Fußball: FVR-Verbandsjugendausschuss will neue Ideen entwickeln und umsetzen

Der Verbandsjugendausschuss des FVR mit dem Vorsitzenden Peter Lipkowski (3.v.r.), dem stellvertretenden Vorsitzenden Helmut Hohl (l.) sowie den Beisitzern Frank Loosen (2.v.l.), Petra Retterath-Wagner (3.v.l.), Volker Oppenkowski (2.v.r.) und Tino Zengler (r.). Foto: FVRKontinuität und frische Ideen: Der Jugendausschuss des Fußballverbandes Rheinland (FVR) geht gestärkt aus dem Verbandsjugendtag 2019 in Alpenrod hervor. Einstimmig wiedergewählt wurde Peter Lipkowski. Der Holzfelder steht dem Verbandsjugendausschuss vorbehaltlich der Bestätigung durch den Verbandstag am 15. Juni in Ransbach-Baumbach weiterhin vor. Auch Stellvertreter Helmut Hohl (Nievern) wurde von den Delegierten einstimmig in seinem Amt bestätigt. Manfred Kühne, der seit 2008 Mitglied im Verbandsjugendausschuss war, legte sein Amt auf eigenen Wunsch hin nieder. Für seine besonderen Dienste um den Fußball im Rheinland wurde der Trierer von FVR-Präsident Walter Desch mit der bronzenen Ehrennadel des FVR verabschiedet. Für die Wahl von bis zu vier Beisitzern im Verbandsjugendausschuss hatten sich fünf Bewerber aufstellen lassen. In einer geheimen Abstimmung wählten die Delegierten Petra Retterath-Wagner (Baar) und Tino Zengler (Koblenz) erneut ins Amt. Beide waren auch bisher Mitglied. Neu dabei sind Frank Loosen (Oberzissen) und Volker Oppenkowski (Nauort). „Ich freue mich, dass es so viele engagierte Fußballer gibt, die mit anpacken wollen“, sagte Lipkowski. „Wir wollen und werden niemanden abweisen, der unsere Arbeit unterstützt.“ Aufgrund der anstehenden Aufgaben und den zahllosen Herausforderungen war es dem Verbandsjugendleiter besonders wichtig, mit einem breit aufgestellten Team in die kommenden drei Jahre zu starten.

Die Kernaufgabe für den neuen Verbandsjugendausschuss erläuterte Desch: „Wir müssen uns überlegen, wie wir wieder mehr Kinder für den Fußball begeistern. Dabei geht es darum, auch den Eltern zu vermitteln, was den Fußball ausmacht. Fußball ist ein Sport, der für das Leben schult und wichtige Werte vermittelt.“ Lipkowski skizzierte ein vollgepacktes Programm für die nächsten Jahre. Hauptthemen sind der A-Jugendbereich und der Kinderfußball. Angedacht ist eine schrittweise Reform des A-Jugendfußballs, wobei Staffeln auch über die Kreisgrenzen hinaus gebildet werden. Fußballkreise mit weniger Teams sollen sich dann mit anderen zusammenschließen. Darüber hinaus werden die Rahmenbedingungen für Jugendspielgemeinschaften angepasst. In diesem Zusammenhang erläuterte Lipkowski noch einmal, dass für den Leistungsfußball das Modell des „Jugendfördervereins“ JFV vorgesehen ist. „Es geht nicht, dass Jugendfördervereine gebildet werden, um die Bestimmungen für Jugendspielgemeinschaften zu umgehen“, betonte er. Jugendspielgemeinschaften sollen Zusammenschlüsse von Vereinen sein, um eine für eine Mannschaft ausreichende Zahl an Spielern zusammenzuführen. Damit sollen möglichst viele Kinder dem Spielbetrieb erhalten bleiben. Weiter vorantreiben möchte der Verbandsjugendausschuss auch die Qualifizierung der Nachwuchstrainer. „In den überkreislichen Jugendklassen sind bereits 96 Prozent aller Trainer lizenziert“, sagte Lipkowski. „Es gilt nun, die Qualifizierung der Trainer auch auf Kreisebene auszuweiten.“ Den Weg dorthin möchte man aber nicht mit einer Lizenzierungspflicht bestreiten. Angedacht ist die Einführung einer Pflicht zu Kurzschulungen, die ohne großen zeitlichen Aufwand absolviert werden können. Dem pflichtete Desch bei: „Die Anforderungen an Jugendtrainer werden immer größer, denn die Nachwuchsspieler müssen wesentlich intensiver beschäftigt werden. Ein Mindestmaß an Qualifizierung hilft allen weiter.“ Um möglichst vielen Kindern die Freude am Fußball zu erhalten, sind auch im Kinderfußball Änderungen angedacht und teilweise schon auf den Weg gebracht. So soll im F-Jugendbereich in Dritteln á 15 Minuten gespielt werden – mit einer Pflichtspielzeit für jedes Kind von einem Drittel. Und auch die neue Spielvariante FUNino soll im Rheinland als Alternative für Training und Turniere getestet werden. „Wir wollen uns am Zeitgeschehen orientieren, neue Ideen entwickeln und diese auch umsetzen“, erklärte Lipkowski. „Mit dem Ziel, den Jugendfußball noch attraktiver zu gestalten. Dafür haben wir uns bestmöglich aufgestellt.“