DHB), Andreas Michelmann, der zuvor in seinem Grußwort Kuhns Arbeit in HVR und DHB gewürdigt hatte.

Er sprach vom Umbruch im DHB, der mit der zweiten Stufe seiner Strukturreform eine „Investition in Köpfe“ unternehme. Als Ziele für die nächsten Jahre nannte er, den Leistungssport – besonders beim Nachwuchs – stärker zu fördern und den Negativtrend bei der Mitgliederentwicklung umzukehren. Existenziell hierfür sei die Zusammenarbeit der Vereine mit den Schulen. Zudem müsse die Politik zu mehr Unterstützung aufgefordert werden und die Vereine sollten höhere Abgaben an den DHB zahlen. „Zehn Euro jährlich pro Mitglied müssten möglich sein.“ Unterstützung bekam Michelmann von Kuhn, der sich als Verfechter der DHB-Strukturreform bekannte. „Veränderungen sind wichtig. Wir sollten mithelfen, sie konstruktiv zu gestalten.“ Kuhn sprach zudem über das Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement sowie über die Bedeutung des Sports als „Klammer und Spiegel der Gesellschaft“ sowie als bedeutender Wirtschaftsfaktor. Von den Vereinen wünschte er sich mehr Zusammenarbeit, damit Kräfte gebündelt und Synergieeffekte genutzt werden. Bezug nehmend auf die Digitalisierung und deren Folgen für die Vereine sagt er: „Wir können diese Entwicklung nicht aufhalten und müssen aufgeschlossen sein für Neuerungen.“ Als eine seiner letzten Amtshandlungen nahm Kuhn Ehrungen vor, bei denen er Christiane Köppl, Rainer Besch, Martin Franz und Thorsten Lob die HVR-Ehrennadel in Gold überreichte. Michael Krolla und Hans-Dieter Weinmann zeichnete er mit der Ehrennadel des HVR in Silber aus. Für den Sportbund Rheinhessen überreichte dessen Vizepräsidentin Nicole Muth die Ehrennadel des SBR in Bronze an Dirk Rochow. Neben dem Präsidium ergänzen den neuen Vorstand des HVR Männerwart Thorsten Lob, Frauenwartin Christiane Köppl, Schiedsrichterwart Ralph Müller, Pressewart Dirk Waidner, der Vorsitzende des Verbandslehrstab Klaus Schlarb sowie die beim Verbandsjugendtag gewählten Mädelwartin Stephanie Welter und Jungenwart Rüdiger Wenzel.