Badminton: Senioren-DM: Brigitte Prax (SV Unkel) verteidigt Titel im Damendoppel

Brigitte Prax verteidigte erneut ihren Titel im Damendoppel O 65 und gewann außerdem Bronze im Mixed mit dem Saarländer Arno Schley. Foto: BVRWeit über 500 Teilnehmer kamen nach Langenfeld, um bei tropischen Temperaturen in den Altersklassen O 35 bis O 70 die deutschen Meistertitel auszuspielen. Die Teilnahme an dieser größten deutschen Badmintonmeisterschaft ist für jeden Sportler ein besonderer Höhepunkt seiner Karriere. Das Gefühl, in seiner Disziplin zu den Besten des Landes zu zählen, ist einfach toll. So trainieren sie über das ganze Jahr, um auf den Punkt fit zu sein. In diesem Jahr ging es auch um die Quali für die WM im August im polnischen Kattowitz. Hierfür musste man mindestens das Halbfinale erreichen. Zu den Besten aus ganz Deutschland gehörten auch 18 Spieler*innen aus dem Badminton-Verband Rheinland, von denen einige wieder ganz vorne mitmischten. Den Vogel schoss Brigitte Prax (SV Unkel) ab. Zum dritten Mal in Folge dominierte die inzwischen 70-Jährige mit der ein Jahr älteren Monika Regineri (NRW) das DD O 65 und holte ihren insgesamt 16. DM-Titel. Dabei hatten sie es im Endspiel nicht leicht, da ihnen hier mit der auch international erfahrenen und erfolgreichen Marie-Luise Schulta-Jansen und Jutta Bartmann (NRW) zwei frisch in diese Altersklasse gekommenen Gegnerinnen Paroli boten. In einem ausgeglichenen Spiel setzten sich aber Prax/Regineri im dritten Satz mit 21:19 nervenstark durch. Damit gelang der Unkelerin die Revanche gegen die Meisterin im Dameneinzel, Schulta-Jansen, denn das Los hatte sie ihr am Einzel-Tag bereits in Runde zwei als Gegnerin gebracht – und sie hatte dort erwartungsgemäß verloren. Eine weitere Medaille holte sich Prax mit dem Wiebelskirchner Arno Schley im Mixed, nachdem sie sich im Viertelfinale gegen die Niedersachsen Brüsewitz/Graef in drei Sätzen durchgekämpft hatten. Im Halbfinale unterlagen sie dem bestens eingespielten Ehepaar Behrens aus Sachsen, die anschließend den Titel holten, und waren mit Platz drei sehr zufrieden. Für eine große Überraschung sorgte im Mixed O 45 Tanja Gayk (BCK Heimbach-Weis) mit Thorsten Reinemann (TV Hechtsheim). Gayk/Reinemann waren ebenfalls in toller Form und wurden zum Favoritenschreck. Nachdem sie sich in Runde eins und zwei glatt durchgesetzt hatten, warfen sie im Halbfinale überraschend die an Position zwei gesetzten NRWler Saß/Hemmer aus dem Rennen. Zum ersten Mal in einem DM-Finale, mussten sie sich jedoch dem schnellen Angriffsspiel der Kombination aus Bayern und Baden-Württemberg Patz/Vonmetz in zwei Sätzen geschlagen geben.

Zu den Medaillengewinnerinnen zählt auch Marlies Nilges (BCK Heimbach-Weis) in O 70. Mit einem glatten Erstrundensieg über Astrid Schneider (Baden-Württemberg) erspielte sich die 75-Jährige das Halbfinale, wo sie der späteren Vizemeisterin Brunhilde Völmeke-Keller (Baden-Württemberg) drei Sätze lang Paroli bot, ihr aber letztlich doch unterlag. Auch im Mixed freute sich Nilges an der Seite von Dieter Prax (SV Unkel) über eine gute Leistung – sie waren die einzigen, die die späteren sicheren Meister Pothmann/Regineri (NRW) an den Rand einer Niederlage drängten, als sie nur knapp in drei Sätzen unterlagen. Die Fahrkarten zur WM sicherten sich Brigitte Prax (DD und MX O 70), Tanja Gayk (MX O 45) und Marlies Nilges (DE O 70) also auf direktem Weg.